Wie die FAZ schreibt, wurden im Rahmen eines Versuchsprogramms in San Antonio (Texas) Schüler mit einem RFID-Chip (Radio Frequency Identification) ausgestattet. Sie können dadurch jederzeit von der Schule geortet werden. Zuvor wurden bereits Kameras in den Klassenzimmern, auf dem Schulgelände und im Schulbus angebracht. Nach Angaben der Schule sei dadurch auch eine Verbesserung der Sicherheit eingetreten. In Notfällen könne das sehr wichtig sein, auch die Anwesenheit im Unterricht soll es verbessern, und außerdem kommen die Kinder in der Schulcafeteria schneller an die Reihe. Kritik regt sich wenig gegen die Überwachung der Kinder – eine „Handvoll Eltern“ machen sich Sorgen – und das obwohl es keinen rechtlichen Rahmen für RFIDs gibt und die Chips problemlos auch von Dritten ausgelesen werden können.
Das Misstrauen gegen Datenmissbrauch sei in Amerika traditionell geringer ausgeprägt als in Europa, man misstraue eher der Regierung als Privatunternehmen. Private Daten wie Telefonnummern oder Adressen werden denn auch Einzelhändlern, Tankstellen und Dienstleistern bereitwillig zugänglich gemacht – solange die Erfassung der „Benutzerfreundlichkeit“ oder der „Sicherheit“ dient.