WSIS: Shuttle-Service

Ein Service des tunesischen Regierung sind Shuttle-Busse, welche in alle Richtungen fahren und die einzige Möglichkeit darstellen, direkt an den WSIS heran zu kommen. Mit Taxis und ÖPNV kommt man leider nur an die äusserste Sicherheitsgrenze heran. Dort muss man wiederum in Busse umsteigen, die von dort zum Engang fahren. Aber zurück zu den Bussen, für die es sogar Fahrpläne gibt. Einmal die Stunde sollen sie überall ankommen, komischerweise eigentlich überall immer zur vollen Stunde. Das funktioniert natürlich nicht besonders.


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Vor allem, wo die vielen Delegierten in verschiedensten Hotels untergebracht sind. Glück hat man vor allem, wenn man in den grossen Hotels in der Innenstandt wohnt. Die Wahrscheinlichkeit, dort schnell anzukommen, ist ziemlich hoch. Leider wohnen wir im nördlichen Teil von Tunis, wo es viele Hotels auf dem Land verstreut gibt. Gestern Abend wurden wir (leider) Augenzeuge einer besonders gut koordinierten Aktion. Wir kamen am WSIS-Busbahnhof an, kommunizierten unser Hotel zu den Sicherheitsleuten und warteten. In alle Richtungen hätten wir schon lange im Bus sitzen können, nur zum Norden gab es keinen. Dann wurden wir, hungrig und erschöpft, endlich zu einem Bus gewunken, stiegen ein und freutenuns auf die Abfahrt. Wieimmer zur vollen Stunde. Aber wenigstens konnten wir schonmal sitzen. Daraus wurde aber nichts, denn wir wurden in einen anderen Bus verfrachtet, der uns jetzt fahren sollte. Also umsteigen, wierde sitzen und sehnsüchtig auf Erlösung warten. Draussen wurde es lauter und es stellte sich heraus, dass sich der uns zugeteilte Busfahrer weigerte, uns zu fahren. Warum, klärte sich erst später. Wir waren froh, als der Bus endlich irgendwann abfuhr, als noch einige mehr eingestiegen waren, die zu anderen Hotels wollten.

Was dann folgte, war weniger erfreulich. Es stellte sich heraus, warum sich der Busfahrer geweigert hatte, uns zu fahren. Er war eigentlich für einen anderen Sektor eingeteilt und hatte absolut keinen Plan, wo die ganzen Hotels waren. Was flgte waren zwei Stunden auf dem tunesischen Land rumgurken, mindestens 50 Polizeisperren abfahren, jedesmal nachfragen und mit Mühe und Not alle Hotels finden. Bis nur noch unseres übrig war. Sehr erfreulich für uns war natürlich, dass wir als erste in dem Bus sassen und als letzte abgeliefert wurden. Den Abend konnte man dann vergessen, zu Essen gab es nur noch Reste im Hotel und der Spass war verflogen. Ich habs dann vorgezogen, einermassen früh schlafen zu gehen. Heute Abend sichern wir uns erstmal ab, ob der Busfahrer überhaupt unser Hotel kennt, bevor wir irgendwo einsteigen. Der Spassfaktor ist sonst nicht besonders hoch, denn unser Hotel ist nur knapp 10km entfernt. Gestern wären wir zu Fuss schneller da gewesen.