2017
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: Social-Media-Analyse und Profilierung bei Versicherungen beeinflussen nicht nur Mitgliedsbeiträge
Ein Auto-Unfall. : Social-Media-Analyse und Profilierung bei Versicherungen beeinflussen nicht nur Mitgliedsbeiträge Privacy International berichtet über den Missbrauch von Daten aus sozialen Medien seitens der Versicherungsindustrie und des Finanzsektors. Die Analyse der Daten birgt weit mehr Probleme als Vorteile. Letztlich kann dies zu verändertem Verhalten im Privaten führen. Die Privatsphäre wird durch ökonomische Interessen immer dünner.
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: Das Ende der Roaming-Gebühren: Erfolgsgeschichte mit Lücken
Auf Reisen innerhalb der EU fallen künftig keine Roaming-Gebühren mehr an. : Das Ende der Roaming-Gebühren: Erfolgsgeschichte mit Lücken Beim nächsten Sommerurlaub innerhalb der EU müssen Nutzer keine hohen Aufschläge mehr befürchten, wenn sie am Strand nach Hause telefonieren oder Urlaubsbilder verschicken. Dennoch lohnt es sich, ins Kleingedruckte des Mobilfunkvertrags zu schauen.
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: Mit Pornos für die Netzneutralität
Wird mehr als eine Kissenschlacht: Ein Aktionstag soll die US-Netzneutralität retten. : Mit Pornos für die Netzneutralität Ein breites Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Gruppen und kommerziellen Anbietern plant im Juli einen Aktionstag, um gegen die drohende Abschaffung der Netzneutralität in den USA zu protestieren. Mit dabei sind Schwergewichte aus der IT-Branche.
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: Neue Kampagne: Welche Lobbyisten schreiben Gesetze mit?
Tausende Stellungnahmen von Verbänden fließen in Gesetzentwürfe ein : Neue Kampagne: Welche Lobbyisten schreiben Gesetze mit? Der Gesetzgebungsprozess in Deutschland ist zu intransparent. Das will eine neue Kampagne ändern: Mit tausenden Anfragen an Bundesministerien sollen Gesetzentwürfe und Lobby-Stellungnahmen befreit werden. Jetzt mitmachen!
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: Wie geheime Algorithmen die Justiz ungerechter machen
Nutzen vermehrt digitale Technologien: US-amerikanische Polizisten bei einem Einsatz : Wie geheime Algorithmen die Justiz ungerechter machen Digitalisierung und Automatisierung machen auch vor Polizei und Justiz nicht Halt. In den USA spielt Software bereits heute eine große Rolle bei Ermittlungen, der Sicherung von Beweisen und Verurteilungen. Bei der New York Times erklärt Rebecca Wexler, wie unter Verschluss bleibende Computerprogramme das Justizsystem ungerechter machen (Artikel auf Englisch).
Wexler fordert die Öffnung der aufgrund von geistigen Eigentumsrechten geheimen Algorithmen und Technologien:
Das Grundproblem ist, dass automatisierte Technologien im Bereich der Strafjustiz zum großen Teil in privater Hand sind und gewinnbringend verkauft werden. Die Entwickler sehen ihre Technologien als Geschäftsgeheimnis. Folglich verweigern sie sich, Details über die Funktionsweise ihrer Werkzeuge zu veröffentlichen, selbst gegenüber Angeklagten und ihren Anwälten, unter vorläufigem Rechtsschutz oder im kontrollierten Rahmen eines Strafverfahrens oder einer Bewährungsanhörung.
Letztes Jahr hatte eine ausführliche Recherche von ProPublica gezeigt, wie in einigen US-Bundesstaaten genutzte Software zur Vorhersage von zukünftigen Kriminellen Schwarze diskriminiert.
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: „E‑smuggling“: Europol intensiviert die Bekämpfung von Fluchthilfe über das Internet
Einsatz des Rettungsschiffs "Sea Watch 2". Fahrten über das Mittelmeer werden häufig über Facebook, WhatsApp oder Telegram angebahnt. : „E‑smuggling“: Europol intensiviert die Bekämpfung von Fluchthilfe über das Internet Im vergangenen Jahr sollen sich laut der EU-Polizeiagentur 17.459 Personen als „Menschenschmuggler“ betätigt haben. In den meisten Fällen kommunizieren Geflüchtete und ihre HelferInnen mithilfe von Facebook-Diensten oder Telegram. Bei Ermittlungen soll der Auswertung elektronischer Beweismittel deshalb mehr Bedeutung zukommen.
