YouTube
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: OECD-Youtube-Channel zur Zukunft des Internets
: OECD-Youtube-Channel zur Zukunft des Internets Die OECD hat jetzt auch einen eigenen Youtube-Channel, wo man im Vorfeld eines Ministertreffens im Juni in Süd-Korea seine Gedanken zur Zukunft des Internets hochladen kann. Wie immer bei solchen offiziellen Youtube-Channels ist es unklar, ob sich das dann jemand anschaut und vor allem wer.
The OECD is a global forum for new ideas to create prosperity in developed and developing countries. In Seoul, Korea, on 17–18 June, government ministers from more than 40 countries, global business leaders, technical experts and academics are meeting to work out how the Internet can improve the world. They want to know what you think. You tell the leaders and opinion shapers in Seoul what you think and they will upload responses to your ideas. Join in. Take part in making a difference.
[Danke an Benedikt]
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: Youtomb – Ein Friedhof für Videos
: Youtomb – Ein Friedhof für Videos Youtomb ist ein wissenschaftliches Projekt von MIT Free Culture, was Video dokumentiert, die von Youtube wegen Copyright-Vergehen gelöscht wurden. US-Fair-Use Regeln erlauben sowas glücklicherweise.
Youtube hat seit einiger Zeit automatisierte Copyright-Filter, die auch mal gerne über die Stränge schlagen. Dazu hab ich gestern ein Interview gemacht, was ich mal online stelle, wenn ich wieder in Berlin bin.
De Schockwellenreiter nennt es auch passend[„Ein Friedhof für Videos“]
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: Die Probleme des Urheberrechts für medial-aktive Nutzer
: Die Probleme des Urheberrechts für medial-aktive Nutzer Das „Radiofeuilleton: Elektornische Welten“ beim Deutschlandradio Kultur hat heute über iRights.info und die Probleme des Urheberrechts für medial-aktive Nutzer berichtet: „Die Grenzen von Youtube“.
Viele Youtube-Inhalte bewegen sich in einer legalen Grauzone, da häufig geschützte Inhalte benutzt werden. Dabei bedienen sich die Menschen einfach nur der Werkzeuge, die ihnen die digitale Revolution an die Hand gegeben hat.
Volker Grassmuck: „Professionelle Technologie, die sich so weit entwickelt hat, dass sie auf dem Konsumentenmarkt zugänglich war für jedermann im Prinzip, hat hier eine kulturelle Ausdrucksform erweitert. Filmemachen ist dadurch zu einer allgemeinen Kulturtechnik geworden, so wie Lesen und Schreiben im 19. Jahrhundert.“
Um das Schaffen von Kultur auf breiter Basis zu legalisieren, bedarf es weitreichender Veränderungen im Urheberrecht. Wie die Zukunft der Nutzung von youtube genau aussieht, steht also noch in den Sternen.
Volker Grassmuck moniert, dass die User von Videoplattformen im Gegensatz zu den gut organisierten Interessensgruppen aufseiten der Industrie bislang zu wenig in den politischen Prozessen vertreten seien. Er rät daher den Usern zum Zusammenschluss:
„Ich glaube, das ist ein Schlüsselelement für die Weiterentwicklung des Urheberrechts.“
MP3 gibts noch nicht online.
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: US-Wahlkampf: TV-Event mixt Fernsehen und Youtube
: US-Wahlkampf: TV-Event mixt Fernsehen und Youtube Heute Nacht gibt es im US-Fernsehen eine interessante Weltpremiere. In einer TV-Debatte auf CNN beantworten demokratische Kandidaten für das US-Präsidentschaftsamt Fragen von Internetnutzern. Diese konnten auf auf Youtube mit einem Video die Fragen stellen. Über 2000 Stück kamen zusammen und eine Redaktion bei CNN hat daraus einige Fragen ausgewählt. Das waren aber nicht die meist abgerufenen Fragen wie die folgende:
„Was denken Sie darüber, dass 88 Prozent der Kalifornier Arnold Schwarzenegger deshalb zum Gouverneur wählten, weil nur ein Cyborg seines Formats einen künftigen Atomkrieg verhindern kann?“
Die Antwort würde mich auch interessieren. Damit könnte man zumindest das Improvisationstalent der Präsidentschaftskandidaten für skurille Fragen und Antworten testen. Aber anscheinend kommen ernstere Fragen. Im Grunde genommen ist das Event eine Weiterentwicklung der klassischen „Bürger fragen Politiker“-Shows, die wir auch schon in Deutschland sehen konnten. Aber die Auswahl ist eine leicht andere. Normalerweise gehen Redaktionen hin und fragen mal ein paar Passanten, die auf dem nächsten Platz von der Redaktion entfernt vorbei laufen. In diesem Fall hat man auch Chancen, wenn man mitten im Wald mit Internetzugang wohnt und die Zivilisation selten erblickt.
Tagesschau.de berichtet im Vorfeld über den Event: User befragen Clinton und Obama.
Dies könnte eine interessante Frage sein: Ist der Wahlkampf im Internetzeitalter nicht sehr unberechenbar?“ Denn einerseits bietet das Internet natürlich eine ideale und von allen Kandidaten viel genutzte Werbeplattform. Gleichzeitig ist es aber ein Fluch: Jeder noch so kleine, erst recht die großen Fehler, finden als Video ihren Weg ins Netz. Das rassistische Statement des Republikaners George Allen kostete den vergangenen Herbst die Kongress-Wahl und die Republikaner damit ihre Senatsmehrheit.
