Radiofeuilleton über die Zukunft der Musikwirtschaft

Im Deutschlandradio Kultur berichtet das Radiofeuilleton in einer Reihe über die Zukunft der Musikwirtschaft: „Umsonst hat gewonnen!“.


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Seit Jahren klagt die Musikbranche über Umsatzrückgänge im Tonträgergeschäft. Es scheint so, als sei niemand mehr bereit Geld für Musik auszugeben, wenn man sie doch umsonst im Internet bekommen kann. Die Reihe „Umsonst hat gewonnen?“ im Radiofeuilleton befragt Musikmacher, Produzenten und Labelmanager zur Zukunft des Musikgeschäfts.

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3 Kommentare
  1. @Swen
    Du hat völlig Recht. Durch die ewige Wiederholung von Halb- und Viertelwahrheiten wird die Geschichte vom angeblichen „Tod“ der Musikindustrie nicht besser.
    #
    Die Probleme der Phonoindustrie (Konzern- und „Independent“-Labels) sind in erster Linie selbst verursacht (Überproduktion, Payola, Konzentration auf „Superstars“) bzw. Folge neo-liberaler Politik (De-Regulierung, Konzentration in der Medienindustrie).

    Zwangsabgabe zur „Rettung“ der Labels:
    Es war ja schon erstaunlich, dass die britischen Musikkonzerne ihre bisherigen Einnahmen als Maßstab für die Höhe der (geplanten) von den ISPs einzuziehenden (Zwangs-)Abo-Gebühr genommen haben.

    In Deutschland geht man gleich weiter:

    „Der mangelnde Verkauf von Tonträgern wegen illegaler Downloads hat für ihn [Ellinghaus, Besitzer des Labels City Slang]dramatische Folgen: Er könne nicht mehr aufwändige Platten produzieren, weil das Geld dafür nicht mehr da sei Ellinghaus hofft auf eine „Kultur-Flatrate“ die von jedem Computerbesitzer mit Internetanschluss erhoben werden soll.“

    Mit dem Geschwätz von den „dramatischen“ Folgen (wieviele zehntausend CDs werden jedes Jahr veröffentlicht?) verlangt Ellinghaus mehr Geld als er auf dem Markt erwirtschaften kann: JEDER COMPUTERBESITZER MIT INTERNETANSCHLUSS soll die „aufwändigen“ Produktionen des Herrn Ellinghaus subventionieren.

    Da könnte ja jeder kommen! Und tatsächlich gibt es ja auch schon Komponisten, die eine Verteilung der „Kulturflatrate“ je nach dem (angeblichen) kulturellen Wert der Musik fordern …

    1. Das es der Musikbranche schlecht geht, ist Fakt. Gegenüber 1997 , dem Jahr mit den höchsten Umsatz, sind die Umsätze um ca. 40% gesunken.

      Mich stört, dass in der öffentlichen Diskussion kaum noch jemand den Standpunkt der Musikindustrie (an allem ist NUR Filesharing schuld) hinterfragt, obwohl es wissenschaftliche Veröffentlichungen gibt, die KEINEN Zusammenhang zwischen Filesharing und CD Absätzen sehen, oder zumindest auch andere Faktoren betrachten. CDs und DVDs werden sicherlich von der gleichen Klientel gekauft. 1995 gab es die DVD noch nicht, 2005 wurden 100 Millionen (in der BRD) verkauft. Die DVD wird in vielen Veröffentlichungen als „Konkurrent“ der CD gesehen. Aber nichts davon ist in den Beiträgen vom Deutschlandradio oder HR2 zu hören.

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