Kultur

NDR nutzt den MIRO-Player

Auf der re:publica hatte es sich schon abgezeichnet und nun ist es offiziell: Der NDR nutzt als erster deutsche Sender den freien MIRO-Player und bietet einige seiner Sendungen per RSS in einem eigens gebrandeten Player an. Zu den unterstützten Sendungen gehören die Saturesendung „extra3“ und das Auslandsmagazin „Echo der Welt“. Natürlich kann man diese per RSS auch in seinem eigenen MIRO-Player unterbringen, aber es ist es schönes Signal, wenn der NDR als öffentlich-rechtlicher Sender seinen Zuschauern eine freie Software mit einer Vorkonfiguration anbietet. Hier gibt es die MIRO-Seite im Angebot von ndr.de.

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Aus der Pressemitteilung: NDR bietet seine Podcasts ab sofort auch über nicht-kommerzielle Software Miro.

„Der NDR als öffentlich-rechtlicher Sender ist in hohem Maße interessiert daran, dass unsere Inhalte im Internet auch über freie, nicht-kommerzielle Plattformen angeboten werden“, so Joachim Knuth, Programmdirektor Hörfunk des NDR. „Wir freuen uns, dass unseren Gebührenzahlern nun mit dem NDR Miro Player zugleich eine besonders nutzerfreundliche Software zur Verfügung steht, um unsere Audio- und Videopodcasts herunterzuladen.“

(Klar wäre es schöner und richtiger, man hätte anstatt „nicht-kommerziell“ den Begriff „frei gewählt“)

Da MIRO noch Probleme hat, gebrandete PLayer für alle Linux-Variante bereitzustellen, gibt es bis auf weiteres nur eine Windows und Apple-Version. Aber man kann sich die RSS-Feeds aus dem Angebot herunterladen und unter jeder MIRO-Installation einpflegen.

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6 Kommentare
  1. Interessantes Angebot. Ich bin gespannt welche Sender nachziehen.

    Gruß,
    Stefan

    PS: Ein keiner Tippfehler ist mir aufgefallen: „[…]die Saturesendung “extra3″[…]“ Sicherlich sind hiermit Satiresendungen gemeint?

  2. Sehr gut..

    Es scheint ja mittlerweile von einigen Sendern verstanden worden zu sein, dass es neue Bedürfnisse von Nutzern gibt. Ich jedenfalls habe kein Bock auf ge-zappe, sondern will mir mein „Bildungsfernsehen“ anschauen wann und wo ich will.
    Freue mich schon auf den Tag, an dem ich mir das erste mal meine Feierabend-Nachrichten-Streams aussuchen und zusammenstellen kann, ohne auch nur für eine Millisekunde auf Weichspühler-fernsehen wechseln zu müssen.

  3. Es gibt jetzt auch einen kompletten 3sat-Kanal mit ca. 2080 Einträgen. Respekt zunächst an 3sat für diesen tollen Schritt hin zu mehr Offenheit und Verfügbarkeit. Ich fürchte allerdings, dass die Software von Miro diese Masse an Einträgen nicht ohne weiteres verarbeiten kann. Wenn ich durch die Einträge browsen möchte, so dauert es erst etwa eine halbe Minute, bis alle Einträge geladen sind. Der Miroplayer wird sehr träge. Auch sind die Einträge nicht thematisch geordnet. Es wäre schöner, wenn man das Angebot soweit möglich auf nach Sendungen geordnete Einzelkanäle aufteilen könnte. Vielleicht könnte man auch bei Miro eine Art Tagging- und Bewertungsfunktion einbauen. Die Hoffnung ist, dass die Software weiter ausgebaut wird, jetzt wo mehrere professionelle Sender sie nutzen.

    Longbow4u

  4. Schön fände ich es ja, wenn die Miro-Jungs mal ihre Zusage einlösen würden und auch Audio-Podcasts in ihr Verzeichnis aufnehmen würden. Die Festlegung auf „Television“ finde ich sinnlos.

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