Raphael Schön hat für die Vice ein Interview mit William Binney, dem ehemaligen Technischen Direktor der NSA, veröffentlicht. Abgesehen von der interessanten Idee, Hacker-Kollektive zur Qualitätskontrolle für Geheimdienste einzusetzen (Bundesinnenminister Thomas de Maizière würde ja eine Notfall-Hotline zum Chaos Computer Club genügen), beschreibt der Whistleblower eine eher ungewohnte Strategie im Umgang mit seiner Privatsphäre:
Nein, ich verwende keine Verschlüsselung. Aus zwei Gründen: Erstens würde jeder, mit dem ich verschlüsselt kommuniziere, automatisch zum Ziel werden. Und zweitens soll alles, was ich tue, öffentlich passieren. Genauer gesagt, will ich sogar, dass diejenigen, die mich überwachen, alles hören und lesen, was ich zu sagen habe. Und wenn sie mich vor Gericht bringen wollen: Gut, los geht’s.
Das ganze Gespräch gibt es hier, weitere Hintergründe zur Person Binneys sowie Video-Statements, die wir anlässlich einer Preisverleihung Anfang des Jahres aufzeichnen konnten, hier und hier.