Wissen

Podiumsdiskussion „Netzpolitik – Nur mit Freier Software?“

(Gastbeitrag von Erik Albers von der Free Software Foundation Europe.)

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Kurz vor der Wahl zum 18. Deutschen Bundestag üben sich alle beteiligten Parteien mit Hochdruck im Wahlkampf und Stimmungsfang. Wie die Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2013 der Free Software Foundation Europe (FSFE) zeigen, wird dabei auch dem Thema Freier Software, Datenschutz und Autonomie der Verwaltung mehr und mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Doch wie sieht es eigentlich bei den Jungparteien, den Politikern von morgen, aus? Denkt die Junge Union eigentlich auch noch dass das Internet für uns alle Neuland ist?

Um das herauszufinden veranstaltet die FSFE an diesem Donnerstag, 12. September, von 19:00 bis 21:00 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema „Netzpolitik – Nur mit Freier Software?“ mit namhaften Vertretern der Jugendorganisationen aller aktuell im Bundestag vertretenen Parteien sowie der Piratenpartei. Moderiert wird die Veranstaltung von der FSFE. Die Veranstaltung ist öffentlich, die Teilnahme kostenlos. Nach einer einführenden Vorstellung und anschließender Debatte wird die Diskussionrunde geöffnet und das Publikum hat die Möglichkeit eigene Fragen zu stellen.

Im Anschluss gibt es einen kleinen Stehempfang und damit Raum für weitere, persönlichere Gespräche.

Gäste des Podiums sind:

  • Anton Eplinus (Grüne Jugend) aus Hamburg, stellvertretender Koordinator Fachforum Netzpolitik und Kultur
  • Florian Häber (’solid), Mitglied im Bundessprecher_innenrat
  • Kateryna Kremkova (Jungsozialisten), Arbeitsbereich Netzpolitik im Landesvorstand Berlin
  • Thomas Möhle (Junge Liberale) – Bundesarbeitskreis Netzpolitik und Medien, Stv. Landesvorsitzender der Jungen Liberalen Niedersachsen e.V.
  • Christian Wohlrabe (Junge Union), Referent für Netzpolitik und Digitalisierung bei der JU Deutschland
  • Florian Zumkeller-Quast (Junge Piraten), Vorsitzender der Jungen Piraten

Moderation: Free Software Foundation Europe Veranstaltungsort: Büro 2.0, Weigandufer 45, 12059 Berlin

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6 Kommentare
  1. Warum formulieren wir dieses Thema als Frage und nicht als Forderung?
    Was macht die junge Union da, und die anderen Teile von Parteien, die ein System der Überwachung installiert, befördert und geduldet haben, weil es ihrer Agenda entspricht (Hallo SPD!)?
    Eine weitere Podiumsdiskussion, bei der Jungpolitiker rumwieseln und behaupten sie sähen doch alles so viel anders als ihre großen Brüder im Bundestag (um dann ein Jahrzehnt später die gleiche digitale Agenda zu fahren)?
    Tschuldigung ich nutz meine Zeit lieber besser. Ist wohl Zeit ne ganze Menge Open Source zu auditen und mal zu sehen wo überall Krytographie im Eimer ist. Und vielleicht das eine oder andere Stück Software zu schreiben.
    Bis auf ne Stimme gibt es von mir über kurz oder lang nicht mehr viel Beteiligung am politischen Diskurs, auch nicht bei der FSFE. Eine klarere Aufteilung zwischen „die“ und „wir“ hätte es nicht geben können. Ich bin nicht mehr an Diskurs interessiert.

    1. Wenn es einen Weg gibt, über den es noch relativ einfach ist, Wissen in Parteien hinein zu tragen, dann ist es der über die Jugendorganisationen. Und letztlich sind wir darauf angewiesen, dass das Wissen in den Parteien besser wird, damit auch die Politik besser werden kann.

      Ich kann den Frust ja verstehen und teile ihn in gewissem Maße, dennoch muss man sich darüber im Klaren sein, dass es in der Politik immer die Wahl zwischen „Die Situation ist total scheiße“ und „die Situation ist noch viel beschissener“ gibt. Und wer sich aus dem politischen Diskurs zurückzieht, der muss sich vorwerfen lassen, letzteres zumindest billigend in Kauf zu nehmen.

      Oder anders gesagt: Wir haben immer die Politik, die wir uns mit unserer Aufmerksamkeit verdienen.

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