Die Türkei sperrt derzeit 3700 Webseiten

Die OSZE hat einen Report zur Internetzensur in der Türkei vorgelegt. Darin wird das sog. „Internet-Gesetz“ als unbrauchbar kritisiert, weil es zur Übersperrung führe und gegen tatsächlich unerwünschte Inhalte nicht effektiv sei. Das sagte der OSZE-Beauftragte für Pressefreiheit, Miklos Haraszti:

At present, 3,700 Internet sites are blocked in Turkey, including YouTube, GeoCities, and Google sites. Even as some of the content that is deemed ‚bad‘, such as child pornography, must be sanctioned, the law is unfit to achieve this. Instead, by blocking access to entire websites from Turkey, it paralyzes access to numerous modern file sharing or social networks.

(via)

Mehr Zeit für kritische Berichterstattung

Ihr kennt es: Zum Jahresende stehen wir traditionell vor einer sehr großen Finanzierungslücke und auch wenn die Planung und Umsetzung unseres Spendenendspurts viel Spaß macht, bindet es doch sehr viele Ressourcen; Ressourcen, die an anderer Stelle für unsere wichtige Arbeit fehlen. Um Euch also weniger mit Spendenaufrufen auf die Nerven zu gehen und mehr Recherchen und Hintergründe bieten zu können, brauchen wir Eure regelmäßige Unterstützung.

Jährlich eine Stunde netzpolitik.org finanzieren

Das Jahr hat 8.760 Stunden. Das sind 8.760 Stunden freier Zugang zu kritischer Berichterstattung und wichtigen Fragestellungen rund um Internet, Gesellschaft und Politik bei netzpolitik.org.

Werde Teil unserer Unterstützungs-Community und finanziere jährlich eine von 8.760 Stunden netzpolitik.org oder eben fünf Minuten im Monat.

Jetzt spenden


Jetzt spenden

7 Ergänzungen

  1. „At present, 3,700 Internet sites are blocked in Turkey, including YouTube, GeoCities, and Google sites.“

    Weiß man um welche „Google sites“ es sich handelt, oder ist alles von Google gesperrt?

  2. Also mind. 30% der Seiten die ich normalerweise ansurfe gingen bei meinem letzten Aufenthalt nicht.

    Youtube, Netvibes, Googlesuchbegriffe, politische Seiten…

    Nichts ist für nen nationalistischen Vielvölkerstaat gefährlicher als Informationsfreiheit.

    Deswegen geht halt alles in Richtung Regulierung und Zugangsbeschränkung, immer schön unterm nationalistischen Deckmäntelchen (Beleidigung von Atatürk, der Republik etc.)

    Die Machtelite hat (berechtigtermaßen) Schiss um das ideologische und staatliche Gebilde „Türkei“.

  3. Auf Grund der Tatsache dass die Familie meiner Frau in der Türkei lebt, ist dies ein alt bekanntes Problem. Der Staat geht sogar soweit, dass Personen die sich hierüber beschweren mit Represalien zu rechnen haben…hier ist Handlungsbedarf angesagt aber von Seiten der EU!!

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Bitte keine reinen Meinungsbeiträge! Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.