Linkschleuder

Das Internet weiß alles über dich – about:blank zeigt „Data Detox“ als Gegenstrategie

Unternehmen sammeln jede Menge Daten über ihre NutzerInnen. Doch die sind dem nicht einfach ausgeliefert. In der neuen Folge unseres Webvideo-Formats about:blank unternimmt Florian Prokop den Selbstversuch im „Data Detox“.

Floria Prokop testet das „Data Detox“-Kit (Screenshot)

Fotos löschen lassen, Standortverfolgung ausschalten und die eigene Identität verschleiern. Es gibt Möglichkeiten, sich dem informationellen Kontrollverlust zu widersetzen. Für die Webvideo-Serie about:blank testet Florian Prokop das 8-Tage „Data Detox“-Kit aus dem „Me and My Shadow“-Projekt von Tactical Tech.

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Das Video beginnt mit der Suche nach den bereits angehäuften Daten. Florian schaut, wie viele Fotos von ihm bereits kursieren und stellt fest, dass nicht nur Facebook um seine Abendplanung weiß, sondern auch die Portugiesisch-App auf seinem Smartphone ständig den Standort mitschneidet. Das „Data Detox“-Kit vermittelt praktische Tipps zur Kontrolle über die eigenen Daten und empfiehlt etwa nützliche Browser-Add-ons oder alternative Suchmaschinen wie DuckDuckGo, deren Geschäftsmodell nicht auf dem Tracking und Verwerten personenbezogener Daten der Nutzer basiert.

Am Ende der acht Tage verkündet Florian, er fühle sich nun rundum besser. Gleichzeitig betont er, dass es kollektive politische Initiative und eine striktere Gesetzgebung bräuchte, um tatsächlich etwas an dem Geschäftsmodell mit den Daten der NutzerInnen zu verändern.

Das Video findet ihr auch auf YouTube

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6 Kommentare
  1. Und schon wieder ein Video, das deutlich zu groß ist. 781 MB für 8:58 Länge! 1920×1090! Der erste Satz „Früher habe ich ganz schön viel Ballast mit mir rumgeschleppt“ solllte vielleicht auch bei der Produktion dieser Videos berherzigt werden.

  2. Zum Essenbestellen brauche ich nur eine App? – Falsch, ich brauche gar keine. Das geht nämlich über den Browser. Ich brauche nicht für jeden Mist eine proprietäre (und potentiell datensammelwütige) App, denn sehr viel geht über den Browser.

    1. Auch wenn Ihr Kommentar schon etwas älter ist: Ich verstehe so oder so nicht weshalb man, für das runterladen von Applikationen einen Account braucht, wie bei Android oder Apple. Auf meinem PC brauch ich so ein scheiß auch nicht.

  3. Also irgendwo hat er ja Recht. Ein bisschen Privatsphäre muss sein. Sich auf’m Klo filmen zu lassen ist das eine, aber was die im Internet da machen, das geht wirklich zu weit!

  4. Im Video empfiehlt Florian DuckDuckGo, denn das sei „eine Suchmaschine, die mich nicht trackt.“
    Dagegen sagt Digitalcourage: „Wie alle Unternehmen mit Sitz in den USA, unterliegt DuckDuckGo dem Patriot Act mit kritischen Auswirkungen auf den Datenschutz […]. Schlimmer noch: Statt eigener Server verwendet DuckDuckGo virtuelle Maschinen in der Amazon-Cloud EC2. Amazon ist IT-Partner der CIA. Da kann von Privatsphäre keine Rede mehr sein.“ (Quelle: https://digitalcourage.de/digitale-selbstverteidigung/es-geht-auch-ohne-google-alternative-suchmaschinen)

    Wie sollen sich Internetnutzer richtig verhalten können, wenn selbst Netzpolitik und Digitalcourage so haarsträubend gegenteilige Tipps geben???

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