Kultur

Jung & Naiv – Folge 46: Bitcoin – Politik für Desinteressierte

In der neuesten Folge begeben wir uns wieder in die frostige Welt der Finanzen. Nachdem uns mein Experte für Finanzen und sozialer Kälte, Alex Theiler, zuletzt über Eurobonds (Folge 34) aufgeklärt hat, ist diesmal diese neue Währung namens Bitcoin dran.


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Was ist dieses „Gold für Nerds“? Ist Bitcoin als digitale Währung ernstzunehmen? Was kann ich damit kaufen? Wo kommt ein Bitcoin überhaupt her? Und was ist der Unterschied zu unseren gewohnten Währungen wie Euro und Dollar? Alex hat sich vorgenommen, dies einmal mehr in knapp 10 Minuten zu erklären.

Wir haben uns dazu in den Berliner Graefekiez begeben, wo es in Berlin wohl die bisher meisten Lokale und Geschäfte gibt, die Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren.

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22 Kommentare
  1. Und wieder dasselbe Problem wie bei allen anderen Medien: In einem Beitrag zu einem Thema, bei dem man sich ein wenig auskennt, fallen einem ein paar deutliche Fehler auf. Und sofort fragt man sich, ob das wohl auch so ist bei Themen, bei denen man sich nicht auskennt…

  2. BitCoins werden auf der Grafikkarte gelagert!?
    AH JA, JETZT ist alles klar. Der Kollege sollte finanzminister sein.
    Möglicherweise liegt aber genau darin das Problem: Er hat keinerlei Ahnung.

  3. In diesem Beitrag werden leider die gleichen Mythen und Ammenmärchen propagiert wie in den Massenmedien, z.B.:

    „Unser Geld kommt aus der Zentralbank“: das ist schlicht falsch, den ZB-Geld dient lediglich dem Zahlungsausgleich der Banken untereinander. „Unser Euro“ ist i.d.R. ein Anspruch auf Auszahlung von Bargeld durch eine Geschäftsbank. Diese Ansprüche entstehen durch Vergabe von Krediten im Privatsektor.

    „Erst war Tauschhandel, dann kamen irgendwann die tollen Goldmünzen“: ebenfalls ein Mythos, der schon lange anthropologisch widerlegt ist. Geldgeschäfte waren schon im Altertum Kreditgeschäfte, ein Tauschhandel so wie er immer wieder gern romantisch verklärt und propagiert wird, hat so nie stattgefunden. (Siehe z.B. „Schulden – die ersten 5000 Jahre“ von David Graeber).

  4. In diesem Beitrag werden leider die gleichen Mythen und Ammenmärchen propagiert wie in den Massenmedien, z.B.:

    „Unser Geld kommt aus der Zentralbank“: das ist schlicht falsch, den ZB-Geld dient lediglich dem Zahlungsausgleich der Banken untereinander. „Unser Euro“ ist i.d.R. ein Anspruch auf Auszahlung von Bargeld durch eine Geschäftsbank. Diese Ansprüche entstehen durch Vergabe von Krediten im Privatsektor.

    „Erst war Tauschhandel, dann kamen irgendwann die tollen Goldmünzen“: ebenfalls ein Mythos, der schon lange anthropologisch widerlegt ist. Geldgeschäfte waren schon im Altertum Kreditgeschäfte, ein Tauschhandel so wie er immer wieder gern romantisch verklärt und propagiert wird, hat so nie stattgefunden. (Siehe z.B. „Schulden – die ersten 5000 Jahre“ von David Graeber).

    Ich denke, Thilo sollte sich besser schnell einen anderen Finanz-„Experten“ suchen.

    1. Daran dachte ich auch, die Geschichte mit den Schuldscheinen ist etwas schwerer zu erklären, vermutlich fallen deswegen die meisten Leute auf das andere Modell zurück. Aber auch bei Dir hat sich ein Fehler (nach meinem Wissen) eingeschlichen. „Diese Ansprüche entstehen durch Vergabe von Krediten im Privatsektor.“ Stimmt auch nur zum Teil — und mit der anthroposophischen Wiederlegung ist das auch so eine Sache.

      1. Neues Geld entsteht durch die Vergabe von Krediten (von Geschäftsbanken an den privaten Sektor) — warum das nur „zum Teil“ stimmen soll, müsstest du noch ausführen.

        „Anthroposophisch“ ist was ganz anderes als anthropologisch.

        Davon abgesehen: wissenschaftlich ist die Theorie vom „Tauschhandel“, der angeblich die Zeitalter vor dem „echten Geld“ dominiert hat, nicht haltbar. Es gibt keinerlei Funde, die darauf hindeuten (etwa in der Form von Ausgrabungen, die entsprechende Tauschhandelsplätze zu Tage gefordert hätten).

  5. Chapeau liebe Kommentatoren! Zentralbanken „drucken“ nicht wie sie wollen und der Private Key der bitcoins wird auf der Festplatte gespeichert und nicht auf der Grafikkarte.
    Allerdings geht es in dem Beitrag auch nicht um die technischen Details von bitcoins oder die Geschichte des Geldes seit Adam und Eva, sondern darum ob Onlinewährungen „richtiges Geld“ sind! Vielleicht lieber nen Kommentar dazu?

    1. Ja, und diese Frage soll mir anscheinend jemand beantworten, der vom Tuten und Blasen keine Ahnung hat (dieser „Experte“ in dem Video).

      Mein Kommentar zur Frage, ob Bitcoins „richtiges Geld“ sind, hier in Form eines Links: http://pragcap.com/is-bitcoin-money (das ist von jemandem, der sich tatsächlich als Experte bezeichnen könnte).

  6. Fast 20 Minuten preload um das Video in HD anschauen zu können……

    Wozu braucht man bei einem Interview ein Bild, noch dazu in HD?

    Im Gegenteil hätte ich gerne nur den Ton ohne extra Bloat für die hier völlig sinnfreie Videospur.

  7. Bitcoins wurden 2009 von einem Programmierer ins Leben gerufen um ein dezentrales Bezahlsystem im Internet einzuführen.

    4 Jahre später hat sich dies ganze verselbstständigt, viele Leute führen vor allem im Spendenbereich unkompliziert Zahlungen weltweit aus. Auch sind viele Spekulanten und Anleger eingestiegen die auf steigende Kurse hoffen da der Bitcoin innerhalb kürzester Zeit von wenigen Cents auf über 100 Euro gestiegen ist. Vor ein paar Wochen durchbrach der Kurs sogar die 200 Euro Marke brach jedoch infolge von u.a. Hackerangriffen und Panikverkäufen wieder ein. Die Seitenbetreiber rüsten massiv gegen solche Attacken auf.

    Folgender Werbelink https://www.bitcoin.de/r/sk64hv führt auf die deutsche Handelsplattform. Hier können unkompliziert Euro in Bitcoin getauscht und auf der Seite verwahrt werden.

    1. Aha.

      Darf die Computerlinks AG aus München jetzt auch Werbung unter dem Artikel über die Blue-Coat-Lieferung an Syrien setzen, bloss weil sie drin vorkommt? Oder wird nur Spam von Firmen freigeschaltet, mit denen Netzpolitik irgendwie zusammenarbeitet?

  8. Warum fällt in dem Video so oft das Wort Politiker? Die Zentralbanken werden doch nicht durch Politiker geführt. Sie werden durch Bänker geführt. Heißt ja auch ZentralBANK und nicht Zentralregierung oder sonst was.

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