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Berlin bekommt 650 weitere WLAN-Hotspots mit kostenlosem Internet

stoeha-smallSeit rund zehn Jahren verspricht die Berliner Politik über alle Parteigrenzen hinweg kostenloses WLAN für alle. Bisher gab es davon nicht viel zu sehen. In einem Testprojekt installierte Kabel Deutschland an 90 Orten WLAN-Hotspots mit 30 Minuten kostenfreiem Netz, das Projekt PublicWIFI wurde von der Landesmedienanstalt Berlin-Brandenburg gefördert (in deren Medienrat ich Mitglied bin). Parallel dazu gibt es über 350 Hotspots der Freifunker (Deren Backbone-Infrastruktur auch von der MABB gefördert wird).


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Im vergangenen Jahr hatte der Berliner Senat 170.000 Euro ausgeschrieben. Heute wurde eine Vergabe bekannt gemacht: Auswahlentscheidung im WLAN-Projekt getroffen.

„Die Firma wird mehrere hundert Standorte mit einem 24/7, d.h. zeitlich unbegrenzt kostenfrei nutzbarem WLAN ausstatten“, erläutert Böhning das Angebot. „Und dies nicht nur in der Innenstadt, sondern mit einer Verteilung auf alle interessierten Bezirke.“ Berlinerinnen und Berliner, aber auch Touristinnen und Touristen sollen von der neuen WLAN-Infrastruktur profitieren.

In der BZ ist zu lesen, dass es sich um insgesamt 650 Hotspots handelt: Endlich kostenloses WLAN für Berlin!

Das Rennen um den Senats-Auftrag (170.000 Euro) machte nach B.Z.-Informationen “abl social federation”. Ein 14-Mitarbeiter-Betrieb, gegründet 2013. Die Experten bestückten unter anderem schon Stadien (z.B. VfL Bochum), Ministerien, die Presseräume beim letzten G7-Gipfel. “Bis Jahresende wollen wir in Berlin 650 Hot-Spots installiert haben”, sagt Technik-Chef Benjamin Becker (29). In Rathäuser, Bibliotheken, Bürgerämter. Becker: “In jede Richtung wirkt ein Hotspot etwa 250 Meter.” Die etwa 30 x 40 Zentimeter großen, weißen Kästen mit oder ohne Antenne stammen vom weltgrößten Lieferanten Cisco.

Die 250 Meter Wirkung in jede Richtung ist eher Wunschdenken, da muss nur ein Baum oder eine Wand dazwischen stehen…

Wir sind gespannt, wie das funktionieren wird. Flächendeckend ist was anderes, aber besser als (wie bisher) nichts. Das Geschäftsmodell dahinter soll Werbung sein, allerdings lauf BZ nur zehn Sekunden am Anfang.

Über Datenschutzfragen können wir Euch erst informieren, wenn es dazu mehr Infos gibt und/oder die teile in Betrieb genommen werden.

3 Kommentare
  1. Mit Anmeldequatsch oder ohne?

    „Werbung“? Wie genau, auf dem captive Portal? Mit Captcha, bei dem dann Fragen über den Spot gestellt werden, oder wie muss ich mir das vorstellen?

    Ich hab nämlich auch schon mal nen „Hotspot“ erlebt, der bei HTTP-Verbindungen (das sieht bei mir natürlich nur so aus wie unverschlüsseltes Websurfen, ist in Wahrheit fteproxy) offenbar Werbekacke injizierte und damit die Verbindung verdarb, IIRC. Also das … nein Danke.

    Da lob ich mir Freifunk. Alles andere ist nach meinem Verständnis Augenauswischerei.

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