2017
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: Saudi-Arabien: Macarena-Tänzer aus viralem Video festgenommen
Screenshots aus dem Video [M] : Saudi-Arabien: Macarena-Tänzer aus viralem Video festgenommen Die saudische Polizei hat den 14-jährigen Jungen festgenommen, der in den letzten Tagen mit einer Tanz-Einlage weltweit in sozialen Medien für Aufsehen gesorgt hatte.
Der Junge, der ein gestreiftes T‑Shirt, bunte Schuhe und einen Kopfhörer trägt, tanzt in dem 45-sekündigen Video an einer Ampel mitten auf einer Straße in der Küstenstadt Jiddah. Das Video ist mit dem ehemaligen Sommerhit „Macarena“ unterlegt.
https://twitter.com/ahmed/status/899024462401503232?ref_src=twsrc%5Etfw&ref_url=https%3A%2F%2Fwww.theguardian.com%2Fworld%2F2017%2Faug%2F23%2Fhey-macarena-saudi-police-detain-14-year-old-boy-for-dancing-in-the-street
Laut Guardian wurde der Teenager wegen „ungebührlichem Verhalten in der Öffentlichkeit“ und Verkehrsbehinderung verhört. Es ist nicht klar, ob er auch formal angeklagt wurde.
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: Sollen Internetkonzerne Nazis die Infrastruktur entziehen?
Von der Infrastruktur abgeklemmt. (Symbolfoto) : Sollen Internetkonzerne Nazis die Infrastruktur entziehen? Mehrere große IT-Unternehmen haben zuletzt einer amerikanischen Neonazi-Webseite die Infrastruktur entzogen. Jetzt wird diskutiert: Dürfen marktmächtige Unternehmen in die Inhalte eingreifen oder sollten sie sich neutral verhalten? Unser Überblick zu einer komplizierten Debatte.
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: Wahlhilfe-Tool basierend auf Abstimmungen im Bundestag
"WahlWal.de war leider schon vergeben und WahlWachtel.de war irgendwie noch bescheuerter", so beschreiben Martin Scharm und Tom Theile ihr auf Bundestagsabstimmungen basierendes Wahlhilfe-Tool DeineWal.de. : Wahlhilfe-Tool basierend auf Abstimmungen im Bundestag Mit DeinWal.de gibt es zur Bundestagswahl ein neues Wahlhilfe-Tool, mit dem man seine eigenen politischen Positionen mit denen der Parteien im Bundestag vergleichen kann. Das von den Rostockern Martin Scharm und Tom Theile entwickelte Open-Source-Tool basiert dabei auf dem Abstimmungsverhalten der Bundestagsfraktionen. Damit unterscheidet es sich vom bekannten Wahl-O-Maten, für den die Bundeszentrale für politische Bildung Fragen an die Parteien schickt.
Grundlage für DeinWal.de sind die 212 namentlichen Abstimmungen der letzten Legislaturperiode. Hieraus wurden 42 Fragen zu einzelnen Themenbereichen ausgewählt, über die der Nutzer entscheiden kann. So lassen sich die eigenen Positionen mit denen der Parteien im Bundestag vergleichen. Da sich DeinWal.de auf die Entscheidungen im Bundestag bezieht sind, logischerweise, nur CDU, SPD, Linke und Grüne in der Auswertung vertreten.
Sehr spannend ist auch die Heatmap, in der die namentlichen Abstimmungen der letzten Legislaturperiode visualisiert werden und die die Grundlage für DeinWal.de war.
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: Videoüberwachung: Vorerst keine Gesichts- und Verhaltensscanner in Görlitz
Sicherheit durch Täuschung: Die Attrappe eines Polizeifahrzeugs in der Türkei soll Autofahrer zum Langsamfahren bewegen. : Videoüberwachung: Vorerst keine Gesichts- und Verhaltensscanner in Görlitz Mit „Hightech gegen Kriminelle“ will Sachsens CDU vorgehen. In der Grenzstadt Görlitz sollte ein Pilotversuch für „intelligente Videoüberwachung“ starten. Bislang steht nur eine hochauflösende Kamera.
