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Zur Restkommunikation in Ägypten

In der Huffington Post findet sich ein interessanter Artikel darüber, woher die Technologie stammt, mit der die Überwachung und Einschränkung der Kommunikationsmöglichkeiten umgesetzt wird, von der momentan aus Ägypten berichtet wird. The companies that profit from sales of this technology need to be held to a higher standard. One in particular is an American firm, Narus…

  • Linus Neumann

In der Huffington Post findet sich ein interessanter Artikel darüber, woher die Technologie stammt, mit der die Überwachung und Einschränkung der Kommunikationsmöglichkeiten umgesetzt wird, von der momentan aus Ägypten berichtet wird.

The companies that profit from sales of this technology need to be held to a higher standard. One in particular is an American firm, Narus of Sunnyvale, Calif., which has sold Telecom Egypt „real-time traffic intelligence“ equipment.

Narus, now owned by Boeing, was founded in 1997 by Israeli security experts to create and sell mass surveillance systems for governments and large corporate clients.

Unter werebuild.eu versuchen sich gleichzeitig Aktivisten zu finden, die (1.) Veröffentlichungen vor der Zensur retten möchten, (2.) Funkverbindungen herstellen wollen, um Kommunikationsmöglichkeiten zu schaffen.

Eine Übersicht von Quellen, über die man die Entwicklungen verfolgen kann, liefert Patrick Meier in seinem Blog. Bei Crowdvoice werden Bilder und Videos gesammelt.

Über die Autor:innen

  • Linus Neumann

    Dipl.-Psych. Linus Neumann war seit 2010 mehrere Jahre Mitglied der Netzpolitik-Redaktion und ist einer der Sprecher des Chaos Computer Clubs. Zusammen mit Tim Pritlove macht er den wöchentlichen Podcast Logbuch:Netzpolitik. Er arbeitet in Berlin bei einem Unternehmen im Bereich der IT-Sicherheit. Ab und an twittert er ein bisschen Unsinn. Per E-Mail erreicht man ihn hier.


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9 Kommentare zu „Zur Restkommunikation in Ägypten“


  1. Tja, wo eine Nachfrage ist, da finden sich meistens auch Geschäftsleute, die eben jene Nachfrage bedienen. Und zur Not hätten die Ägypter solch eine Software vermutlich auch selbst entwickelt.


  2. Es wäre sehr, sehr wichtig, wenn dieses Ausschalten des Internet keine nennenswerten Auswirkungen auf die Proteste haben würde. Die Signalwirkung wäre ansonsten verheerend. jeder Potentat könnte sich morgen einen effektiven Killswitch einbauen lassen, und sich im Entstehen befindende Aktivistennetzwerke wären ob der unsicheren Aussicht geschwächt. Zur Zeit sieht es zum Glück nicht so aus, als hätte Mubarak mit dem Internet auch den Protest lahmgelegt.

    http://alrightokee.de/medien/der-letzte-macht-das-netz-aus/


  3. Thaniell

    ,

    Oh das wird ja so nach Hinten losgehen, das Internetz auszuschalten und die Kommunikation lahmzulegen. Ja sicherlich, war im krieg schon immer toll, die normalen Soldaten von ihrer Führung – den Offizieren|Intellektuellen – abzutrennen.….
    Insofern man Anarchie will.
    Ist der Volkszorn erst entzündet und es gibt keine feste Linie, wird eben losgeschlagen, egal auf was.

    @Matthias Mann: Sicher, und weil es Nachfrage gibt den dänischen Cartoonisten zu ermorden wird das sicher auch jemand tun, also warum übernimmst du das nicht gerade, der Markt will es doch so?! (nein das ist keine Aufforderung, sondern eine rhetorische Frage liebe Missversteher|Staatsbehörde|Anwälte|Moderation).
    Natürlich ‚könnte’ Ägypten das auch selbst entwickeln (lassen). Es würde viel länger dauern und wäre unter Umständen ineffizienter. Dazu, es würde Arbeitsplätze (in Ägypten) schaffen.*lach*


  4. […] Vor wenigen Tagen hielten viele Experten es noch für unwahrscheinlich, dass die tunesische Revolution sich auf andere arabische Regimes auswirkt, inzwischen protestieren auch Bürger in Ägypten und dem Jemen. Die Kommunikation und Koordination über das Internet hat dabei besonders für die junge Generation eine große Rolle gespielt. Ägypten hat aber auch gezeigt, wie plötzlich sich ein Land aus der Netzwelt verabschieden kann und Verbindungen blockiert. Einige Videos und Nachrichten aus den ägyptischen Straßen schaffen es dennoch ins Netz und sind unter anderem bei Global Voices zu sehen. Weitere interessante Links via Netzpolitik.org. […]


  5. […] Über das was zur Zeit an  Kom­mu­ni­ka­tion in Ägyp­ten noch mög­lich ist, kön­nen Sie sich gut bei netzpolitik.de infor­mie­ren. […]


  6. es ist so offensichtlich eigentlich: wenn sich proteste per internet vernetzen, muss man diese verbindungswege kappen. aber welche regierung möchte ein volk haben, das sich unbehaglich fühlt? das ist wie gezwungene liebe.


  7. Mal so neben aller Technologie: https://opalkatze.wordpress.com/2011/01/28/nahost-die-hoffnung-liegt-bei-den-jungen/ Diese europäische ‚Demokratie jetzt und hier und sofort’-Bewegung irritiert viele der dort lebenden Menschen, weil es ihnen als Einmischung erscheint. Unterstützung ja, Deutung oder gar Besserwisserei nein.


  8. […] die Abschaltung des Internets in Ägypten berichtet Spreeblick in diesem Artikel und Netzpolitik berichtet über die Restkommunikation im […]


  9. […] Iran TOR blockieren konnte, stammte von Nokia/Siemens. Die Technik mit der in Ägypten filterte, stammte von Narus, USA. Der ägyptische Mobilfunkprovider, der sich ohne zu Murren “gezwungen sah” das Netz […]

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