EU-Kommission: Ungleichheit im IT-Bereich setzt sich fort

CC-BY-NC-SA 4.0 John Graham

Zum Weltfrauentag hat die EU-Kommission eine Studie zum Geschlechterverhältnis im IT-Bereich veröffentlicht. Laut der Studie arbeiten in der Branche dreimal so viele Männer wie Frauen.

Als Hauptgründe macht die Studie nach wie vor weitverbreitete Vorurteile gegenüber Frauen sowie Tokenismus aus. Letzteres äußert sich beispielsweise darin, dass Frauen zu Konferenzen eingeladen werden, um zu erzählen, wie es ihnen als Frauen in der Tech-Branche geht. Dabei dreht es sich oft mehr darum, den Anschein von Diversität zu erwecken, anstatt einfach eine Expertin für ein bestimmtes Thema einzuladen.

Zudem leiten Frauen nur etwa 15 Prozent der Start-ups. Das mag auch daran liegen, dass Gründerinnen 2016 lediglich knapp fünf Prozent des globalen Risikokapitals erhalten und damit schlechtere Chancen haben, ihr Unternehmen aufzubauen. Die Studie hält nicht zuletzt fest, dass die Ungleichheit sich auf die Technologien auswirkt, die Teil unseres Alltags werden:

Technologie reproduziert die Werte ihrer Entwickler und Entwicklerinnen und der Informationen, auf die sie sich verlassen. Es ist klar, dass vielfältigere Entwickler-Teams dabei helfen können, Vorurteile zu erkennen und sie zu verhindern. [Eigene Übersetzung]

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