Kultur

Buch: Nerd Attack!

Christian Stöcker von Spiegel-Online hat ein Buch geschrieben: Nerd Attack!: Eine Geschichte der digitalen Welt vom C64 bis zu Twitter und Facebook (Partnerlink). Der Untertitel sagt auch schon alles zum Inhalt, es geht um Nerd-Kultur und diese wird einem größeren Publikum erklärt.

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Das Buch hat 320 Seiten, erscheint am 29. August im DVA Sachbuch-Verlag, kostet 14,99 Euro und sollte in jeder Buchhandlung erhältlich sein. Ich hab es schon weitgehend überflogen und mir hat es gefallen. Rezensionen soll man aber erst nach dem Erscheinen veröffentlichen (Steht auf meinem „pesönlichen Leseexemplar)“, vielleicht mache ich das noch zu einem späteren Zeitpunkt.

Aus der Verlagsbeschreibung:

Eine Reise zu den Schauplätzen der digitalen Revolution

Die Revolution begann in Kinderzimmern: Mit dem C64, dem ersten millionenfach verbreiteten Heimcomputer, eroberten sich Kinder und Jugendliche in den achtziger Jahren die digitale Welt und trieben die Entwicklung mit voran, als Hacker, Cracker, Nerds, Bastler und neugierige User. Christian Stöcker, Ressortleiter Netzwelt bei SPIEGEL ONLINE und mit dem Computer aufgewachsen, beschreibt in seiner persönlich gefärbten Geschichte der Netzkultur die Akteure der digitalen Szene und ihr Selbstverständnis, die Einflüsse von Film und fantastischer Literatur, die Auswirkungen der Digitalisierung auf Gesellschaft und Wirtschaft sowie die Auseinandersetzungen über den viel beschworenen digitalen Graben hinweg. Sein Buch ist nicht nur ein unterhaltsamer Streifzug durch die digitalen Welten, sondern auch ein Appell, die Möglichkeiten zu nutzen, die digitale Medien und Technologien bieten.

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17 Kommentare
  1. Diesem Buch natürlich unbedingt zur Seite zu stellen: Hackers von Steven Levy, das die ca. 20 Jahre davor erklärt.

    Ein Buch, das den C64 als Ausgangsbuch für digitale Kultur nimmt, ist ungefähr so sinnvoll wie ein Musiklexikon, das beginnt mit: Als dann in England der Rock-n-Roll erfunden wurde…

  2. @Volker Ich habe das Buch eigentlich für meine Mutter geschrieben. Die Idee ist, an der Biographie der heute knapp 40-Jährigen entlang zu erklären, wie das so ist, wenn man in einer von digitaler Technologie durchdrungenen Welt aufgewachsen ist, was eine Welt MIT von (theoretisch) jedermann programmierbaren Maschinen von einer ohne unterscheidet. Was dann da so entsteht: Filesharing, Counter-Strike, Anonymous, WikiLeaks. So eine Art Brücke über den digitalen Graben (und für die, die das alles selbst miterlebt haben, ein paar schöne Flashbacks und vielleicht ein paar neue Gedanken). Ob das geklappt hat, soll hier mal lieber Markus beurteilen.

    1. Danke für das Buch, hatte als 50-jähriger vieleAha-Erlebnisse, die mir vieles meiner Schwierigkeiten mit der Computerwelt erklären. Hauptunterschied zwischen der Generation Computer und den vorigen Generationen scheint mir die Bereitschaft zu sein, vorgegebene Technologien zu hinterfragen und eigenständig zu nutzen. Letztlich ist damit das Hackerverständnis das allgemeine Weltverständnis der unter 40-jährigen geworden. Im Unterschied zu vorherigen Generationen, in denen es auch abgeschlossene “ Hackerwelten“( Autos, Flugzeuge, frühe Computer) gab, ist das Hackertum Allgemeingut geworden und eine Hackereinstellung wird eigentlich von jedem verlangt, der mit heutiger Technik noch klarkommen will. Was mich z.B. immer wieder tierisch aufregt: Gebrauchsanweisungen- heute sowieso oft nur noch im Netz verfügbar-verdienen diesen Namen nicht mehr. Noch bis Ende der 70er kam jedes bessere Gerät mit einer sehr umfangreichen Gebrauchsanweisung heraus, in der die Bedeutung des letzten Knopfes umfangreichst mit Beispielen so erläutert wurde, daß auch
      der Dümmste das verstand.
      Heute wird nur noch oberflächlich erklärt, vieles muß man in Foren nachfragen. Natürlich lerne ich immer wieder dazu, aber bin nach wie vor frustriert. Vor einigen Jahren z.B. suchte ich ein Programm, meine Fotos zu ordnen und vor allem meine Videos abspielen zu können, was auf meinem Computer nicht ging. Man empfahl mir ein sehr bekanntes Programm, aber die Videos gingen immer noch nicht. Dann habe ich mit Mühe herausbekommen, daß das Nichabspielen der Videos am Fehlen gewissen Codices auf meinem Computer beruhte, mir das Ordnungsprogramm dabei gar nicht weiterhalf. Und ich überdies dieses Programm zur Ordnung der Fotos gtar nicht brauchte, sondern das auch mit Windows möglich ist. Für mich ein Grund für einen erheblichen Wutanfall: Warum wird mir auf der Verpackung nicht erklärt, was das Programm kann oder nicht in einer Sprache, die ich verstehe. Warum muß ich mich mit anderen “ usern“ beraten, die mir dann- aus derer Sicht verständlich-etwas herablassend erklären, was Sache ist.
      Und hier sind wir am oben erwähnten Unterschied: Der unter 40-jährige erwartet wegen seiner Sozialisation eine Gebrauchsanweisung gar nicht, er will selbst, vielleicht mit Kumpelhilfe-rumprobieren und fühlt sich- aus meiner Sicht wiederum unverständlich- wohl dabei.
      Ich kann das Buch nur allen “ Zwangsusern“ empfehlen, die wenigstens verstehen wollen, warum ihn die Jüngeren nicht verstehen.

  3. Ich höre dieses Buch im Jahr eins nach Snowden 2014. Und würde zu gerne eine aktualisierung des Kapitels über Neztüberwachung aus heutiger Sicht lesen.
    Ich selber bin schon kein Kind der C64 er Generation mehr obwohl es einen gab. Daher gibt das Buch auch mir immer wieder interessante Einblicke. Vielen dank

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