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Visualisierung der DDR-Proteste

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  • Markus Beckedahl

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Correct!v hat Zahlen und Daten der Proteste visualisiert, die zum Zusammenbruch der DDR geführt haben: Der Sturm.

Als vor 25 Jahren das Unrechtsregime der DDR in sich zusammenbrach, war dies einer friedlichen Revolution geschuldet. Millionen Bürger demonstrierten zwischen Rostock und Chemnitz, von Suhl bis Neubrandenburg. Sie gingen auf die Straße, nicht nur bis zum Mauerfall, sondern weit darüber hinaus, weil sie für ihre Freiheit protestierten und kämpften.

Heute ist dieser gewaltfreie Volksaufstand und die anschließende Wiedervereinigung in der Erinnerung einiger Menschen zusammengeschnurrt auf das Verhandlungsgeschick weniger Personen. Helmut Kohl, der damalige Bundeskanzler, sagt etwa: Nicht die Bürgerrechtsbewegung hätte “in erster Linie” die Wende durchgesetzt. Vielmehr sei Gorbatschow durch “die Bücher durchgegangen” und habe festgestellt, dass er “am Arsch des Propheten” sei. Vorstellungen, die Revolutionäre im Osten hätten den Zusammenbruch der DDR bewirkt, seien dem „Volkshochschulhirn von Thierse“ entsprungen.

Das Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V. hat die Daten der Revolution gesammelt: Alle Demonstrationen zwischen dem 13. August 1989 und dem 30. April 1990. Die Besetzungen der Stasizentralen, die Proteste und Märsche. Wir von CORRECT!V haben diese Daten sichtbar gemacht. Man erkennt, wie der Protest immer größer wird, bis er das ganze Land erfasst, und wie sich aus einzelnen Stimmen ein Sturm der Empörung formt, der die Herrschaft der Honeckers und Mielckes hinwegfegt. Es waren nicht einzelne, es war das Volk, das die Wende brachte.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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2 Kommentare zu „Visualisierung der DDR-Proteste“


  1. „Millionen Bürger“, wer hat sich denn diese Zahl ausgedacht? Die Platzverhältnisse haben doch nur 200.000 zugelassen.


  2. […] Zahlen und Daten der Proteste in der DDR. […]

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