Freiheit für Chelsea Manning

Die Whistleblowerin Chelsea Manning wurde nach sieben Jahren Haft aus einem US-Militärgefängnis entlassen. Dieser Erfolg geht nicht zuletzt auf die Rechnung ihrer großen zivilgesellschaftlichen Unterstützung.

Die Proteste für Chelseas Befreiung waren erfolgreich. CC-BY-NC-ND 2.0 Stephen Melkisethian

Am 17. Mai kam Chelsea Manning frei. Der Vorwurf an Manning, die damals unter dem Vornamen Bradley als Soldat bei der US-Armee tätig war und im Gefängnis den Vornamen Chelsea annahm, war der des Geheimnisverrats. Spezifisch hatte Manning die öffentliche Aufmerksamkeit erregt, indem sie über Auswirkungen des Krieges auf unschuldige Zivilist*innen informierte.

Ursprünglich sah das Gericht eine Strafe von 35 Jahren Haft für sie vor, doch Ex-US-Präsident Barack Obama verfügte im Januar als eine seiner letzten Amtshandlungen ihre Begnadigung. Dies kam nicht zuletzt durch das weltweite Aufsehen zustande, das Mannings Diskriminierung als Transgender im für Männer vorgesehenen US-Militärgefängnis verursacht hatte, und die großflächigen Unterstützungskampagnen und Solidaritätsbekundungen, wie etwa durch das Berliner Chelsea-Manning-Netzwerk. Zahlreiche LGBT-Gruppen wandten sich gemeinsam mit einer amerikanischen Bürgerrechtsorganisation in einem Protestschreiben an Barack Obama, um ihn zur Freilassung Mannings zu bewegen.

Chelsea selbst ließ in einem Statement über ihre Anwälte hinsichtlich ihrer bevorstehenden Befreiung verlautbaren, dass sie zum ersten Mal in ihrem Leben Hoffnung für die Zukunft hat, frei als die Person leben zu können, die sie ist. Zudem bedankte sie sich für all die Unterstützung durch politische und LGBT-Gruppen, die sie während ihrer Haft erfuhr. Sie hofft in der Konsequenz, ihre Erfahrung und Kraft auf die Unterstützung anderer verwenden zu können.

Zur Illustration der weltweiten Solidarität hat das Berliner Chelsea-Manning-Netzwerk ein Video produziert:

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