Nachrichtenüberblick 17.10.

„Was würde Jesus bloggen?“ war die grosse Frage auf der ersten christlichen Blogger-Konferenz in den USA. Im Endeffekt sei christliches Bloggen sowas wie Thesen anschlagen… Wired berichtet darüber und Silicon hat eine deutsche Zusammenfassung.

Wie die Futurezone berichtet, findet am 7. November das 1. Österreichische Wikiposium der Oesterreichischen Computer Gesellschaft in Wien statt.

Heute wurden in Wien die Liste der Nominierten für die Big Brother Awards Austria bekannt gegeben, welche in einer Gala am 25. Oktober im Wiener Theater Rabenhof gefeiert werden. Den Positivpreis erhält das Europaparlament als „Wächter der Freiheit“.

Die Free Software Foundation vergibt einen neuen Preis:

Der neue Preis, der „Free Software Award for Projects of Social Benefit„, soll Projekten jährlich zugute kommen, die zielgerichtet und auf bedeutsame Weise freie Software in einem Projekt mit sozialen Zielen zum Einsatz bringen oder die Ideen der freien Softwarebewegung zum Nutzen gesellschaftlicher Belange umsetzen. Die Kriterien für mögliche Anwärter des Preises sind sehr weit gefasst: „Die Free Software Foundation hält nach allen Aktivitäten Ausschau, die in irgendeiner Weise die Zusammenarbeit für soziale Ziele fördern.“ Etwas selbstironisch merkt die Ankündigung der FSF an, dass die Förderung freier Software, wie z.B. das Entwicklen von Software, nicht in den Geltungsbereich des neuen Preises fallen wird. Diese Projekte werden auch weiterhin mit dem jährlichen „Award for the Advancement of Free Software“ ausgezeichnet werden.

Das größte WLAN-Netz soll auf einer Fläche von inzwischen 1800 Quadratkilometern in Oregon stehen, wie die Netzeitung berichtet.

Auch beim Urheberrecht, bzw. der Massenkriminalisierung von Filesharing-Nutzern gibt es Neuigkeiten. Verwundert lese ich bei Heise, dass die erste Staatsanwaltschaft sich realistischerweise unserer Analyse anschliesst, dass eine Bagatellklausel nicht „für den neuesten Robbie Williams Song“ (O-Ton Brigitte Zypries) gelten sollte, sondern eine vierstellige Uploadanzahl an Files umfassen sollte: Neuer Streit um „Raubkopierer-Klausel“ im Urheberrecht.

Ein Sprecher der Karlsruher Staatsanwaltschaft beklagte gegenüber dem Focus, dass die Abarbeitung der Vorgänge „mindestens sechs Monate“ in Anspruch nähme, „vielleicht aber auch deutlich mehr“. Doch auch andere Strafverfolgungsbehörden sehen sich längst überfordert, da die Musik- und die Filmindustrie sie ebenfalls permanent mit Anzeigen wegen Urheberrechtsverletzungen im Internet füttern. Ermittlungen seien nur noch sinnvoll, wenn jemand „1000 oder mehr Lieder online offeriere“, drängen Behördenvertreter laut Focus auf klare Grenzziehungen bei der Rechtsnovelle. Es sei nicht zu schaffen, zehntausende deutsche P2P-Nutzer zu bestrafen.

Die in Kanada sind echt originell: Ein RFID-Chip auf jedem Apfel

Doch der kanadische Verband der Lebensmittelhändler CCGD hält eine Lösung, bei der die Aufkleber immer wieder eingescannt werden müssen, für zu personalintensiv und zu teuer. Der Vizepräsident des Verbands Dave Wilkens sagte, die Möglichkeit der Nachverfolgung von Nahrungsmittel gebe es bereits, doch man müsse die Effizienz steigern. Seine Mitglieder nutzten die Zeit, die die Regierung ihnen lässt, um RFID-Lösungen zu prüfen, mit denen dann jedes Schweineschnitzel und jeder Apfel schon vom Erzeuger mit einer eindeutigen Kennung versehen wird.

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2 Ergänzungen

  1. Ein Heiseforumstrollteilnehmer schuf in der Diskussion zum Artikel über die „Raubkopierer-Klausel“ das schöne Wort „raubmordvergewaltigungskopierer“.

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