Ticker vom 06.01.2026

LTO
Ein Pariser Gericht hat zehn Personen wegen Cybermobbings gegen Brigitte Macron verurteilt. Die Verurteilten erhielten zumeist sechs Monate Haft auf Bewährung und müssen auf eigene Kosten an Pflichtseminaren zum Respekt im Internet teilnehmen.
Berliner Datenschutzbeauftragte
Die Berliner Datenschutzbeauftragte verzeichnete von 2024 auf 2025 einen Anstieg der Eingaben von Bürger*innen um 50 Prozent. KI erhöht die Auffindbarkeit der Behörde und hilft Menschen bei der Formulierung von Beschwerden - mit ambivalenten Folgen.
The Guardian
Kartenbetrug gibt's auch bei Apple Pay und Google Pay: Kriminelle geben sich unter dem Vorwand gefährdeter Kontosicherheit als Bankmitarbeiter*innen aus, erbeuten so die Daten der Inhaber*innen und fügen die Karten ihren eigenen Wallets hinzu.

Ticker vom 05.01.2026

Die Zeit
Elon Musks KI-Chatbot Grok hat sich auf der Plattform X mit "Schwachstellen in unseren Sicherheitsvorkehrungen“ herausgeredet, nachdem er zuvor auf Aufforderung von Nutzer*innen sexualisierte Bilder von Kindern und Erwachsenen erstellt hatte.
DER SPIEGEL
Wolodymyr Selenskyj baut den ukrainischen Sicherheitsapparat um. Demnach soll der aktuelle Vizeregierungschef und Minister für digitale Transformation, Mychajlo Fedorow, neuer Verteidigungsminister werden. Sein Vorgänger Denys Schmyhal ist erst seit Sommer 2025 im Amt.
Tom's Hardware
Das Playstation-Spiel Star Wars Racer Revenge erzielt auf dem Gebrauchtmarkt derzeit Rekordpreise von bis zu 400 US-Dollar. Mit dem Spiel lässt sich eine Schwachstelle der aktuellen Playstation 5 ausnutzen, um diese zu jailbreaken.
Die Zeit
Über Jahre hinweg hatte der Bundesnachrichtendienst (BND) Gespräche des früheren US-Präsidenten Barack Obama abgehört, ohne dass der Vorgang von der damaligen Kanzlerin Angela Merkel genehmigt wurde.
The Guardian
In England hat die Social-Media-Plattform Reddit TikTok als viertpopulärstes Medium überholt, vor allem ist die Plattform jetzt bei der Gen-Z und jungen Frauen als Zielgruppen erfolgreich. Das liegt unter anderem an veränderten Kriterien der Google-Suche.
nd
Das britische Innenministerium wird Alaa Abd el-Fattah nicht die Staatsbürgerschaft entziehen. Konservative und Rechtspopulisten hatten dies gefordert, weil der ägyptisch-britische Aktivist "ein Extremist" sei, und sich dabei auch auf ältere Tweets von ihm bezogen.
DiPLab
Das Forschungsprojekt "Digital Platform Labor" hat eine Befragung unter Datenarbeiter:innen in Ägypten durchgeführt. Bei einem durchschnittlichen Stundenlohn von 1,22 US-Dollar können viele nicht von der Arbeit leben, die sie für KI-Konzerne erledigen.
Wired
Nach dem US-Angriff auf Venezuela wird das Netz mit Desinformation überschwemmt. Vieles davon ist mit KI generiert, alte Videos aus anderen Ländern tuns zur Not aber auch.
heise online
Wegen der landesweiten regierungskritischen Proteste hat das iranische Regime das Internet eingeschränkt. Am Wochenende ging der Traffic im Iran infolgedessen um rund ein Drittel zurück.
Golem
Die Trump-Regierung fordert von allen Teilnehmern des Visa-Waiver-Programms, direkten Zugriff auf deren nationale Polizeidatenbanken inklusive der biometrischen Informationen zu erhalten. Das Programm erlaubt eine visafreie Einreise in die USA für bis zu 90 Tage.
The Guardian
Viele Nutzer:innen der Google-Suchmaschine verlassen sich inzwischen auf die „KI-Übersichten“, die automatisiert generiert und prominent angezeigt werden. Die Snippets enthalten jedoch viel Unsinn, der im Gesundheitsbereich gefährlich werden kann.
Fox News
US-Außenminister Marco Rubio, der kritischen Student:innen oder anderen unbequemen Leuten Visa entzieht, sorgt sich angeblich darum, dass US-Tourist:innen in Europa wegen Postings in sozialen Medien verhaftet werden könnten.
Techspot
Die Polizei darf bei Google liegende Suchdaten zur Aufklärung von Kriminalfällen nutzen, hat das Verfassungsgericht des US-Bundesstaates Pennsylvania entschieden. Solche „Schleppnetz-Anfragen“ hat auch Colorado abgesegnet.
Spiegel
Elon Musks Chatbok Grok hat zuletzt mit KI-generierten und sexualisierten Bildern von Minderjährigen Schlagzeilen gemacht. Frankreich hat deshalb Ermittlungen eingeleitet, während die Expertin Riana Pfefferkorn die rechtlichen Implikationen einordnet.

Ticker vom 02.01.2026

taz
Der italienische Küstenort Vallecrosia wird von Suchmaschinen übersehen und will seinen Namen ändern. Vallecrosia al Mare soll Strandurlaub verheißen und Tourist:innen anlocken. Die taz macht Vorschläge, wie andere Orte von einer Namensänderung profitieren könnten.
heise online
Die Europäische Weltraumagentur ESA hat einen Cybersicherheitsvorfall eingestanden. Zuvor hatte eine unbekannte Person behauptet, für eine Woche Zugriff auf ESA-Systeme gehabt und mehr als 200 Gigabyte an Daten abgegriffen zu haben.
Reuters
Starlink plant offenbar, seine Satellitenkonstellation um rund 70 km auf 480 km über der Erdoberfläche abzusenken. Als Gründe nennt das Unternehmen das zunehmende Risiko von Kollisionen und Weltraumschrott.
404 Media
Ein Team von Forschenden nutzt Open-Source-Informationen, um US-amerikanische Rechenzentren zu kartieren. Das Team wertet dafür Satellitenbilder, Baugenehmigungen und andere lokale Rechtsdokumente aus.
Golem
Die französische Regierung hat ein Gesetz auf den Weg gebracht, das soziale Medien für Menschen unter 15 Jahren verbieten soll, fasst Golem einen Bericht von Le Monde zusammen. Wie das mit dem EU-Gesetz über digitale Dienste (DSA) vereinbar sein soll, muss sich noch zeigen.
taz
Feministischer Anstrich, rassistische Ideologie: Die taz beleuchtet, wie eine rechtsextreme Gruppierung Frauen mobilisieren will, indem sie sexualisierte Gewalt gezielt ethnisch oder religiös „Anderen“ zuschreibt.
Business Insider
Vorbei die Zeit, in denen viele auf Instagram ein Hochglanz-Leben inszenieren, glaubt Instagram-Chef Adam Mosseri mit Blick auf generative KI: „Schmeichelhafte Bilder sind billig zu produzieren und langweilig zu konsumieren. Die Menschen wollen Inhalte, die sich echt anfühlen.“