Kultur

Everything Is A Remix: THE MATRIX

Everything Is A Remix: THE MATRIX“ ist ein grandioser Zusammenschnitt aus Matrix-Szenen mit den Originalvorlagen aus anderen Filmen, der wiederum aufzeigt, dass The Matrix nicht nur eine grandiose Film-Triologie, sondern auch ein famoser Remix ist.


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Rob G. Wilson made this video examining the origins of The Matrix. It was written by Cynthia Closkey and most of the comparisons were crowdsourced by Everything is a Remix fans.

Everything Is A Remix: THE MATRIX from robgwilson.com on Vimeo.

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25 Kommentare
  1. Was die Geschichte von ‚The Matrix‘ angeht, gibt es folgende Vorlagen:

    # ‚Welt am Draht‘ von Rainer Werner Fassbinder aus dem Jahr 1973. Sogar einzelne Szenen und Plot Points sind identisch mit ‚The Matrix‘.
    de.wikipedia.org/wiki/Welt_am_Draht

    # Nicht direkt eine Vorlage für ‚The Matrix‘, aber ‚The 13th Floor‘ hat dieselbe Buchvorlage wie ‚Welt am Draht‘ und erschien ebenfalls 1999.
    de.wikipedia.org/wiki/The_13th_Floor_%E2%80%93_Bist_du_was_du_denkst%3F

    ‚Welt am Draht‘ ist faszinierend inszeniert und die Parallelen zu ‚The Matrix‘, teils bis ins Detail, sind erstaunlich.

    Den Hinweis zu den Vorgängern von Matrix hatte ich von einem Anrufer in Holgis sensationell gutem Podcast ‚Ferngespräche‘ auf http://www.wrint.de/ aufgeschnappt. *schleichwerb*

    1. Matrix hat auch viele biblische Motive und behandelt verschiedene philosophische Strömungen. Es ist im Grunde darauf ausgelegt, ein Remix zu sein.

  2. Naja, spektakuläre Kampfsportmoves wiederholen sich immer. Letztendlich werden im Training diese Abläufe ja auch ständig wiederholt.

    Interessant sind die „Fabeln“ in den Filmen die meist aus Bücher und Tönen/Musik/Einstellungen bestehen. Hier wird kopiert bist die Schwarte kracht. Und im Abspann wird nichts erwähnt, dies könnte vermutlich auch niemand bezahlen … Hauptsache Urheberrecht und künstlerisches Filmzitat.

  3. mir scheint spätestens seit der hegemann-debate hat der begriff „remix“ jegliche bedeutung verloren.
    ein REMIX ist nie eine originale arbeit, sondern hat seine basis im ORIGINAL, dies bedeutet, dass bei einem remix immer auch originalmaterial enthalten ist. matrix kann also kein remix sein, weil er ein originärer film ist, unabhängig davon wieviel er geklaut, bei wem er sich bedient oder beeinflusst wurde. es ist auch nicht so als das bei matrix überraschend kommen würde, schliesslich ist matrix letztlich nichts weiter als ein hollwoodeskes amalgam aus verschiedenen genres (woo-action, martial arts, sc-fi, mythologie etc.). so erklärt sich auch wieso die hälfte der zusammengeschnittenen szenen in diesem video ziemlich bescheuert bis abstrus sind. da werden dann munter homage, zufälle, zitate etc. vermischt. der martial arts zusammenschnitt is natürlich besonders bescheuert, weil diese teilweise vom selben choreographen stammen, oder schlichtweg gleiche techniken verwendet werden.
    und nein das sind keine semantischen spielchen, wenn das einen remix verdeutlichen soll, dann wird filmanalyse vollkommen relativiert und alles und nichts ist ein remix.

    1. Everything is a remix. Everything also alles. Ideen, ganze Konzepte Kameraführung , Kameraeinstellung, Choreographien, Story wirklich alles von daher ist das das Wort remix durchaus richtig. Nur weil man das Videomaterial zu alten ideen neu macht bleibt es zumindestens ein Remix an Ideen.

      mfg

      1. das alles ein remix von ideen ist, halte ich für ein semantisches spielchen (denn remix hat seinen klaren ausgangspunkt aus dem musikbereich, wo ziemlich klar definiert ist was ein remix ist, nämlcih eine neukreation aus originalspuren, was damals ein physischer(!) vorgang war) und einfach nur die äußerung der philosophe: „es gibt kein original“. wozu dann matrix nehmen? welchen sinn hat das? remixen oasis die beatles? und diese gesänge von cro-magnon menschen? welche wiederum aus atomen remixed wurden? (der remix ist also nur ein remix eines remix eines remix…) sorry das is alles absurder relativistischer unsinn (die verwendung eines mastershot ist also ein remix einer kameratechnik? are you kidding me?).
        ein remix erfordert btw. IMO auch, dass die person die den remix anfertigt aktiv davon weiss (ich benutze originalspuren, ein physikalischer vorgang). natürlich entsteht kultur nicht aus luftlehrem raum. remix als begriff ist aber eben nciht das selbe wie referenz, einfluss, homage etc., geschweige den macht diese alle obsolet weil es eh nichts originäres nur amalgame gibt.

