USA: Die RIAA wird zurück verklagt

Spannend dürfte dieser Prozess werden: In den USA hat eine 41-jährige behinderte und alleinerziehende Mutter einer achtjährigen Tochter, eine Gegen-Klage gegen die RIAA erhoben, die sie wegen Filesharing angeklagt hatte. Ihr wird vorgeworfen, über Kazaa Gangsta-Rap heruntergeladen zu haben, teilsweise morgen um 4:24h. Die Argumentation ihrer Anwälte findet sich in deren Weblog wieder. In sehr vielen Punkten wird der RIAA ein Verstoss gegen geltende Gesetze vorgeworfen. Dazu gehören „Einbruch in die Privatsphäre“, elektronischer Einbruch, Computerspionage, fahrlässige Falschangaben, der Aufbau von Klagewellen als Geschäftskonzept, was das ganze wiederum unter den juristischen Begriff der „Gewerbsmässigkeit“ fallen lässt und einiges mehr.

20. Entering a person’s personal computer without their authorization to snoop around, steal information, or remove files is a violation of the common law prohibition against trespass to chattels.

21. The record company plaintiffs employed MediaSentry as their agent to break into Ms. Andersen’s personal computer (and those of tens of thousands of other people) to secretly spy on and steal information or remove files. MediaSentry did not have Ms. Andersen’s permission to inspect, copy, or remove private computer files. If MediaSentry accessed her private computer, it did so illegally and secretly. In fact, Ms. Andersen was unaware that the trespass occurred until well after she was anonymously sued.

22. According to the record companies, the agent, Settlement Support Center used the stolen private information allegedly removed from her home computer in their attempt to threaten and coerce Ms. Anderson into paying thousands of dollars. ….

64. The record companies and their agents stood to financially benefit from these deceptive and unlawful acts. Proceeds from these activities are used to fund the operation of the record companies’ continued public threat campaigns.

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