Belgische VG verlangt Geld für Vorlesestunden in Bibliotheken

Die belgische Verwertungsgesellschaft SABAM macht sich das Leben nicht gerade einfach: Nachdem man inzwischen zweimal vor dem Europäischen Gerichtshof gescheitert ist und zwischendurch versuchte, von Internetanbietern eine Pauschale von 3,4% pro Vertrag einzufordern, sind jetzt Bibliotheken das Ziel (dt.) der Rechteinhaber.

So verlangt die Verwertungsgesellschaft von einer belgischen Bibliothek 250€ pro Jahr – dafür, dass ehrenamtliche Mitarbeiter Vorlesestunden für Kinder anbieten. Nach einer Welle der Empörung sah man sich genötigt, eine Presseerklärung zur Rechtfertigung des eigenen Verhaltens herauszugeben. Dort lässt sich lesen, die Gebühr gelte nicht für alle Lesestunden. Es wird aber nicht bei gemeinnützigen oder ehrenamtlichen Projekten verzichtet, die einzige Ausnahme sollen vielmehr Stoffe bilden, die sich nicht im Repertoire der SABAM befinden. Was auch ohne Pressemitteilung auf der Hand liegt.

7 Kommentare
  1. Publicviewer 15. Mrz 2012 @ 1:13
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