Linkschleuder

Bundeswehr bereitet sich auf den Kampf gegen Killer-Roboter vor

Putzig, aber tödlich: Autonome Waffensysteme stehen nicht unter direkter menschlicher Kontrolle. CC public domain Pascal

Wissenschafter und Aktivisten warnen seit längerem vor dem Einsatz autonomer Waffensysteme. Die deutsche Bundeswehr hat nun offiziell ausgeschlossen, solche Systeme ankaufen zu wollen. „Wir haben eine sehr klare Position. Wir haben keine Absicht, autonome Systeme zu erwerben“, sagte Generalleutnant Ludwig Leinhos, dem das „Kommando Cyber- und Informationsraum“ untersteht, gestern im Vorfeld der Münchner Sicherheitskonferenz. Er betonte aber, dass Deutschland sich darauf vorbereiten müsse, sich gegen den Einsatz von Killer-Robotern durch andere Staaten zu verteidigen.

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Einer internationale Kampagne zur Ächtung von Roboter-Kampfsystemen haben sich inzwischen 22 Staaten angeschlossen, berichtet die Nachrichtenseite Politico. Dennoch arbeiten einige Staaten, allen voran der Rüstungsweltmeister USA, an solchen Systemen. Politico schildert in seiner Geschichte die Möglichkeiten der Technologie:

Im Oktober 2016 lud das US-Verteidigungsministerium eine TV-Crew in die Wüste Kaliforniens ein und entließ dort aus einem Flugzeug einen Schwarm von 103 Drohnen in Vogelgröße in den blauen Himmel. Wie Schwalben flog der Schwarm in Formation, änderte akkordiert seine Richtung, positionierte sich laufend neu und reagierte auf seine Umgebung – die dafür nötigen Entscheidungen traf der Schwarm kollektiv, ohne menschliche Hilfe. Nichts illustriert die revolutionäre Natur von vollständig autonomen Waffensystemen besser als die Neuentwicklung solcher „Schwarm-Drohnen“ – kleiner, unbemannter Flugobjekte, die in Gruppen operieren und schon bald die existierende Militärtechnologie in der Leistung überholen könnten, zu einem Bruchteil der Kosten. [Eigene Übersetzung]

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7 Kommentare
  1. Witzig dabei ist das die Bundeswehr nicht einmal in der Lage ist den konventionellen Job ordentlich zu erledigen. Völlig unnormal ist das solche Systeme überhaupt entwickelt werden. Es mag abgedreht klingen, aber ich denke zuerst an T2 und frage mich ob solche Systeme jemals völlig kontrollierbar sind und wie es sein kann das man Tod automatisiert.
    Unfassbar.

  2. Was soll daraus werden? Autonome Truppen kämpfen gegen autonome Truppen? Das ist eine Fortführung der abstrusitäten im Krieg. Ab dem Moment wo der Oberbefehlshaber nicht mehr voranritt hat der Krieg seine „ehrenhaftigkeit“ verloren.

    1. Die Vorstellung von Krieg als „ehrenhaft“ ist Romantik. In der Realitaet geht es um das Durchsetzen von Zielen mit Gewalt, da will man primaer gewinnen und nicht ehrenvoller aber uU toter Zweiter werden.

      Das ist nicht notwendigermassen ein Widerspruch zur Regulierung oder Aechtung von Waffensystemen, bei denen keiner wirklich etwas gewinnt. Weswegen wir teilautonome Waffensysteme bereits haben und behalten werden, und Verteidugungswaffen immer schneller und dafuer autonomer werden. Letzteres ist halt nicht so problematisch, da sich idR keine friedlichen Objekte mit Schallgeschwidigkeit auf Kollisionskurs begeben…

      1. Wie sagte Worf? Nur der Sieg ist ehrenhaft.
        Mein Zusatz, in erster Linie deshalb, weil man danach die Geschichtsbücher schreiben kann.
        Bitte jetzt nicht mit Nazis kommen. Ich weiß das das Verbrecher waren.

  3. 16. Februar 2018, von MSC

    MSC 2018 – AGENDA UND TEILNEHMERLISTE VERÖFFENTLICHT
    Von Freitag bis Sonntag kommen mehr als 30 Staats- und Regierungschefs und über 100 Minister aus aller Welt zur Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) zusammen, um über aktuelle Herausforderungen in der internationalen…

    Ergo :Die MSC- beginnt erst heute. Das ist wohl so eine Sache mit den vorgefertigten Pressemitteilungen. Meistens ist das Gegenteil richtig.

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