Ton Siedsma.Im vierten Teil unserer kleinen Serie mit Rückblick in unser umfangreiches Archiv zur Vorratsdatenspeicherung verweisen wir gerne auf einen unserer erfolgreichsten Artikel ever: „Metadaten – Wie dein unschuldiges Smartphone fast dein ganzes Leben an den Geheimdienst übermittelt“. Ton Siedsma von Bits of Freedom hat seine Metadaten einer ganzen Woche an niederländische Journalisten weitergegeben und die zeigen daran auf, dass Verbindungsdaten nicht harmlos sind. Die Geschichte passt prima als Konter zu dem Argument, dass Metadaten / Verbindungsdaten ungefährlich seien, weil damit ja nicht der Inhalte gespeichert würde.
Geheimdienste sammeln Metadaten über die Kommunikation aller Bürger. Die Politiker wollen uns glauben machen, dass diese Daten nicht allzu viel aussagen. Ein Niederländer hat das überprüft und das Gegenteil demonstriert: Metadaten verraten viel mehr über dein Leben, als du denkst.
Mit der Vorratsdatenspeicherung sollen unsere Metadaten bei Telekommunikationsanbietern zwangsgespeichert werden. Lest die Geschichte und verteilt sie weiter.
Im Dezember hat das Justizministerium einen ersten Entwurf für die Neuauflage der Vorratsdatenspeicherung vorgelegt. Dieser stößt bei zivilgesellschaftlichen Gruppen auf Kritik, die vor anlassloser Überwachung warnen.
Die Bundesregierung will Internet-Zugangs-Anbieter verpflichten, IP-Adressen aller Nutzer für drei Monate zu speichern. Das geht aus dem Gesetzentwurf zur Vorratsdatenspeicherung hervor, den das Justizministerium veröffentlicht hat. Das Gesetz betrifft auch Internet-Dienste wie E-Mails und Messenger.
Die EU-Staaten fordern ein neues Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung, das weit über die alten Gesetze hinausgeht. Das geht aus einem EU-Dokument hervor, das wir veröffentlichen. Praktisch alle Internet-Dienste sollen Daten ihrer Nutzer anlasslos speichern, auch Messenger wie WhatsApp und Signal.
Also ein Smartphone würde ich per se nicht gerade unschuldig nennen, da fängt man schonmal ganz falsch an…
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