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: Wirtschaftsministerin kennt Debatte um IT-Sicherheit nicht
Für Deutschland beim G20-Digitaltreffen: Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (Archivbild). : Wirtschaftsministerin kennt Debatte um IT-Sicherheit nicht Der Radio-Journalist Peter Welchering hat gestern beim Digitalgipfel der Bundesregierung unserer Wirtschaftsministerin und damit ein-Drittel-Internetministerin Brigitte Zypries eine Frage zu Meldepflichten im Rahmen der IT-Sicherheitsdebatte gestellt – und als Antwort erhalten, dass sie die Debatte gar nicht kennt und auch nicht zuständig ist.
Das IT-Sicherheitsgesetz wurde vor zwei Jahren beschlossen. Damals haben Wirtschaftslobbys erfolgreich verhindert, dass zu scharfe Meldepflichten eingeführt werden. Erst vor wenigen Wochen hat der Deutsche Bundestag das IT-Sicherheitsgesetz reformiert und an die NIS-Richtlinie der EU angepasst. Auch da ging es um Meldepflichten.
Hier ist ein Transkript der Fragen und Antworten:
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Und hier haben wir ein kurzes Transkript:
Peter Welchering:
Die Meldepflicht für Sicherheitslücken fordern ja gerade Sicherheitsforscher, weil die sagen: „Nur dann kann (sic!) die ja letztlich geschlossen werden.“ Wenn sie beispielsweise einer vertraulichen Stelle gemeldet wird, die sich dann etwa mit dem entsprechenden Hersteller ins Benehmen setzt und den auffordert: „Schließt das mal, sonst machen wir das öffentlich.“Brigitte Zypries:
hm, hm [zuckt mit den Schultern]. Die Debatte kenne ich nicht.Peter Welchering:
Das habe ich befürchtet, danke.Brigitte Zypries:
Na ja, es ist auch nicht mein Job, um ehrlich zu sein. Das ist Sache des Bundesinnenministers, fragen Sie den mal. -
: „German Heron TP“: Kampfdrohnen der Bundeswehr sollen Ende 2019 einsatzfähig sein
Die „Heron TP“ in einer Werbebroschüre des Herstellers IAI. : „German Heron TP“: Kampfdrohnen der Bundeswehr sollen Ende 2019 einsatzfähig sein Für neun Jahre will die Bundeswehr bewaffnete Drohnen leasen, bis dahin sollen europäische Rüstungskonzerne eine „Euro-Drohne“ entwickeln. Das Verteidigungsministerium will möglichst schnell die nötigen Verträge abschließen. Dann wird über die Bewaffnung verhandelt.
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: 10 Jahre „+KAOS“: Unabhängige Infrastruktur in Italien
Polizisten bei Protesten in Genua 2001 gegen den G8-Gipfel. (Symbolbild) : 10 Jahre „+KAOS“: Unabhängige Infrastruktur in Italien Die italienische Gruppe Autistici/Inventati versteht sich selbst als „radikales Technologiekollektiv“. In einer nun veröffentlichten Buchübersetzung aus dem Italienischen erklärt das Kollektiv, wie sie kapitalistische Probleme mit Technologie umgehen lernten – und welche Hürden dabei zu meistern waren.
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: Bürgerrechtsorganisationen kritisieren geplante Ausweitung von Online-Überwachung
Die Bundesregierung will vor der Wahl weitere schwere Grundrechtseingriffe durchpeitschen. : Bürgerrechtsorganisationen kritisieren geplante Ausweitung von Online-Überwachung Von allen Seiten hagelt es Kritik am Vorhaben der Bundesregierung, den Einsatz von Staatstrojanern und der Online-Durchsuchung deutlich auszudehnen. Nun melden sich Bürgerrechtsorganisationen mit einer geharnischten Stellungnahme zu Wort und warnen vor schwersten Grundrechtseingriffen.
