The Guardian berichtet über eine Gesetzesreform in Großbritannien, die eine einfachere Verfolgung von Verleumdung und übler Nachrede im Internet vorsieht. Dabei sollen Internet Service Provider (ISP) und Webseitenbetreiber für herabsetzende Nutzerpostings haftbar gemacht werden. Nur wenn diese bei der Identifizierung des potentiellen Verleumders behilflich sind, bleiben sie vor den Klagen sicher. Urheber beleidigender oder verleumderischer Inhalte sollen so von deren Adressaten leichter zu ermitteln sein. Allerdings müssen diese nach dem Reformvorschlag einen Nachweis erbringen, dass ihr guter Ruf durch die Äußerung gelitten hat, bevor sie Klagen können.
Neu ist auch, dass die potentiellen Verleumdungen nach einem Jahr verjähren und auch bei erneuter Veröffentlichung nicht mehr geklagt werden kann. Whistleblower sollen von den Regelungen soweit wie möglich ausgenommen werden. Was das konkret heißt ist unklar.