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„Citizenfour“ – Massenüberwachung und die Versprechungen des Rechts

Am Rande der Konferenz „Die Versprechungen des Rechts“ – dem 3. Kongress der deutschsprachigen Rechtssoziologie-Vereinigungen vom 9. bis 11. September in der Berliner Humboldt-Uni – wird auch der Film „Citizenfour“ von Laura Poitras (kostenlos & OmU) gezeigt, und zwar am Donnerstag, dem 10.9. um 18:30 Uhr in der HU Berlin (Hörsaal 2094, Hauptgebäude Unter den…

  • Ulf Buermeyer

Am Rande der Konferenz „Die Versprechungen des Rechts“ – dem 3. Kongress der deutschsprachigen Rechtssoziologie-Vereinigungen vom 9. bis 11. September in der Berliner Humboldt-Uni – wird auch der Film „Citizenfour“ von Laura Poitras (kostenlos & OmU) gezeigt, und zwar am Donnerstag, dem 10.9. um 18:30 Uhr in der HU Berlin (Hörsaal 2094, Hauptgebäude Unter den Linden). Im Anschluss ist eine Diskussion mit einem/r Vertreter_in unserer Redaktion u. a. über #Landesverrat und die Bedeutung des Whistleblowing geplant.

Aus der Ankündigung:

„Citizenfour“ war das Pseudonym des Whistleblowers Edward Snowden, als er im Jahr 2013 Kontakt zu den Journalisten Laura Poitras und Glenn Greenwald aufnahm, um die Öffentlichkeit über die Massenüberwachung und ‑manipulation durch Geheimdienste zu informieren. „Citizenfour“ ist auch der Name des preisgekrönten Dokumentarfilms, den Laura Poitras über diesen Coup drehte: Erstmals gibt es die Chance einer umfassenden und systematischen öffentliche Aufarbeitung der undemokratischen Praxen der Geheimdienste im digitalen Raum. Der 114 Minuten lange Film zeigt in packender Weise, wie es den Journalisten und Edward Snowden gelang, die Informationen über die Praktiken der NSA zu veröffentlichen.

Seit zwei Jahren ringt auch die deutsche Öffentlichkeit um Aufklärung. Neben dem journalistischen Interesse und rechtlichen Debatten gibt es öffentlichen Protest und einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss, der sich um Aufklärung bemüht. Aber auch die Geheimdienste bleiben aktiv. Sie streben nach weitergehenden Befugnissen und Ressourcen und gehen aktiv gegen die Beleuchtung ihrer Praxis vor, wie das Beispiel des Blogs „netzpolitik.org“ eindrucksvoll vor Augen geführt hat.

Aktuelle Infos finden sich auf der Homepage der Konferenz.

Über die Autor:innen

  • Ulf Buermeyer

    @vieuxrenard ist Jurist und lebt in Berlin. 2013/2014 studierte er im Rahmen eines Sabbaticals amerikanisches Recht im LL.M.-Studiengang der Columbia University in New York City. Die Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit liegen im Verfassungsrecht, das er in seiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bundesverfassungsgerichts auch in der Praxis kennenlernte, sowie im Strafrecht. 2014 wurde er mit einer Arbeit über Datenschutz und Informationsfreiheit in den Berliner Gefängnissen promoviert. Er war während seines Studiums Netzwerk-Admin an der Uni Leipzig und programmiert, seit er zum 10. Geburtstag einen 64er bekam - derzeit vor allem in PHP und Objective-C. Er hat eine Homepage und ist u.a. Mitglied im CCC und im Digitale Gesellschaft e.V. Kontakt: Ulf (a) netzpolitik dot org (OpenPGP).


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5 Kommentare zu „„Citizenfour“ – Massenüberwachung und die Versprechungen des Rechts“


  1. Steini Platte

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    @netzpolitik
    Soweit ich weiss war Edward Snowden’s Pseudonym „Verax“ (lateinisch für Der die Wahrheit sagt) als er zunächst Kontakt mit Glenn Greenwald Kontakt aufzunehmen versuchte.
    Der reagierte aber zunächst nicht, also wandte sich Ed nach einiger Zeit an Laura Poitras und die Geschichte nahm ihren Lauf.
    Das „Citizenfour“ der Name des preisgekrönten Dokumentarfilms ist stimmt, übrigens sehr sehenswert!
    Oder irre ich mich?
    Meine Quelle: Verschwörung gegen die Freiheit – Teil 1 Zeitindex 12.45min (zweiteilige ZDF-Dokumentation von Elmar Theveßen)
    https://www.youtube.com/watch?v=xB80IRbStVE


  2. albtraumEUUS

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    Ein klein wenig off-topic aber als ich das las (heise.de), noch ohne Kaffee, fiel ich fast vom Stuhl.
    Die EU und die USA wollen per Gesetz die FIRMWARE von (WLAN-)Routern sperren.
    Mit einer Argumentation weit jenseits von Gut und Böse. Ein hartes W T F ‑Was ist da los ?
    Der Grund kann nur Korruption, Profit und Geheimdiensteinfluss sein ? Oder ist doch schon wieder der 1. April ?

    Patchen , Sicherheitsupdates, benutzerfreundliche freie Funktionserweiterungen einer wichtigen IT-Infrastruktur sind künftig nicht mehr möglich, bzw. nur mit.…… freundlicher Genehmigung einer US- oder EU-Behörde.
    .….….… Bevor ich hier noch verbal ausraste, ich überlasse euch die Bewertung.


    1. Steini Platte

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      Alter Schwede, wie bitte? Der Tag ist bereits jetzt im Arsch, mir ist gerade fast der Kaffee aus der Hand gefallen als ich den Kommentar las!
      Ist dieser Artikel gemeint?
      https://www.heise.de/netze/meldung/Funkregulierung-Angriff-auf-alternative-Software-2803189.html
      Die Begründung, die auf Nachfrage kommen wird ist klar: Sicherheit™ und Kampf gegen den Terror™!
      GRRRRRRRRRRRR!!!!


  3. Steini Platte

    ,

    „Diverse Organisationen werden dazu aufrufen, der FCC die Meinung zu sagen. Dazu hat jedermann bis zum 9. Oktober 2015 Gelegenheit, auch Ausländer; den Termin hatte die FCC auf Wunsch der Industrie um einen Monat verlängert.“

    Volle Attacke Leute!


  4. Steini Platte

    ,

    Kommentar von Marwolf 2004 auf heise,de:
    „Dabei entlarvt sich dieses sog. Gesetz ja schon im ersten Artikel, Absatz 3:

    „Diese Richtlinie gilt nicht für Funkanlagen, die ausschließlich für Tätigkeiten im Zusammenhang mit der öffentlichen Sicherheit, der Verteidigung, der Sicherheit des Staates einschließlich seines wirtschaftlichen Wohls, wenn sich die Tätigkeiten auf Angelegenheiten der staatlichen Sicherheit beziehen, oder für die Tätigkeiten des Staates im strafrechtlichen Bereich benutzt werden.“

    Alles klar?“

Dieser Artikel ist älter als 10 Jahre, daher sind die Ergänzungen geschlossen.