Hassan Rohani, der Präsident des Iran, kritisierte in einer im iranischen Staatsfernsehen ausgestrahlten Rede die Internetzensur im Iran. Dort werden bis dato unter anderem Seiten wie Twitter, Facebook und YouTube geblockt, da sie unerwünschte politische oder sexuelle Inhalte enthalten könnten. Schon im Mai hatte er sich für die Entsperrung des Kurznachrichtendienstes WhatsApp eingesetzt, er selbst twittert unter Umgehung der offiziellen Sperren und stellt deren Wirksamkeit beim Schutz vor „unmoralischen Inhalten“ in Frage:
Manche Menschen denken, wir können Probleme durch das Bauen von Mauern lösen. Aber wenn du Filter einsetzt, nutzen die anderen Proxies. […] Die gegenwärtige Politik funktioniert nicht. Mit Gewalt kommt man zu keinen Ergebnissen.
Rohani plant, auch allgemein den Internetzugang für die iranische Bevölkerung zu verbessern und für schnelleren Mobilzugang zu sorgen. Das ist nicht bei allen gern gesehen, aus konservativen Kreisen stößt er mit seiner vergleichsweise liberalen Einstellung auf scharfe Kritik. Doch auch wenn Rohanis Absichten zu begrüßen sind, andere Teile seiner Politik sind es weniger. Seit seinem Amtsantritt ist etwa die Anzahl an Hinrichtungen angestiegen.
