In meinem nächsten Leben werde ich Hochrechner. Wobei, nein, sonst werde ich am Ende noch mit Volker Beck in einen Topf geworden.* Wie auch immer, von den Grünen gibt es eine äusserst interessante Aussage zum JMStV‑E, zu finden auf der Kampagnenplattform „Drei Tage wach“:
12. Werden Sie dem JMStV-Entwurf in seiner jetzigen Form ohne einen grundlegenden Neuanfang zustimmen?
Eine Zustimmung ist momentan nicht vorstellbar da der Vertrag schon jetzt überholt und nicht zukunftsfähig ist. Man wird aber abwarten müssen was auf der Ministerpräsidentenkonferenz in vier Wochen passiert und wie es grundsätzlich bei dem Thema weitergeht. Daher ist eine abschließende Ja oder Nein Antwort nicht möglich, da man schauen muss wie das Thema Jugendmedienschutz generell und besonders im Internet weiter angegangen wird. Unter den aktuell gegebenen Umständen ist aber eine Ablehnung die Antwort, da wir umfangreiche Kritik am aktuellen Entwurf haben. Der Versuch wäre nach der Wahl am 9. Mai entscheidende Verbesserungen durchzusetzen und dann eine grundsätzliche Reform im Bereich des Jugendmedienschutzes anzugehen.
*Was mir im konkreten Fall gar nicht recht wäre. Schließlich war es vor allem das massive negative campaigning, das mich im NRW-Wahlkampf so störte. Als Wähler bevorzuge ich Ideen und Inhalte. Wen ich nicht wählen möchte, kann ich selber entscheiden.
PS: Markus twitterte es gerade schon: „Erfolgreich in dieser Gruppe der Jung- und Erstwähler sind mit sieben Prozent die Piraten, […].“ (Quelle: Forschungsgruppe Wahlen) – Scheint fast, dass Netzpolitik langsam aber sicher zu einem Thema wird, das auch die etablierten Parteien nicht mehr ignorieren können.