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: Call for Papers für unsere vierte „Das ist Netzpolitik!“-Konferenz am 1. September in Berlin
Our fourth "Das ist Netzpolitik!"-Conference will take place the 1st of September in Berlin. : Call for Papers für unsere vierte „Das ist Netzpolitik!“-Konferenz am 1. September in Berlin Am 1. September 2017 findet unsere vierte „Das ist Netzpolitik!“-Konferenz in Berlin statt. Einen Teil des Programmes haben wir bereits fertig, für den Rest haben wir einen Call for Papers gestartet und freuen uns über interessante Einsendungen.
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: Pirate-Bay-Urteil: Europa schafft Zensur
Düstere Stimmung in der Piratenbucht. : Pirate-Bay-Urteil: Europa schafft Zensur Die Anti-Piraterie-Vereinigung Brein erwirkte heute ein Urteil gegen Internetdiensteanbieter und öffnet damit ein Einfallstor für Zensur auf EU-Ebene. Durch Zwangs-Sperrungen wird die Freiheit der Informationsgesellschaft gefährdet. Auch The Pirate Bay kann nun direkt für Urheberrechtsverletzungen verantwortlich gemacht werden.
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: De Maizière auf der Innenministerkonferenz: Kinder und WhatsApp überwachen
Bundesinnenminister Thomas de Maizière berichtet von der Innenministerkonferenz (Screenshot). : De Maizière auf der Innenministerkonferenz: Kinder und WhatsApp überwachen Bundesinnenminister Thomas de Maizière spricht über die Themen und Vorhaben bei der Innenministerkonferenz. Auf der Minister-Wunschliste stehen der Staatstrojaner, die Sicherungsverwahrung von Gefährdern und die Überwachung von Kindern durch Geheimdienste.
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: CDU glaubt fest an „Dateninnovation“
coins, coins, coins : CDU glaubt fest an „Dateninnovation“ In einem Wahlkampfpapier träumt die CDU von neuen Kompetenzen der Bundesdatenschutzbeauftragten. Daten sollen dem Wirtschaftswachstum zugeführt und die Datensparsamkeit abgeschafft werden. Geht es nach der CDU, wird zukünftig von Datenschutz keine Rede mehr sein.
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: Informationsfreiheitsgesetz: Sinkende Anzahl bei Beschwerden und Eingaben
: Informationsfreiheitsgesetz: Sinkende Anzahl bei Beschwerden und Eingaben Manchmal braucht es Vermittlung: Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit bearbeitet Beschwerden und Eingaben, wenn es zum Streit um die Herausgabe von Unterlagen nach dem Informationsfreiheitsgesetz kommt. Die Anzahl dieser Beschwerden ging im vergangenen Jahr zurück.
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: re:publica 2017 – Die europäische Zensur-Maschine rollt an
Die Befürchtung: Upload-Filter werden zu massenhafter Zensur führen. : re:publica 2017 – Die europäische Zensur-Maschine rollt an Auf der re:publica 2017 sprachen Raegan MacDonald (Mozilla), Jake Beaumont-Nesbitt (International Music Managers Forum), Diego Naranjo (European Digital Rights) und Caroline De Cock (Copyright for Creativity) über von der EU-Kommission geplante Upload-Filter.
Ihre Kritik an diesen Filtern in zwei Sätzen:
Upload-Filter sind eine der größten Gefahren für ein offenes und freies Internet. Sie ersticken die freie Meinungsäußerung, schaden der Kreativität und untergraben unsere Privatsphäre. […] Und trotzdem werden in diesem Moment verpflichtende Upload-Filter durch die EU-Copyright-Reform vorgeschlagen.
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Die Themen Copyright und EU-Gesetzgebung glänzen normalerweise nicht durch ein besonderes Maß an Verständlichkeit. Im Gegensatz dazu machen die vier Vortragenden in dreißig Minuten anschaulich klar, warum das komplexe Thema des Copyrights mit dem Leben von enorm vielen Menschen zu tun hat: Zunächst müssten Plattformbetreiber wie Youtube aufgrund von Artikel 13 des Vorschlages sämtliche von Nutzern hochgeladenen Inhalte auf Copyrightverstöße durchsuchen.
