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Was noch so passierte

Heise: Amerikanische Handelskammer in Deutschland kritisiert Datenhunger der USA.


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Nach Einschätzung der Wirtschaftsvereinigung, die als bilaterale Wirtschaftsvereinigung nach eigenen Angaben 3000 Mitglieder in den USA und Deutschland vertritt, geraten immer mehr deutsche Unternehmen mit Amerikageschäft in das Dilemma, eine Vielzahl von Daten in die USA übermitteln zu sollen – obwohl deren Transfer nach deutschen und europäischen Vorschriften unzulässig sei. Dies stelle eine Belastung des transatlantischen Handels dar.

Gulli: Rentner wird seit neun Monaten der Volksverhetzung verdächtigt.

Ein 76 Jahre alter Rentner rief das Sorgentelefon der Zeitung ‚Märkische Allgemeine‘ (kurz: MAZ) an um sich lediglich über Glasscherben auf Rad- und Fußwegen in seinem Stadtteil in Brandenburg zu beschweren. Am 30. November führte die Polizei eine Hausdurchsuchung bei dem Rentner in Hohenstücken durch. Der Mann erfährt, ihm würde Volksverhetzung zur Last gelegt werden. Man erhebt ihm gegenüber den Verdacht, er wäre seit zehn Jahren der Urheber von Briefen mit nationalsozialistischem Gedankengut. Briefe in denen unter anderem Juden und die USA verunglimpft werden. Auch soll er Symbole verfassungswidriger Organisationen aufgemalt und in einige Umschläge Glasscherben gesteckt haben, die er dann angeblich an die ansässige Jüdische Gemeinde, die Deutsche Bank und andere Organisationen geschickt hat. Glasscherben. Höchstwahrscheinlich nicht dieselben Scherben von denen er am Telefon sprach.

Pro-Linux: Schweizer Studenten werden Microsoft-Steuer los .

Das Neptun-Programm, das allen Schweizer Universitätsangehörigen vergünstigte Laptops anbietet, gibt die Geräte nun auch ohne Windows ab.[…] Bisher wurden alle Geräte ausschließlich mit Windows geliefert. Für die an Windows nicht Interessierten bedeutete dies zumindest unnötige Mehrkosten oder schlimmstenfalls eine unerwünschte Förderung eines Monopolisten. In der demnächst beginnenden Verkaufsphase hat sich das geändert. Nun können die meisten Geräte ohne Windows bestellt werden und sind dadurch um 125 sFr. (ca. 75 EUR) günstiger. Selbst die Windows-Anwender können davon profitieren, da sie über ihre Hochschule unter Umständen eine kostenlose Windows-Lizenz bekommen. Das Angebot ohne Windows wurde nach Angaben des Blogs erst aufgrund der fortgesetzten Forderung der Studentenorganisation »theAlternative.ch« realisiert. Die Organisation setzt sich für freie Software, Open-Access-Publikationen und andere Ideen ein, die eine »nachhaltige digitale Welt« zum Ziel haben.

Telepolis: Von wegen 99,9 %.

Um die angebliche Harmlosigkeit der geplanten Online-Durchsuchung zu belegen, verweist BKA-Chef Ziercke immer wieder gern darauf, dass angeblich 99,9 % der Bevölkerung gar nicht von dieser Maßnahme betroffen wären. In Wirklichkeit ist jeder, der WLAN und/oder ein Windows-Betriebssystem nutzt, potentiell einem erheblichen Risiko ausgesetzt – auch und gerade wenn er kein Terrorist ist. Und das, was die Behörden bei Personen, von denen sich später herausstellt, dass sie keine Terroristen sind, über Unregelmäßigkeiten beim Steuernzahlen, beim Kopieren von Medien oder an justiziablen Aussagen über Politiker finden, kann potentiell zu Strafverfahren führen.

Heise: IBM tritt OpenOffice-Community offiziell bei.

Schon seit geraumer Zeit entwickelt IBM intensiv an OpenOffice weiter, ließ aber eigene Erweiterungen und Codeverbesserungen nicht ins Open-Source-Projekt einfließen. Ab sofort beteiligt sich IBM aktiv am Open-Source-Projekt und will eigene Erweiterungen am Code des freien Office-Pakets einbringen.

Heise: OSI segnet GPLv3 als Open-Source-Lizenz ab.

Im Rahmen ihrer letzten Vorstandssitzung hat die Open Source Initiative (OSI) die GNU General Public License Version 3 (GPLv3) offiziell als Open-Source-Lizenz akzeptiert. Die Organisation ist Hüterin der Open Source Definition und führt in dieser Rolle eine Liste zertifizierter Open-Source-Lizenzen.

Tagesschau: RFID-Technik soll Strichcode ersetzen – Karstadt führt Funkchips im Verkauf ein.

