Angreifer konnten Daten von Bundestags-Rechnern kopieren

Beim jüngsten Angriff auf die IT-Infrastruktur des Deutschen Bundestags sind offenbar Daten entwendet worden, berichtet der Spiegel. Es seien „zwischenzeitlich vereinzelte Datenabflüsse festgestellt worden“, so eine Sprecherin der Bundestagsverwaltung. Betroffene Büros seien „informiert, und Gegenmaßnahmen sind ergriffen worden“. Darüber hinaus lägen aber „keine neuen Erkenntnisse vor.“

Nach wie vor ist unklar, wer hinter der Attacke steht; aufgrund der Komplexität des Angriffs wollten Experten die Mitwirkung von Geheimdiensten nicht ausschließen. Erste in der Vorwoche bekannt gewordene Spuren sollen nach Osteuropa geführt haben. Details sind aber nach wie vor nicht bekannt, ebensowenig, ob der Angriff mittlerweile vollständig abgewehrt wurde oder ob auf einzelnen Rechnern immer noch Trojaner aktiv sind.

No Tracking. No Paywall. No Bullshit.

Unterstütze auch Du unseren gemeinwohlorientierten, werbe- und trackingfreien Journalismus.

Die Arbeit von netzpolitik.org finanziert sich zu fast 100% aus den Spenden unserer Leser:innen. Werde Teil dieser einzigartigen Community und unterstütze jetzt unsere Arbeit mit einer Spende.

Jetzt spenden

2 Ergänzungen

  1. Scheibchenweise bekommt der Souverän wieder die Wahrheit präsentiert. In 1 – 2 Wochen heißt es dann, dass der komplette Bundestag kopiert wurde. Na dann hoffen wir mal, dass da keiner was zu verbergen hatte. Schei**e schwimmt bekanntlich immer nach oben. Wäre nicht das erste mal, dass kompromitierende Infos geleakt werden.

    In dem Zusammenhang hatte der Bundesrechnungshof mit seinem Urteil wohl Recht, über das mit großem Tatamtam vom damaligen InnenFriedrich eingeführte „Cyber-Abwehr-Zentrum“. Jetzt könnten die Nasen mal beweisen, dass sie ihr Geld wert sind und außer Lagebesprechungen auch „Cyber-Gefahren“ abwehren können.

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Bitte keine reinen Meinungsbeiträge! Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.