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: Verteidigungsministerium hält an Beschaffung von Kampfdrohnen fest
Die Lenkwaffe „Whip Shot“ des staatlichen IMI-Konzerns wurde für die Beförderung mit leichten Luftfahrzeugen entwickelt. Ist das die Drohnenwunderwaffe für die „German Heron TP“? : Verteidigungsministerium hält an Beschaffung von Kampfdrohnen fest Die Bundeswehr will bewaffnungsfähige Drohnen aus Israel beschaffen, die SPD ließ den Deal zunächst platzen. Der verhandelte Kostenrahmen ist nur bis Ende September gültig, jetzt wird die Neuverhandlung geprüft. Für die Bewaffnung existiere laut dem Verteidigungsministerium „weltweit nur ein Produkt“. Angaben zur Rakete und ihrem Hersteller bleiben geheim.
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: Netzpolitik-Podcast 137 mit Trebor Scholz: Was sind plattformbasierte Genossenschaften?
Der Wissenschaftler und Aktivist Trebor Scholz. : Netzpolitik-Podcast 137 mit Trebor Scholz: Was sind plattformbasierte Genossenschaften? Neue Apps und Features allein lösen die Folgen der digitalen Ökonomie nicht. Das Problem mit Tech-Giganten ist, dass sie in erster Linie Aktionären und erst dann Nutzern und der Öffentlichkeit verpflichtet sind. Deshalb braucht es in der digitalen Welt Genossenschaften. Ein Gespräch über eine internationale Bewegung, die aus einer ökonomischen Kritik hervorgegangen ist.
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: Ray Bradbury: Everything is turned off
Ray Bradbury auf Acryl (von Devon Devereaux). : Ray Bradbury: Everything is turned off Inspirierende Bücher und Geschichten sind – wie in Ray Bradburys „Fahrenheit 451“ – Instrumente der Überlebenskunst. Heute wäre der 97. Geburtstag von Bradbury gewesen, dem 2012 verstorbenen Science-Fiction-Autor der „Martian Chronicles“ oder von „I Sing the Body Electric“ und „A Sound of Thunder“. Es ist zwar kein rundes Jubiläum, aber doch Anlass genug, um auf eine seiner Kurzgeschichten zu verweisen.
Bradburys Kurzgeschichte The Veldt (Spoiler-Alarm, falls man den Film unten noch sehen möchte) ist aus dem Jahr 1950, nimmt aber bereits einige der elektronischen Selbstverständlichkeiten, die wir heute kennen, vorweg und zeigt andere, die man vielleicht ganz gern hätte. Vielleicht…
„The Veldt“ wurde – deutlich erkennbar – in den achtziger Jahren verfilmt und 1989 gesendet. Schon ab 1951 war Bradbury regelmäßig im Fernsehen, später mit seiner eigenen Sendung „The Ray Bradbury Theater“ beim US-Kanal HBO. Mit einer kurzen Einleitung von Bradbury selbst findet man die Kurzgeschichte heute auf Youtube. Und wer dann mehr sucht und wissen will, worum es in „Fahrenheit 451“ geht: Dort gibt auch sein bekanntestes Werk als sechsstündiges Hörbuch (beides Englisch).
https://www.youtube.com/watch?v=erkL_IqlupE
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: Drohnenkrieg und Spionagedrohnen: Bundesregierung vertraut Trump
Drohne Reaper MQ-9 auf der Creech Air Force Base, Nevada. : Drohnenkrieg und Spionagedrohnen: Bundesregierung vertraut Trump Seit die Trump-Regierung für das US-Drohnenprogramm verantwortlich ist, hat die Bundesregierung keine neuen Informationen über den Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz erlangen können. Das geht aus einer Antwort auf parlamentarische Fragen hervor. Die Regierung macht aber Angaben über Großdrohnen zur Überwachung und zu Überflügen beim G20-Gipfel in Hamburg.
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: Fahrerlose Autos brauchen nicht nur Augen
: Fahrerlose Autos brauchen nicht nur Augen Längst sind Protoypen fahrerloser Fahrzeuge auf Europas Straßen und auf allen Kontinenten unterwegs. Neue Herausforderungen bei den autonomen Fahrzeugen zeigen sich oft erst in diesen praktischen Tests: Menschliche Fahrer sind gewöhnlich mit vielen ihrer Sinne am Straßenverkehr beteiligt, wenn sie ein Fahrzeug führen. Wir blicken nicht nur auf die Fahrbahn, auf Schilder am Straßenrand und in den Rückspiegel, sondern nehmen auch beispielsweise Geräusche wahr. Solche Wahrnehmungen können in manchen Situationen für sicheres Fahren entscheidend sein. Unter dem Titel Driverless cars need ears as well as eyes (Fahrerlose Autos brauchen genauso Ohren wie Augen) erschien gerade bei Wired ein Artikel, der Einblick in ganz praktische Fragestellungen bei selbstfahrenden Autos gibt.
