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Das neue Lidl-Logo

Dass man bei der Supermarktkette Lidl nicht mehr einkaufen sollte, ist spätestens seit gestern klar: Lidl gibt Bespitzelung zu. Passend zur neuen Öffentlichkeitsarbeit wurde auch das Corporate Design verändert:


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Die Grafiken stammen von Metronaut. Dort gibts auch grössere Vorlagen.

24 Kommentare
  1. Lidl hat ja schon wesentlich früher einen BigBrother Award für unakzeptable Behandlung von Mitarbeitern erhalten. Wenn ich mich noch richtig erinnere, dann haben sie Mitarbeitern verboten, auf die Toilette zu gehen. Eine Ausnahme gab es für schwangere Frauen, wenn diese ein leicht ersichtliches Kennzeichen tragen (Mütze, Bändchen? irgendwie sowas). Kann sein, dass es noch mehr Gründe gab, aber an diesen erinnere ich mich noch.
    Kann auch sein, dass ich mich gerade in den genauen Ausführungen täusche. Auf jeden Fall ist Lidl hier schon einmal negativ aufgefallen.

    Und wie mir gestern ein Bekannter sagte, hat Schlecker genau das gleiche Problem. Auch dort werden anscheinend Arbeiter überwacht (vgl. auch Wikipedia). Also Lidl ist hier leider nicht der einzige…

  2. Ich sehe das Thema etwas anders – auch wenn ich das Vorgehen nicht Gutheiße.

    Die Unternehmen stehen unter massivem Druck – auf der einen Seite steht die Industrie, die Preiserhöhungen weitergibt und auf der anderen Seite der Kunde, der sehr sensibel auf Preiserhöhungen reagiert.
    Also optimieren die Unternehmen, wo sie nur können – leider auch beim Personal. Lidl hat das sicher extrem dumm angestellt, aber wenn wir alle auf Nachhaltigkeit achten würden, würde sowas nicht so leicht passieren. Meine Meinung steht – etwas detallierter – auch in meinem Blog.

  3. @Henning, das kann nicht ganz ernst gemeint sein, oder? Dass heimliche Überwachung von Mitarbeitern erlaubt ist, nur weil das Unternehmen unter Marktbedingungen arbeitet? MIt diesem Argument ließe sich rechtfertigen, dass alle überwachen können dürfen.. unangekündigt und Persönlichkeitsrechte berührend (siehe Protokolle: „Frau M. ist an beiden Unterarmen tätowiert“; „Die Kräfte … unterhalten sich auf polnisch miteinander“) u.ä. – das kann niemand rechtfertigen.

    Ich kenne den Einzelhandel etwas und weiß, dass Taschenkontrollen am Ausgang (aber im Gebäude) sinnvoll sein können. Anders sieht es aus, wenn es nicht um Diebstahlverhinderung geht sondern um etwas, das mit Nachhaltigkeit so gar nichts zu tun hat.

  4. Auch Aldi geht hart mit seinen Mitarbeitern um. Testkäufer kaufen beabsichtigt z.B. aehnlich aussehende Weine, welche unterschiedliche Preise haben, und wenn der Kassierer fuer einen einen falschen Preis berechnet, wird er abgemahnt, bei zweimaliger Wiederholung entlassen. Bei Krankheiten werden zur Sicherstellung ab und an Hausbesuche gemacht etc.

    Seit neuestem haengen bei uns in den Filialen Kameras, zu welchen Zwecken ist mir nicht bekannt.

    Auch wenn die Angst vor Betrug durch Mitarbeiter zu verstehen ist, finde ich die Maßnahmen ziemlich uebertrieben.

  5. … wie auch immer, wie sagt meine Oma so schön, daß gab’s nicht zu unseren Zeiten ! Nun meinte Sie die Kamera oder die weitverbreitete miserable Arbeitseinstellung ? Ich denke es gibt Ansatzpunkte für beiden Seiten an Verbesserungen zu arbeiten. Ich bin nicht der Meinung, daß es richtig ist Mitarbeiter zu überwachen, aber es ist auch nicht richtig als Mitarbeiter dem Arbeitgeber bewußt Schaden zuzufügen, weil ich MEIN & DEIN nicht zu unterscheiden brauche, da die Discounter Taschenkontrolle bei Kunden z.B ablehnen und sogar ohne Kassenbon umtauschen.

    Das läßt sich sicherlich vertiefen und Bedarf genauerer Analyse und langfristig angelegter Strukturverbesserung, sowie Schulung der Führungskräfte & Mitarbeiter, als auch eines jeden in unserem schönen Lande.

    Es ist hart eine Firma aufzubauen und mit allen möglichen zu kämpfen, Innovationen zum wirtschaftlichen Erfolg zuführen wie die Gebrüder Aldi & Herr Schwarz. Da kann es passieren, daß man vom Weg abkommt.

    Also laßt uns alle durch Kritik und Wachsamkeit und dem lauten ‚Hört, Hört….‘ Denkanstösse zur Veränderung geben.

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