Datenschutz

Datenschutz: Offener Brief an den EU-Ministerrat von europäischen NGOs

Heute ist der europäische Datenschutztag, aber eines der zentralsten Projekte auf diesem Gebiet, die EU-Datenschutzgrundverordnung, wird aktiv durch den EU-Ministerrat blockiert. Auf diesem Grunde haben 18 europäische Bürgerrechtsorganisationen, darunter die Digitale Gesellschaft einen offenen Brief (pdf) an den EU-Ministerrat verfasst, in dem sie den verschleppten Prozess kritisieren:

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[…] we, the undersigned non-profit organisations committed to defending the individuals’ rights in the online environment, take this opportunity to share with you our deep concerns about the lack of progress concerning data protection in Europe. In our age of fast technological changes, this amounts to retrogression.

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3 Kommentare
  1. Also – fassen wir das Geschehen mal zusammen:

    Seit Jahren wird in der EU um den Datenschutz gestritten, wir erleben alltäglichen Missbrauch durch Geheimdienste, Regierungen, Konzerne, und es geschieht – NICHTS!!!

    Ach so – neee. Wir schreiben da nochmal einen Brief (den gefühlten 110.) Jaja, wer schreibt, der bleibt. So wurden ja auch schon die AKWs abgeschaltet – weil man brav ‚BITTE‘ gesagt hat.

    Hallo – aufwachen da draußen:

    „Wir können gerade das Versagen einer ganzen Generation beobachten, die sich weigert, die Herausforderung dieser Zeit anzunehmen. Stattdessen wird der tief verwurzelte politische Analphabetismus als Lifestyle zelebriert mit einem zynischen Schulterzucken, das eher wie stammelnde Hilflosigkeit wirkt als wie stoische Abgeklärtheit.“

    http://wagnisdemokratie.wordpress.com/

  2. Im Internet ist es in den letzten 15 Jahren zu gesellschaftlichen und strukturellen Fehlentwicklungen gekommen ist. Diese Fehlentwicklungen lassen sich grob in drei Kategorien Einteilen:

    a) Intensivste Nutzung von personalized data monitoring (dem Beobachten und Auswerten personenbezogener oder personalisierbarer Daten) unter Ausnutzung des jeweils günstigsten politischen Gemeinwesens im wirklichen Leben außerhalb des Internet.

    b) es hat sich das Prinzip: alles wird für immer gespeichert entwickelt. Massenspeicher ist in den letzten 20 Jahren kontinuierlich billiger geworden. Der Besitz an Daten stellt mittlerweile einen Wert an sich dar. Das Prinzip der “ewigen Sammlung” bezieht sich auf nahezu alle Daten, die dem jeweiligen Suchmaschinenanbieter, social media network (gesellschaftlichen Netzwerken) usw. überantwortet werden. Teilweise sind mittlerweile die Rechtsbeziehungen zwischen Nutzer und Anbieter so angelegt, dass der User (der Mensch, der das Internet irgendwie benutzt) sein Eigentum an Dateien (zB Bildern) aufgibt und dem Hoster (die Firma, die die Daten im Internet speichert) übergibt, wenn er Daten bei diesem speichert.

    c) Die einst flache Struktur des Internet -gerade auch im WWW (World Wide Web – weltweites Netz)- ist einer eindimensionalen, hierarchischen Struktur gewichen. Wenige Anbieter generieren nicht nur den meisten Traffic (Datenverkehr im Internet), sie nehmen insbesondere durch Marketingwerkzeuge mehr und mehr Einfluss auf die Inhalte im Netz.

    Kurzum: es wäre nicht völlig verkehrt wenn man sagt: das Internet gehört mehr und mehr wenigen großen Firmen und wird in seiner Struktur von wenigen Staaten “regiert”.

  3. … es wäre schön, wenn dieser Text/Brief denn so verfasst wäre,
    dass ein normaler Mensch das gut lesen kann.
    Wenn ich sehe, dass EIN Satz über mehr als drei Zeilen
    geht, erkenne ich ein echtes Problem.
    … befürchte, dass so;
    viel Potential verspielt wird.

    Wünsche viel Erfolg für die Aktion.

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