Ansätze für das Erkennen von typischen Warnsignalen im Verkehr sind beispielsweise gespeicherte Geräusche in einer Datenbank, die dem Fahrzeug eine Zuordnung erlauben, wenn etwa ein Krankenwagen mit Martinshorn in Reichweite kommt. Es geht aber nicht allein um das Hören, auch das Verstehen von non-verbalen Zeichen wird angesprochen:
Beyond hearing, robocars also must develop some semblance of the other types of communication you take for granted. Think about what happens when you approach a four-way stop. With a nod, a smile, or an extended middle finger, you communicate things like „No, you go ahead“ or „Hey! I’m coming through.“ A wave to pedestrians invites them to cross.
(Zusätzlich zur Fähigkeit zu hören müssen autonome Fahrzeuge auch andere Arten der Kommunikation erlernen, welche uns selbstverständlich erscheinen. An einer Kreuzung haben ein Nicken, ein Lächeln oder auch der ausgestreckte Mittelfinger eine Bedeutung, etwa „Fahren Sie zuerst“ oder ‚Hey, ich bin dran!“ Ein Wink mit der Hand fordert einen Fußgänger zum Überqueren der Straße auf.)
Google hat beispielsweise bereits seit 2015 ein Patent darauf, Fußgängern Signale zu senden, etwa über Lichter an den Türen oder gar mit einer Roboterhand, die Gesten macht. Die Wired-Lektüre vermittelt schon mal eine Vorstellung davon, was uns demnächst erwarten könnte.
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: Netzpolitischer Wochenrückblick KW33: Wahlkampf und Überwachungspakete
Schaut auch mal genauer hin. : Netzpolitischer Wochenrückblick KW33: Wahlkampf und Überwachungspakete Während in Österreich kurz vor der Wahl noch Überwachungspakete verabschiedet werden, hat unsere Bundeskanzlerin einen Wahlkampf-Termin mit vier YouTubern. Hans-Christian Ströbele blickt auf vier Jahre NSA-Untersuchungsausschuss zurück. Beim Wahlprogramm-Vergleich haben wir diesmal einen Blick auf den Breitbandausbau geworfen. Die Themen der Woche im Überblick.
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: Working Hard for the Working Class: Der SPD-Chatbot im Selbstversuch
Für ihn soll ich Wahlkampf machen: SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz : Working Hard for the Working Class: Der SPD-Chatbot im Selbstversuch Die SPD schickt auf Facebook einen Kampagnen-Chatbot ins Rennen, der großzügig Raum für Verbesserungen lässt. Sieht so der Wahlkampf der Zukunft aus? Ein Erfahrungsbericht.
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: Oberlandesgericht München: Adblocker erlaubt
Draußen auf der Straße gibt es noch keine Adblocker. : Oberlandesgericht München: Adblocker erlaubt Das Oberlandesgericht München hat in Verfahren von Süddeutscher Zeitung, ProSiebenSat.1 und einer RTL-Tochterfirma gegen Adblock Plus zu Gunsten des Werbeblockers entschieden.
Die Kläger warfen der Adblocker-Firma Eyeo Marktmissbrauch, Verstöße gegen Urheberrechte und die Aushöhlung der Pressefreiheit vor. Die Verlage seien gezwungen, mit Eyeo teure Verträge zur Durchleitung ihrer Anzeigen abzuschließen, so die Argumentation. Deshalb müsse der Vertrieb des Adblockers eingestellt und die Erstellung der Blockliste „Easylist“ untersagt werden, so die Kläger, die auch Schadenersatz geltend machten.