Karstadt setzt als erster Einzelhändler in Deutschland die neue Radiofrequenz-Technik RFID im Verkauf ein. In der Düsseldorfer Warenhaus-Filiale werden Jeans mit Hilfe der Funk-Etiketten verkauft. Karstadt-Chef Peter Wolf kündigte an, dass im Herbst kommenden Jahres alle Warenhäuser in der Herrenmode-Abteilung mit den neuartigen Etiketten ausgestattet werden sollen. Die RFID-Chips sollen langfristig den Strichcode ersetzen. Karstadt erhofft sich von der Technologie Millioneneinsparungen.

de.niternet.com: Scharfe Überwachung in Mumbais Internet-Cafés.

Benutzer von über 500 Internet-Cafés in der indischen Metropole Mumbai müssen künftig genaue Online-Kontrollen über sich ergehen lassen. Wie örtliche Medien meldeten, setzt die Polizei bald Tastatur-Überwachungsprogramme, so genannte Keylogger, ein. Diese erfassen alle Eingaben und geben sie gegebenenfalls an die Behörden weiter.

Spiegel: Datenmaut für Internet-TV.

Die Debatte über die Frage, ob Serviceprovider Datenmaut für breitbandige Internet-Inhalte verlangen dürfen, verschärft sich wieder. Das US-Justizministerium ist dafür – und könnte einen Trend setzen. Aus Kundensicht wäre das nicht witzig: Multimediale Dienste könnten deutlich teurer werden.

Futurezone: Erster „Fair Music“-Award verliehen.

Im Rahmen der Ars Electronica wurde erstmals mit dem „Fair Music Award“ gerechte Behandlung im Musikbusiness ausgezeichnet.Mit dem neu geschaffenen „Fair Music Award“ wurden am Samstag Tonga.Online, female:pressure, Freibank Music Publishing und Extraplatte ausgezeichnet. Sie hätten „gezeigt, dass Fairness im Musikbusiness möglich ist“, so der Leiter des Music Information Center Austria [mica], Peter Rantasa, bei der Verleihung. Die „Fair Music“-Initiative zielt auf gerechtere Bedingungen und Entlohnung der Musiker ab.

Futurezone: Die „Rasterfahndung“ des FBI.

Das FBI hat bei seinen Ermittlungen gegen Terror-Verdächtige auch zahlreiche Informationen über deren Umfeld gesammelt, berichtet die „New York Times“. Manche Personen könnten über die „Link Analysis“ auch unverschuldet ins Visier geraten sein.

Rabenhorst: Totalüberwachung zum Kaffee.

Das nach Presseberichten die drei im Sauerland verhafteten Männer, die von der Gneralbundesanwaltschaft der sogenannten „Islamic Jihad Union“ zugerechnet werden, mit Kontaktpersonen über gekaperte WLAN-Verbindungen und abgespeicherte E-Mail Entwürfe in Ordnern bei Webnmail-Providern kommuniziert haben sollen (was an die Kofferbomben-Terrorlaien erinnert), wozu dann ein Mitglied des Trios ein 80 Kilometer entferntes Internetcafe aufgesucht hatte, wurde und wird von Innen- und Sicherheitspolitikern wie Kauder, Beckstein & Co. als Argument für Befugnisse zur Online-Durchsuchung benutzt, die so dringend nötig sei, um im Wettkampf mit den irregulären Kämpfern der Terrorzellen bestehen zu können.

ZDF: Berlin-Direkt über Online-Durchsuchungen mit Wolfgang Bosbach und Jürgen Trittin im Interview.

Der Streit um die Online-Durchsuchungen hat seit den versuchten Terroranschlägen in Deutschland an Schärfe gewonnen. Im Streitgespräch zwischen dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Union, Wolfgang Bosbach und Jürgen Trittin, dem ehemaligen Umweltminister der Grünen, plädiert Bosbach für eine Online-Durchsuchung. „Wir dürfen keine Schutzlücken haben“, warnt Bosbach. Trittin spricht sich gegen die Bundestrojaner aus. „Ich glaube, dass hier an dieser Stelle eine Lücke konstruiert wird“, sagt Trittin.

ZDF-Mediathek: Video Interview mit Constanze Kurz.

Handelsblatt: Politik mit Tunnelblick.

Die Bundespolitik wollte in der neuen Hauptstadt Berlin weltoffener und bürgernäher werden. Doch eineinhalb Jahrzehnte nach ihrem Umzug vom Rhein an die Spree schotten sich die Abgeordneten jetzt stärker von der Wirklichkeit ab. Außerhalb des Regierungsviertels sind die meisten der 614 Abgeordneten Fremde – ohne Ortskenntnis und Bezug zur Hauptstadt.

Ich begrüsse ja, was andere befürchten: Privatsender fürchten „Expansion“ von ARD und ZDF im Internet.

MAPLight.org Campaign Widgets Track Presidential Money Race.

Today MAPLight.org, a nonprofit that illuminates the connection between money and politics, released free widgets that allow anyone to track presidential fundraising on their own blogs, social media sites, and personal Web sites. „We’re making political fundraising more transparent,“ said MAPLight.org Executive Director Dan Newman. „As presidential candidates compete in what will surely be the most expensive election campaign in U.S. history, we want to make it easy to see the huge amounts of money candidates received from private contributors.“

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