Warum das zu massenhafter Zensur führen würde und warum diese Entwicklung für Konsumenten und Hersteller von Inhalten im Internet abzulehnen ist, zeigt der (englische) Vortrag „Stop the Censorship Machines! How can we prevent mandatory upload filters in the EU?“. Daran anschließend gibt es noch eine dreißigminütige Diskussion mit dem Publikum.
Den Vortrag gibt es auch als Audio-Datei:
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: re:publica 2017 – Digitale Verhaltensmanipulation – verbreitet und erfolgreich?
Zwei Filterblasen, klassisch angeordnet (Symbolbild). Doch ist die Sache wirklich so eindeutig? : re:publica 2017 – Digitale Verhaltensmanipulation – verbreitet und erfolgreich? Auf der re:publica 2017 sprachen Christian Stöcker (Professor für Digitale Kommunikation an der HAW Hamburg) und Konrad Lischka (Projektmanager in der Bertelsmann-Stiftung) über den aktuellen Stand der Forschung zu Öffentlichkeit und Diskurs in der digitalen Sphäre.
Die Kernfrage ihres Vortrages:
Fake News, Filterblasen, Hate Speech, Social Bots: Starke Schlagworte zum Wandel der Öffentlichkeit in der digitalen Sphäre gibt es im Überfluss. Die Empirie kommt dabei bislang meist etwas zu kurz. Das ändern wir und geben einen Überblick zum Stand der Forschung: […] Was wissen wir darüber, wie Algorithmen, Plattformen, Bots etc. die Öffentlichkeit verändern? Was wissen wir nicht? Was tun?
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Um diese Fragen zu beantworten, untersuchen Stöcker und Lischka von Plattformbetreibern genutzte Möglichkeiten der digitalen Verhaltensmanipulation: Wie bringt man Menschen im Internet dazu, etwas zu tun, das sie sonst nicht tun würden?
Dazu erläutern sie in ihrem sechzigminütigen Vortrag „Etwas Empirie: Was wir wirklich über Filterblasen, Fake-News und die digitale Öffentlichkeit wissen“ grundlegende psychologische Erkenntnisse und wenden sie auf soziale Medien an: Menschen reagieren impulsiver auf emotionalisierte Inhalte; sie halten Dinge, die sie oft gehört haben, für wahrscheinlicher; und sie trennen sich ungern von einmal gebildeten Meinungen.
Den Vortrag gibt es auch als Audio-Datei:
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: Digitalgipfel 2017: Deutsche Spitzenpolitik trifft Wirtschaft
Der Gipfel im Nebel. : Digitalgipfel 2017: Deutsche Spitzenpolitik trifft Wirtschaft Die Bundesregierung möchte die mangelhafte digitale Entwicklung Deutschlands beheben. Hierzu wird sich zum Digitalgipfel getroffen und beraten.
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: Russland: Abgeordnete fordern Verbot von VPN-Diensten und Tor-Netzwerk
„Zugang gesperrt“ soll es künftig auch für Benutzer von VPN-Diensten heißen. : Russland: Abgeordnete fordern Verbot von VPN-Diensten und Tor-Netzwerk Abgeordnete der russischen Duma fordern ein Verbot von Software, die es ermöglicht, gesperrte Webseiten aufzurufen. Der Internet-Beauftragte der russischen Regierung nennt die Pläne „Wahnsinn“.
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: Netzpolitischer Wochenrückblick KW23: Menschenrechte abschaffen, Kommunikation abhören
"Menschenrechte abschaffen? Gut, dass ich eine Katze bin!" (diese Katze möchte anonym bleiben, ihre Identität ist der Redaktion jedoch bekannt) : Netzpolitischer Wochenrückblick KW23: Menschenrechte abschaffen, Kommunikation abhören Die Woche im Überblick: Theresa May will Menschenrechte abschaffen, um Anti-Terror-Gesetze zu ermöglichen, Europol und Deutschland arbeiten an Kommunikationsentschlüsselung, doch unerwartete Wahlergebnisse und Personalmangel könnten einiges davon verhindern.