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Wie macht man Eltern Angst vorm Internet?

Wie macht man Eltern Angst vorm Internet? Entweder schickt man sie zu einem Aufklärungsseminar des Bildungswerk der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung oder sie lesen Chiemgau-Online. Noch besser ist beides: Tacherting: Drogen, Okkultismus und Pornografie Einen Informationsabend, der vielen Eltern die Augen öffnete, veranstalteten die Volksschulen Tacherting und Engelsberg, indem sie über das Bildungswerk der Hanns-Seidel-Stiftung den Internet-Fahnder…

  • Markus Beckedahl

Wie macht man Eltern Angst vorm Internet? Entweder schickt man sie zu einem Aufklärungsseminar des Bildungswerk der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung oder sie lesen Chiemgau-Online. Noch besser ist beides: Tacherting: Drogen, Okkultismus und Pornografie

Einen Informationsabend, der vielen Eltern die Augen öffnete, veranstalteten die Volksschulen Tacherting und Engelsberg, indem sie über das Bildungswerk der Hanns-Seidel-Stiftung den Internet-Fahnder Rainer Richard aus München in den Gasthof „Pertlwirt“ einluden. Er zeigte den Zuhörern auf sehr anschauliche und teilweise schockierende Art und Weise auf, welche enormen Gefahren das Internet für Kinder und Jugendliche birgt. Das kriminelle Online-Spektrum reicht von Pornografie über Gewaltverherrlichung, Rassismus und Drogenmissbrauch bis hin zu pädophilen Chatroom-Nutzern.

Wenn das Thema nicht so Ernst wäre, könnte man den Artikel glatt als gute Real-Satire durchgehen lassen. Der letzte Absatz zu Medienkompetenz ist wenigstens noch vertretbar.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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3 Kommentare zu „Wie macht man Eltern Angst vorm Internet?“


  1. André

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    Wie bitte? Wieso Realsatire? Recht haben sie!


  2. markus

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    Das Internet ist also sehr gefährlich? Mich würde mal interessieren, wieviele Eltern sofort nach dem Vortrag ihren jugendlichen Söhnen und Töchtern Internetverbot erteilt haben. Normalerweise findet man solche Inhalte nicht mal so eben. Aber Hinweise wie dieser Artikel wecken nur noch mehr die Neugierde von Kindern und Jugendlichen, gezielt nach diesen Inhalten zu suchen.


  3. carsten

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    Gerüchten zufolge ist das Intranet der Hanns-Seidel-Stiftung auch so aufgebaut: drinnen alles schön und kontrolliert, bei den Links nach draußen steht immer mit dabei, dass ab jetzt Sodom und Gomorrha droht, Verderben allerorten.
    Irgendwie ist das so blauäugig, durch Kontrolle von Zugang die Phantasie in Zaum halten zu wollen. Ich möchte lieber nicht wissen, was für erziehungspolitische Direktiven aus sowas folgen können werden. Hoffentlich sickert da nicht allzuviel in den Bundestagswahlkampf hoch.
    Vorhersagen sind aber immer schwierig, und das 24h Shopping-Paradies, das im Zuge der ersten Datenautobahnen und der New Economy beschworen wurde, kam so auch nicht in der Welt an. Und wieso sollte gerade die CSU mit anbiederndem Populismus eine große Rolle spielen.
    Letztlich darf man sich hoffentlich eher belustigen als politisch stressen lassen.

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