Leonhard Dobusch plädiert bei Zeit.de für ein Recht auf Remix (analog zu den Fair-Use-Regeln) und Pauschalabgabe auf Internetzugänge, um die Kriminalisierungsdebatte zu beenden: „Urheberrecht darf im Alltag keine Rolle spielen“.
Für die Mehrheit der normalen Internetnutzer hätte eine solche Änderung die angenehme Konsequenz, dass das Urheberrecht in ihrem Alltag keine große Rolle mehr spielen würde. Zusammen mit dem digitalen Kreativpakt Aigrains wäre das Urheberrecht endlich wieder, was es vor dem Internet war: unwichtig.
Und auch auf Zeit.de ist dieser bereits eine Woche alter Artikel: Ach, Benjamin. Darin beschreibt die Autorin, wie sie am Urheberrecht verzweifelte, als sie einfach nur ein T‑Shirt als Geschenk individuell drucken wollte.
Jetzt habe ich kein Geburtstagsgeschenk, aber dafür gemischte Gefühle. Denn eigentlich habe ich ja nichts gegen Regeln. Aber verwerflich kann ich meine Bildbearbeitung auch nicht finden. Ich hätte ja keinen Schaden verursacht, keinen Gewinn gemacht und wollte auch bestimmt niemanden kränken. Anscheinend stimmt etwas mit meinem Rechtsverständnis nicht. Und auf einmal habe ich mit Regeln durchaus ein Problem.