Öffentlichkeit

Polizei hat mehr als 200 Accounts auf Twitter und Facebook

Spätestens seit den Blockupy-Protesten in Frankfurt und dem Amoklauf von München drängen deutsche Polizeien in die sozialen Medien. Dabei sind weiterhin viele Fragen der Nutzung ungeklärt.

Eine Datenvisualisierung aller verifizierten deutschsprachigen Accounts. CC-BY-SA 4.0 Luca Hammer

Der Social-Media-Trend bei der Polizei hält weiter an. BKA, Bundespolizei, Präsidien und Dienststellen befüllen deutschlandweit mittlerweile mehr als 200 Accounts auf Twitter und Facebook, heißt es in einem Artikel von Jana Anzlinger auf Süddeutsche.de.

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Schon zu Beginn der Social-Media-Aktivitäten bei der Polizei, tauchten zahlreiche Fragen auf, auf welche Art und Weise die Polizei twittern darf. Handelt es sich um Pressearbeit? Sind Tweets als Durchsagen zu werten? Wie neutral sind die Tweets? Handelt die Polizei als politischer Akteur? Wie lustig darf die Polizei sein?

Mehr als 200 Accounts befüllt die Polizei mittlerweile mit Inhalten. Hier sind die deutschprachigen Twitteraccounts von Polizeien zu sehen. CC-BY-SA 4.0 Luca Hammer

Auch Fragen in diese Richtung stellt Anzlinger und verweist auf Beispiele wie den Tweet zur Räumung der Friedelstraße in Berlin, in dem die Polizei den Besetzern lebensbedrohliches Verhalten vorwarf, dies aber später zurückziehen musste. Gleichzeitig sei eine deutliche Vermengungen von Polizeiarbeit und PR in den Tweets zu sehen. Launige Tweets von der Wiesn mischen sich mit Hundebildern und dem nächsten Fahndungsaufruf. Vielen Usern gefällt diese „Bürgernähe“, sie ist jedoch nicht die kniffligste Frage beim polizeilichen Twittern.

Katharina Kleinen-von Königslow von der Uni Hamburg forscht über die Wirkung der behördlichen Social-Media-Aktivitäten auf die Öffentlichkeit. In der Süddeutschen sagt sie:

Das Hauptproblem der Social-Media-Strategie der Staatsgewalt: Polizisten bewerten Situationen, an denen sie selbst teilhaben. So sieht es zumindest Forscherin Kleinen-von Königslow. Sie ist Hamburgerin und nennt den G-20-Gipfel als ein Beispiel für solche Bewertungen: „Die Polizei hatte keinen Überblick über die Ausschreitungen und hat online ihre eigene Sicht kommuniziert“, sagt Kleinen-von Königslow. Diese Sicht sei etwa durch die Sorge um Kollegen geprägt.

Eines hat die Polizei übrigens schon geschafft. Sie ist auf Twitter deutlich sichtbar. Wenn man verifizierte deutschsprachige Accounts analysiert, dann bilden die Ordnungshüter eine ganz eigene Wolke, wie Luca Hammer in einer Datenanalyse herausgefunden hat. Trotz der Popularität der Sozialen Medien bei der Polizei sind jedoch wichtige rechtliche Fragen ungeklärt, vieles bleibt in der Grauzone.

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7 Kommentare
      1. Naja, irgendwie mussten diese Leute die Gelder aus dem Drogenhandel mit den Taliban waschen und wenn man noch Persönlichkeitsprofile erbeuten kann, um so besser!

  1. Komisch, sonst wird den staatlichen Organen immer Blockade und Geheimniskrämerei vorgeworfen. Jetzt wird sich beschwert, dass sie zu viele Informationen posten. Ihr müsst euch mal entscheiden.

    1. Janus, du weist was dein Name bedeutet?
      Schön!
      Nun darfst du dir diese Accounts nicht als Klar erkennbar von der Polizei geführte Profile vorstellen, wenn doch und du bist ein Mensch der sich leicht durch Äußerungen verleiten lässt, dann kann es passieren, das du solchen „Ermittlern“ auf den Leim gehen könntest!

      Du musst dir das so vorstellen, da sitzt ein Psychoheini am anderen Ende, der dich Analysiert und beurteilt und sobald diese Abteilung von den Obrigkeiten einen Wink bekommen, setzen diese Abteilungen ihre „Künste“ ein, um solche wie dich so zu beeinflussen, das es „Effekte“ gibt.
      Ein Effekt kann sein, das ein „spontaner“ https://de.m.wikipedia.org/wiki/Flashmob ausgelöst wird.
      Bei diesem wird dann eine Funkzellenabfrage und alles Andere in Gang gesetzt, evtl. fühlen sich noch ein paar Rechte Schläger angepieselt, die dann auch recht Spontan eine Prügelei mit den vermeintlichen „Linken“ anzetteln.
      Wenn der Flashmob dann noch das Thema „Batman“ hat, wird diese Aktion dem schwarzen Block zugeschrieben.

      Denk dir was aus, dann frage eine Handvoll Psychologiestudenten, ob das machbar wäre und du wirst erschreckt sein, wieviele deiner Gedanken umsetzbar wären!

      Mobbing wäre da auch eine Form die zu nennen wäre, alle auf einen und alle haben Spaß dabei, außer die/dem eine/n, versteht sich!
      Falls der dann Amok läuft wie der Bengel aus Winnenden, will es dann keiner gewesen sein, alles nur Opfer!
      Wirklich?
      Der Bengel wollte sogar die Schule wechseln, seine „liebenden Mitschüler“ bereiteten schon mal alles an der neuen Schule vor, damit sein Martyrium, Gemobbt zu werden, lückenlos weiter gehen sollte!
      Als er davon erfuhr, ist er durchgedreht, er hatte schließlich die Möglichkeiten dazu!
      Soviel zur Öffentlichen Geschichte.

      Wer sich mal damit beschäftigen möchte, wie Polizei und Presse „Hand in Hand“ arbeiten, der möge sich diese Webseite durchlesen http://www.der-fall-tim-k.de/doku.php/der_fall_tim_k._-_eine_aufarbeitung/teil_0_-_einleitung
      Wer sich wirklich mal mit solchen Akten beschäftigt, wird feststellen, wie sehr … sehr vieles auseinander Klafft!

  2. Nun gut……das gegenüber arbeitet mit den gleichen Werkzeugen…..die Polizei will hier vielleicht nur Waffenhoheit….schlimm genug das Smartphones und soziale Medien….längt Waffen sind.

  3. Die Polizei 👮 Dein Freund und Helfer 😁 🚓👌 Siehe Fahrgemeinschaft vom LKA-NRW,ihrem Informanten „Murat“ & Anis Amri 😁 Teile & Herrsche die Schäfchen,damit ein Angstklima erzeugt wird 😁 Und die Schäfchen nach mehr Sicherheit schreien 😁 Auftrag erfüllt „Agent Provocateur“ & AUFTRAG ERFÜLLT 😁😎✌ Motto:Tatütata der Überwachungsstaat ist da 👮 🚓✌ Euer Schmutzmann,äh meinte natürlich euer Schutzmann 👮 🚓 😒😁😎✌

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