Dokumentation: Youtuber – Stars einer neuen Generation

Am 27. Mai wurde eine Dokumentation der Oscar-nominierten Regisseurin Nanette Burstein über deutsche Youtuber veröffentlicht. Dabei begleitete sie die drei bekannteren YoutuberInnen LeFloid, Wohnprinz und Joyce. Die Youtuber erzählen von ihrer Motivation, ihren Anfängen und wie sich ihre Leben verändert haben.


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Letztendlich zeigt die Doku durchaus, welches Potential derartige Formate haben. Gerade LeFloid versucht zumindest, zu Diskussionen anzuregen und gerade eben ein eher junges Publikum für das aktuelle Weltgeschehen zu interessieren. Dadurch ergibt sich auch eine gewisse Verantwortung. Gerade politisch relativ unbedarften Teenagern komplexere politische Zusammenhänge zu vermitteln, erfordert ein gewisses Feingefühl. Damit hatte der Youtuber Dner auch schon seine Probleme, als er in einem seiner Videos offen Sympathien für die AfD bekundete.

Nun ist es aber durchaus so, dass es eben auch Beauty-, Comedy- und besonders Gaming-Channels gibt wie Sand am Meer. Diese Thematik klingt nur ein Mal ganz kurz an. Auch wird kein Wort darüber verloren, welche Rolle das Internetvermarktungsunternehmen Mediakraft für deutsche Youtuber spielt. Besonders jemand wie LeFloid, der bei Mediakraft unter Vertrag stand, hätte hier Einblicke liefern können.

Auch wenn Youtuber ihr Hobby, wie in der Doku erwähnt, inzwischen professionell betreiben und somit zu ihrem Beruf gemacht haben, wurde wohl nicht verstanden, dass ihr Produkt nicht ganz neu ist. Letztendlich wird auch hier etwas verkauft, das so alt ist wie Popkultur selber: einen Star zum Anfassen. Was früher sogenannte Castingbands waren, sind heute Youtuber, und was die Bravo war, ist heute Youtube.

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