Demokratie

Wahlcomputer und „Einarmige Banditen“ im Vergleich

Vom Anonymous-Tumblraccount YourAnonNews kommt diese hübsche Infografik:

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Verglichen werden die gesetzlichen Regelungen von Wahlcomputern – und Las Vegas-Slotmachines.

Das Ergebnis: Selbst falls ein Wahlcomputer bei Berührung den richtigen Kandidaten markiert, kann sich der Wähler nicht wirklich sicher sein, ob seine Stimme richtig registriert wird. Der Quellcode der eingesetzten Software ist selbst für Bundesbehörden nicht einsehbar, einmal aufgestellte Wahlcomputer werden – im Gegensatz zu Slot Machines – nicht mehr kontrolliert.

Es ist schon bezeichnend für eine der ältesten Demokratien der Welt, wenn Glücksspielautomaten in Las Vegas strenger und besser kontrolliert werden als Wahlcomputer.

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12 Kommentare
  1. Tja, bei den Spielautomaten steht eben das Geld einer Milliardenindustrie auf dem Spiel, bei den Wahlcomputern nur das Wahlrecht von ein paar armen Schluckern.

  2. Eigentlich spielt es kaum eine Rolle , denn das ganze Wahlsystem der USA ist schon „Ungerecht“ und wohl kaum mehr als eine moderne Mehrparteien-Demokratie zu Bezeichnen, sondern gleicht mehr einer Oligarchie.
    Neue große Politische Kräfte oder Strömungen wie in Europa haben dort keine Change sich als Partei zu etablieren und damit auf eine echte politischen Teilhabe.
    Die Wahlen für die Bürger gleichen mehr einem Sportereigniss zweier Football Mannschaften bei dem sie den vermeintlichen Sieger bestimmen dürfen , statt einer wirklichen Politischen Wahl.
    Dadurch ist das ganze Politische System Erstarrt gößtenteils eine vom Lobbyismus ausgehöhlte Hülle, dessen Programme und Politik noch aus den vergangenen Jahrhunder(ten) stammt.
    Politisch sind die USA wegen ihres Wahlsystems eher ein „rückwärtsgerichtetes“ Land.

    1. Ahhm, du weisst aber schon, dass uns 1945-49 der Amerikaner auch „demokratisiert“ hat. Es ist bei uns in Europa der gleiche Käse. Das EU Parlament in Brüssel haben wir gar nicht gewählt, diktieren uns aber welche Glühlampen wir in unserer Wohnung reinschrauben dürfen.

      Zur Deutschen Parteienlandschaft muss ich wohl nichts sagen. Die richten sich wie kleine Fähnchen im Sturm der Hochfinanz aus.

      Die einzigen die mir in Europa in den Sinn kommen, die etwas bewegen könnten, ist die UKIP voran mit Nigel Farage.

      Mit Amerika hast Du definitiv recht! Nur ich sehe keinen Unterschied zur EU…

      Hier noch ein interessanter Artikel:
      http://www.flegel-g.de/2012-05-17-was-ist-die-EU-wirklich.html

    2. Das Problem dass es neue Parteien sehr schwer haben findest Du aber durchaus auch in Europäischen Demokratien. Beispiel UK: Dort gibt es ein Mehrheitswahlrecht, dass die Liberaldemokraten dort inzwischen eine Rolle spielen ist eine mittlere Sensation. Aber bspw. die Grünen dort sind eigentlich relativ stark, aber politisch bedeutungslos.

  3. „Ahhm, du weisst aber schon, dass uns 1945-49 der Amerikaner auch “demokratisiert” hat.“

    Das stimmt nur zum Teil , auch in der Weimarer Republik gab es schon Demokratie und in der Kaiserzeit ein Parlament , nach diesen Stukturen wurde die Bundesrepublik aufgebaut , wäre es nach US Vorbild geschehen sehe es völlig anders aus.

  4. Das Europäische Parlament haben wr nicht gewählt? Wo warst du denn bei den Wahlen? :) Bei EU-Rat & EU-Kommission siehts schon ein bisschen anders aus, wobei die durch die Exekutive der Länder gebildet werden… welche in den meisten Fällen ja auch gewählt wurden…
    just my 2 cents

  5. Es wäre schön wenn solche Infos von Anonymous auch gegengecheckt würden. Ob man die aktionen von Anonymous nun gut oder schlecht findet ist die eine Sache. Aber ich würde sie nicht unbedingt als die vertrauenswürdigste Quelle einstufen. Daher finde ich hat das ohne gegencheck hier nichts zu suchen.

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