Doch die Medienhäuser sind in München mit allen Ansprüchen gescheitert. Die Kammer hatte bereits in der Verhandlung im März klargemacht, dass es der Argumentation der Kläger an Durchschlagskraft fehle. So bejahte der vorsitzende Richter zwar, dass Eyeo mit den Medienunternehmen in einem Wettbewerbsverhältnis stehe, was in vorangegangenen Verfahren noch in Frage gestellt worden war. Für einen Marktmissbrauch fehle jedoch die notwendige Marktmacht.
Endgültig geklärt werden kann der Sachverhalt jetzt nur noch vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe.
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: Österreich: Mitmachen und Überwachungspaket verhindern
In Österreich droht eine massive Ausweitung der Überwachung. : Österreich: Mitmachen und Überwachungspaket verhindern Ähnlich wie in Deutschland versucht die Große Koalition in Österreich, in letzter Sekunde eine massive Ausweitung von anlassloser Überwachung zu beschließen. Noch wenige Tage haben österreichische Bürger Zeit, sich an der Konsultation zum geplanten Überwachungspaket zu beteiligen.
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: Datenschutz für Kinder? Let’s save the Internet for future generations
: Datenschutz für Kinder? Let’s save the Internet for future generations Unsere Autorin Kirsten Fiedler hat bei der TedXLiege-Konferenz in Belgien über Datenschutz für Kinder gesprochen: Let’s save the Internet for future generations.
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: Kampf gegen den Islamischen Staat: Youtube löscht offenbar zu viele Videos
Szenerie nach einem Luftschlag in Raqqa. : Kampf gegen den Islamischen Staat: Youtube löscht offenbar zu viele Videos Nichtregierungsorganisationen beklagen, dass Youtube bei der Löschung von „extremistischen Inhalten“ auch Videos löscht, die den Krieg in Syrien dokumentieren. Ein unabhängiges Archiv hat jedoch die Videos gespeichert.
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: Stelldichein mit YouTubern: Merkel burnt sie alle
Youtuberin "ItsColeslaw" interviewt Angela Merkel (Screenshot). : Stelldichein mit YouTubern: Merkel burnt sie alle „Frau Bundeskanzlerin… Oder ist Frau Merkel ok?“ „Frau Merkel ist absolut ok.“ … so fing das Gespräch zwischen der Bundeskanzlerin und vier YouTubern an. Unsere drei jungen Praktikanten haben es in der Redaktion auf dem Beamer geschaut und kommentieren es.
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: Wir haben Fragen zum Google-Wahlkampfgeschenk an die Kanzlerin
Alle glücklich. Gruppenbild mit Kanzlerin beim Youtube-Interview. (Screenshot) : Wir haben Fragen zum Google-Wahlkampfgeschenk an die Kanzlerin Alle sind glücklich mit dem tollen und frischen Auftritt der Kanzlerin bei den Youtubern. Bekommen jetzt alle Parteien eine kostenlose Wahlkampfunterstützung von Google & Co? Ein Kommentar.
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: netzpolitik.org is celebrating: Join our conference and party
Fight for your Digital Rights! : netzpolitik.org is celebrating: Join our conference and party We are celebrating our 13th birthday with a conference and party. Take a look at our program and be sure to come to Berlin on September 1st – to participate, to share your ideas, to socialize, and, of course, to party.
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: Türkei: Starke Selbstzensur und weniger Tweets nach Putschversuch
Das Motiv des Twitterlogos mit Gasmaske, tauchte an den Hauswänden Istanbuls während der Gezi-Proteste 2013 auf. Seitdem hat sich viel verändert - auch auf Twitter. : Türkei: Starke Selbstzensur und weniger Tweets nach Putschversuch Die Einschüchterung der türkischen Gesellschaft wirkt sich auch auf Twitter aus. Eine Studie hat die Nutzung des sozialen Netzwerks vor und nach dem Putschversuch untersucht.
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: Düsterer Dienst: Recherche deckt Geschäftspraktiken von Palantir auf
Im Herrn der Ringe sind die Palantíri neben dem Ring die wichtigsten Herrschaftsinstrumente. : Düsterer Dienst: Recherche deckt Geschäftspraktiken von Palantir auf In den USA arbeiten Geheimdienste seit Jahren mit dem Unternehmen Palantir zusammen. Nun geht Palantir Verträge mit Städten und lokalen Behörden ein und es wird einfacher, etwas über die Geschäftspraktiken herauszufinden: Palantir ist vor allem teuer und zwingt Behörden in eine Lock-In-Situation.