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Musikwirtschaftsdialog zur Kulturflatrate zum Nachhören

Interessantes Streitgespräch zur Kulturflatrate: Mitschnitt des ersten Musikwirtschaftsdialogs zum Nachhören.


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Im ersten Musikwirtschaftsdialog trafen am 10. Februar im vollkommen überfüllten Wiener ORF Kulturcafé der Soziologe und Internetaktivist Volker Grassmuck sowie der Geschäftsführer des Bundesverbandes der Musikindustrie in Deutschland (BVMI), Stefan Michalk, aufeinander, um die Pros und Contras zu einer Musik- bzw. Kulturflatrate zu diskutieren. Einig waren sich die beiden Diskutanten eigentlich nur darin, dass es in Zukunft Musik-Flatrate-Modelle geben wird, wobei der Musikindustrie-Vertreter dabei an kommerzielle Angebote wie etwa an „Comes-With-Music“ des Mobiltelefon-Herstellers Nokia dachte, wohingegen Volker Grassmuck an die Umsetzbarkeit eines Abgabenmodells, das von den Verwertungsgesellschaften getragen werden könnte, glaubte. Darüber hinaus offenbarten sich in der Diskussion fundamentale Gegensätze im zugrunde liegenden Menschenbild – Filesharer als Musikdiebe vs. neue Tauschkultur im Netz –, bei der Einschätzung der technischen Umsetzbarkeit, bei der Frage nach der Verteilung der zu erwartenden Einnahmen und bei den Kosten, die eine Musik-Flatrate verursachen würde.

Gibt es auch als 87 MB große MP3.

Eine Zusammenfassung bietet das Musikwirtschaftsforschungs-Blog: Pro und Contra Musik-Flatrate.

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4 Kommentare
  1. Grassmuck habe ich schon auf der Uni gelesen und das Thema begleitet mich bis heute. Danke für den Link. Das werde ich bestimmt am Wochenende anhören.

  2. Wow! Habe jetzt eine gute halbe Stunde zugehört und bin tief beeindruckt, wie Volker Grassmuck die Behauptungen des Musikindustrievertreters Stefan Michalk in einem ruhigen und sachlichen Ton Punkt für Punkt widerlegt. Wahrlich ein Genuss! Bin gespannt was da noch kommt …

  3. Im letzten Segment der Diskussion hat sich der Industrievertreter Stefan Michalk in seinem Rückzugsgefecht mittels Dampfplauderei der Argumentation entzogen, nachdem Volker Grassmuck ihn mit Argumenten eingekreist und das Publikum auf seiner Seite hatte.

    Cool, die Musikindustrie steht echt mit dem Rücken zur Wand. Denen dämmert langsam, dass sie im Netzzeitalter, in dem jeder Produzent sein eigener Vermarkter sein kann, überflüssig sind. Leider stehen der Industrie mit alten Politikern, denen das fortschirttliche Netz unverständlich ist, mächtige Verbündete zur Seite, die schon die passenden Gesetze mit der Industrie ausklüngeln werden.

    Könnte die Musikindustrie jetzt bitte endlich sterben?

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