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Widerstand gegen den digitalen Überwachungsstaat

Die ARD-Kultursendung Titel Thesen Temperamente berichtete am Sonntag Abend, wie die Wissenschaftlerin Shoshana Zuboff zum Widerstand gegen den digitalen Überwachungsstaat aufruft: Wehrt Euch. Dem können wir uns nur anschließen. Inhalt von YouTube anzeigen In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed…

  • Markus Beckedahl

Die ARD-Kultursendung Titel Thesen Temperamente berichtete am Sonntag Abend, wie die Wissenschaftlerin Shoshana Zuboff zum Widerstand gegen den digitalen Überwachungsstaat aufruft: Wehrt Euch. Dem können wir uns nur anschließen.

In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

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Wir waren unendlich naiv. Wir dachten immer, Geheimdienste überwachen nur Terroristen. Google, Facebook und Apple nutzen unsere Daten nur, um uns das Leben leichter zu machen. Tatsächlich können Internetkonzerne und Sicherheitsdienste heute schon vorhersagen, was wir morgen tun werden. Erst jetzt wird uns langsam bewusst, was es bedeutet, dass die wertvollsten Rohstoffe der Welt nicht Gold oder Erdöl sind, sondern unsere Daten. Wir stehen am Anfang einer völlig neuen Epoche des Wirtschaftens. „Wir bewegen uns vom industriellen Zeitalter hin zu einer neuen Art der Wirtschaft, die auf Information basiert“, sagt Shoshana Zuboff, Wirtschaftswissenschaftlerin an der Harvard University. „Und die Grundlage dieser Wirtschaftsform ist die Überwachung. Der staatliche Sicherheitsapparat und private Internetfirmen haben ein gemeinsames Interesse, die Kontrolle über unendlich große Datenmengen auszuüben. Das ist extrem beunruhigend.“

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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7 Kommentare zu „Widerstand gegen den digitalen Überwachungsstaat“


  1. interessanter beitrag – danke für das verlinken! doch ein ernstzunehmender „aufruf zum widerstand“ ist das aus meiner sicht (noch) nicht. dazu fehlt es an konkretem. das wird der nächste schritt sein …


    1. @ micha, deine Antwort belegt recht gut, dass du es noch nicht begriffen hast. Er reicht bereits. Ein Mehr an Einschränkungen von Grundrechten durch unsere Politiker ist nicht notwendig. Wer noch neugierig auf mehr Schreckensmeldungen ist, hat die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt. Jeder Schritt, der bereits getan wurde, war einer zu viel.


      1. Mickey Maus

        ,

        @Wisky: Er meinte wohl eher den nächsten Schritt des Widerstands.

        Für mich bedeutet Widerstand: nicht soviel von mir preis geben, und wenn dann verschiedene Pseudonyme verwenden… und bewusster beim Kaufen hinterfragen.


  2. ich fände es gut, wenn sich Herr Mohr, auch zivilgesellschaftlich Engagieren würde. d.H. das er seinem Erkenntnissgewinn auch Taten folgen lässt. Das gilt allerdings auch für jeden.


  3. Wer mit für mehr Aufmerksamkeit sorgen möchte, kommt am 5. November mit auf die Straße – Million Mask March ;)


  4. WurstBrot

    ,

    Und was soll man aus diesem Aufruf folgern? Soll man das Netz nicht mehr nutzen? Das kann doch auch nicht sein. Ich möchte mich doch beteiligen.

    Was sind denn überhaupt private Daten?


  5. justme2h

    ,

    Ich kanns ja irgendwie schon verstehen, dass bestehende Infrastruktur gerne genutzt wird um Sachen zu verbreiten, ist schnell, billig und erreicht viele Leute.

    Trotzdem kann ich über die Meisten dieser „Wehrt euch endlich“ Aufrufe nur noch Lachen (oder eigentlich mehr weinen). Denn ich habe bisher noch keinen gesehen untem dem nicht der bekannte „Gefällt mir“ Link in blau geglänzt hat. Ausnahmslos alle Videos solcher Aufrufe waren wie eingebunden.… über Youtube natürlich.

    Wie sollen denn bitte nicht netzpolitisch aktive Leute verstehen, dass es Zeit ist sich nach Alternativen umzusehen, wenn es auf sämtlichen Webseiten nach wie vor so präsent ist? Und vorallen Dingen ohne Alternative dargestellt wird? Auch netzpolitik.org könnte da mal mit besserem Beispiel vorangehen finde ich. Betrifft aber auch viele andere Webseiten.

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