  4. Genau so einen Vergleich könnte man auch mit den Star Wars Filmen machen. Wild West + Östliche Mystik + Gut und Böse Thematik aus der Bibel … versetzt in die Zukunft … versetzt in den Weltraum … = Star Wars! ;)

  5. Sieht für eher aus wie eine wahllose Aneinanderreihung von Szenen die ähnlich sind.

    @Tharben

    Das eine Plots aus ‚Welt am Draht“ vorkommen ist richtig und auch gewollt. Welt am Draht war das erste Scifi Buch welches diese Idee „wir leben in einer Simulation“ aufnahm.
    Übrigens wird der Titel auch in The Matrix gewürdigt. Im ersten Teil direkt am Anfang wo Neo diese Kassette aus dem Buch nimmt für den Typen – der des Buches Titel „Simulacron 3“ – das ist Welt am Draht unter einem anderen Titel verlegt.

    1. Oh, das habe ich bisher übersehen.

      Ich weiß erst seit einigen Wochen von ‚Welt am Draht‘. Das nächste Mal, an dem ich ‚The Matrix‘ ansehe, werde ich darauf achten.

      Danke.

  6. Ich muss in den Chor mit einstimmen, es gab schon deutlich bessere „everything is a remix“-Folgen. Matrix ist meiner Meinung nach kein besonderes, sondern ein durchschnittliches Beispiel. Und die EiaR-Episode ist auch eher durchschnittlich.

    Dass du @k-d dich aber so an dem Begriff aufhältst… „Everything is a remix“ hat den Anspruch oder das Ziel Leuten, die ständig schreien „das ist geklaut“ zu zeigen: Ja zum Henker, alles ist geklaut, abgeguckt, schonmal da gewesen und neu vermischt (re-mixed). Das gilt in der Kultur wie im Ingenieurwesen.
    Es mag sein, dass „remix“ dabei nicht der passende Ausdruck ist, es ist eben eine Überzeichnung, eine Schlagzeile.
    Und wie gesagt, falls das falsch angekommen sein sollte: Everything is a remix hat nicht den Anspruch zu zeigen „guckt mal haha, die können nix eigenes“ sondern denen, die genau das sagen zu zeigen „guckt mal, NIEMAND kann was eigenes, EVERYTHING is a [recompilation of existing ideas, technieques and….]“. Und es ist Kulturschaffenden eben nicht vorzuwerfen, wenn sie sich inspirieren lassen, irgendwo muss es ja her kommen. Ob man das bewusst oder unterbewusst macht sei dahin gestellt, aber man macht es… ständig.

    @Peter: StarWars spielt nicht in der Zukunft, zumindest Episode 4 spielt „vor langer Zeit in einer weit entfernten Galaxie“ (oder so ähnlich) und ich will mal bezweifeln dass die darauf folgenden Episoden „unser Zeitalter“ überholt haben, das sind ja… naja 10 Erdenjahre oder so, die da vergehen!? Also wenn Episode 4 1977 „vor langer Zeit“ spielte, dann wird Episode 6 nicht „in der Zukunft“ (also nach 1983? 2012? oder nochspäter?) spielen :-p

  7. Das Video ist interessant, die Parallelen lustig, aber aus Filmemacher auch irgendwie unvermeidbar.

    Gleichzeitig finde ich es immer wieder lustig, wie viele Leute nicht merken, dass Matrix eigentlich in eine Reihe mit den großen Kong Fu / Martial Arts-Filmen gehört – ohne sich dabei vieler üblicher Stereotypen zu bedienen.

    Und, man könnte dem ganzen noch eine politische Note geben, denn darum geht es doch eigentlich hier. In Anbetracht des epischen Kampfes zwischen Samsung und Apple – und den ungeheuren Auswüchsen (vor allem des US-amerikanischen) Patentrechts: Nur weil man etwas gleich macht, macht man es noch lange nicht nach. Und auch nur wenn man etwas nach machen sollten, muss dies nicht automatisch schlecht sein. Es ist elementare Aufgabe der Politik diese Fälle zu entdecken und Plagiaterie, Kopiererei oder wie es meistens heißen sollte, Inspiration, zuzulassen, wo es für uns alle (volkswirtschaftlich) den dauerhaft größeren Nutzen liefert.

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