Generell

Beckstein will mehr Zensur

Also wenn ich mir um eine Person richtig Sorgen mache bei einem möglichen Machtwechsel in Deutschland, dann ist es Beckstein. (Ich weiss, Schily ist eigentlich genauso schlimm, aber der bekommt wenigstens ab und zu Probleme mit seinen Regierungsfraktionen im Bundestag, was bei Beckstein nicht zu erwarten ist) Noch nicht im Amt, fordert er in einem Handelsblatt-Interview vom morgigen Dienstag mehr Zensur im Netz:

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„Man kann sich Rezepte herunterladen, wie man ohne großen Aufwand sehr schwer nachweisbare Sprengstoffe herstellt“, sagte Beckstein dem Handelsblatt (Dienstagausgabe). „Damit braucht man kaum noch chemisches Spezial-Know-how, um extrem gefährliche Sprengkörper herzustellen – das geht mit Hausmitteln.“ Dies sei ungeheuer gefährlich, aber „schwer in den Griff zu kriegen“. Möglicherweise könnten hier Filterprogramme, die sich im Kampf gegen Kinderpornografie als gute Lösung erwiesen hätten, Abhilfe schaffen.

Wer weiss, wofür er sonst noch alles Filter haben möchte – Gefahren fürs bayrische Kleinbürgertum gibt es ja genug im Netz und viele Firmen machen Lobbying für Filter, um ihre Produkte zu verkaufen und versprechen das Blaue vom Himmel. Die Kollateralschäden für ein demokratisches und offenes Netz werden dabei leider immer völlig ausgeblendet.

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2 Kommentare
  1. Wenn es denn immer so einfach wäre, nur einen Verusacher zu haben.. dann könnte Filter ja womöglich tatsächlich einmal technisch zuverlässig wirken, aber so im allgemeinen ist seit einem Jahr klar, dass Filter praktisch nichts nutzen. Zensur ist also der falsche Weg, und für gegen den Beckstein helfen demokratische Mittel besser: nicht die CDU und nicht die CSU wählen. :)

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