Generell

Nachrichtenüberblick 26.07.

Wer schon immer wissen wollte, wie die Hörerzahlen der deutschen Radiosender ermittelt werden, und wieso es dabei immer nur Gewinner gibt, kann das mal bei Telepolis nachlesen: „Es ist nicht wichtig, wie viele Leute uns hören„.

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Über die Datensammlung bei Amazon, eBay &Co. und ihren Beitrag zur Anti-Terrorbekämpfung in den USA berichtet Spiegel-Online: Amazon, Terror-Abwehr und der Staatsschutz.

Das starke Gefälle in der Qualität des Datenschutzes zwischen der EU und den USA hält das Thema Datentransfer weiter auf der Tagesordnung. Durch die anhaltenden terroristischen Aktivitäten wird die Begründung für den staatlichen Zugriff weiter frei Haus geliefert. Die gängige Praxis und die schwach ausgeprägten Kontrollmöglichkeiten sollten jedermann zu denken geben, wem er persönliche Daten überlässt.

Die Frankfurter Rundschau widmet dem Bundesverfassungsgericht einen eigenen Artikel: Wider den Schlecht-Wetter-Abschlag

Draußen, außerhalb des gläsernen Gerichtsgebäudes, wird anders intoniert. Mit dem zur Stereotype verkommenden Satz „Wir brauchen schärfere Sicherheitsgesetze zum Schutz unserer Bürger“ werden Wahlen gewonnen. Wer nach mehr Sicherheit und neuen Gesetzen ruft, treibt die „Verweigerer“ automatisch in die Defensive. Ob es die deutschen Sicherheitsgesetze sind oder nicht vielmehr die Nichtteilnahme am Irak-Krieg, die die Republik bislang vor Anschlägen bewahrten, diese Frage traut sich ein Politiker nicht öffentlich zu erörtern.

Der kanadische Provider Telus befindet sich gerade mit der Telecommunications Workers Union in einem Tarifstreit. Und hat jetzt einfach mal eine Webseite gesperrt, die das thematisiert: Kanadischer Provider blockiert Gewerkschafter-Website.

NRW goes Open Source. Zumindest im eLearning. Dazu gibt es wohl schon etwas länger die Initiative CampusSource, die jetzt ein Entwickler-Treffen organisiert hatte, um Ressourcen zu vernetzen.

Ziel dieser vom Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützten Initiative ist es, kooperative Prozesse für den Aufbau eines virtuellen Hochschulraums in Gang zu setzen. Die Anstrengungen der einzelnen Hochschulprojekte werden somit gebündelt und die Open Source-Plattformen als technische Voraussetzung einer virtuellen Universität allen InteressentInnen zur Benutzung und Weiterentwicklung zur Verfügung gestellt.

Vietnam, wahrlich kein Mekka für Meinungsfreiheit, macht wieder durch staatliche Aktionen auf sich aufmerksam: Vietnam führt Ausweispflicht in Internet-Cafés ein

Internet-Cafés müssten zudem sicherstellen, so hieß es, dass niemand auf pornografischen oder als subversiv eingestuften Websites surfe. Die Regierung weist in ihrer neuen Direktive auch darauf hin, dass seit vergangenem Jahr die Daten der Benutzer 30 Tage lang gespeichert werden müssen.

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