Was im Endeffekt dabei herauskommt, wird sich dann heute Nacht zeigen. In Deutschland gibt es auch die Plattform „Direkt zur Kanzlerin“. Da kann man auch in Videoform (Dazu Audio und Text) Fragen an die Merkel stellen, es gibt eine Vorkontrolle durch ein „Gremium“ und dann können Nutzer die Beiträge bewerten. Die drei meistbewerteten Beiträge werden dann dem Kanzleramt vorgelegt, die verfassen einen Antworttext
und die Merkel liest diesen dann vom Teleprompter ab und wird dabei gefilmt. Muss mal testen, ob und wie man das Tool für Kampagnen einsetzen kann. Man könnte die Merkel wöchentlich zum Thema Vorratsdatenspeicherung und/der Urheberrecht befragen, wenn genug mitmachen. Zumindest müsste man das mal ausprobieren, ob und wie die Plattform mit solchen gezielten Kampagnenaktionen umgeht.Update: Hatte DirektzurKanzlerin am Anfang so verstanden, dass die Merkel wenigstens selber vom Teleprompter die Antworten in Videoform vorliest. Aber ist wohl zurück geschraubt worden. Nun gibts nur noch Textantworten aus dem Presse- und Informationszentrum der Bundesregierung. Das ist ja langweilig, die Antworten auch so auf Mails (die man nicht erst durch ein aufwändiges Ranking-Verfahren laufen lassen muss).
Nochmal Update: Das Handelblatt berichtet jetzt auch über diesen Event: Wahlkampf 2.0.
In Deutschland ist die Politik noch nicht ganz so netzaffin. Erst kürzlich erklärte der wissenschaftliche Dienst des Bundestages den Abgeordneten » was ein Weblog ist und informiert sie darüber, dass die Blogs zu „einem bedeutenden politischen Kommunikationsraum geworden“ sind. Wie ein Video Beitrag des ARD-Morgenmagazin erst kürzlich zeigte, haben die deutschen Volksvertreter solcherlei Nachhilfe des Bundestagsdienstes offenbar auch bitter nötig. Im „bedeutenden politischen Kommunikationsraum“ der deutschsprachigen Blogosphäre ist nicht zuletzt die Inkompetenz der Politik in Sachen IT und Internet ein beliebtes Thema, so etwa auf » Netzpolitik.org, » Spreeblick, » Blogs von CCC-Mitgliedern oder >» Doeners Blog.
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: Free EUtube
: Free EUtube Die Kampagne „Free EUtube“ fordert „Our Right to comment on Eutube propaganda“:
* Recently the European Commission launched EUtube, EUtube is a Youtube channel for EU content
* In an unprecedented move the European Commission disabled EUtube user comments.
* European Union officials educate us why they need to listen to citizens. ‚EU communication must be a two way street’, says Commissioner Wallström. How does video propaganda improve our participation? How do disabled «user comments» improve EU listening?
* Youtube.com is no European company. It uses public content from the European Commission for free. However, European citizens may not download, use, or remix these videos without permission: Copyright infringement!
* The European Union cannot guarantee that Youtube respects European privacy and data protection standards.
* The EU Commission cooperates with commercial platforms from abroad such as Youtube but not Wikipedia and true European civil society groups. Why does the Commission discriminate non-commercial platforms?We demand:
1. Citizens and democratic institutions define EU policies. Commission officials are obliged to serve.
2. Public EU content needs to be free, that is public domain or published under a license such as Creative Commons
3. Public video content has to be released without copy protection, using open formats.
4. Public video content has to be unbiased or multipartisan, informative and decent.
5. EUtube comments censorship must stop.Wir hatten vor zwei Wochen mal über EUTube geschrieben: Europa-Propaganda für weniger Politikverdrossenheit?
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: Europa-Propaganda für weniger Politikverdrossenheit?
: Europa-Propaganda für weniger Politikverdrossenheit? Man mag die EU mögen oder nicht, aber sowas klingt nach eher ratloser Anbiederung. Die ungarische Zeitung Népszabadság spöttelt über Informationsmaterial der EU-Kommission, das bei Youtube den jungen, politisch interessierten User ansprechen soll, aber dabei konzeptionell nicht mithalten kann.
„Wer möchte ganze zehn Minuten lang über die Vorteile des Navigationssystems Galileo informiert werden, das später und teurer als geplant realisiert werden soll? Das Stück zum Klimawandel weckt ebenfalls wenig Begeisterung: In einer nachgestellten Reportage, die wohl lebensnah wirken soll, empfiehlt uns ein freundlicher Herr, nur noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Büro zu fahren… Die Filme der EU erinnern an die Filme in der Propaganda-Tagesschau, die während des Sozialismus alle Kinobesucher über sich ergehen lassen mussten. Die Jugendlichen von heute können sich das kaum noch vorstellen. Schön, dass die EU ihnen unfreiwillig eine Reise in die Vergangenheit anbietet.“
Hoffentlich wurden nicht extra für die Youtube-Versionen der Filme (z.B. You Control Climate Change und GALILEO: the countdown has begun) noch Geld ausgegeben. Für mich sehen die wie Filme aus, die in komischen Info- oder Medienzelten von EU-nahen Veranstaltungen gezeigt werden können und unkritische Dauerberieselung darstellen mögen, aber kaum zur Information im Sinne des Erfinders taugen. So bringt man nur auf allerkleinstem Nenner die EU den Bürgern näher.
[via eurotopics]
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: Flickr in China blockiert
: Flickr in China blockiert Nach der YouTube-Sperrung überrascht es nicht, dass auch der online-Bilderdienst Flickr von China aus nicht mehr erreichbar ist. SpOn berichtet:
In China sieht man seit gestern nur leere weiße Rahmen mit den Dateinamen, wo eigentlich die Fotos zu sehen sein sollten. Gleich, ob man nach London, Heiligendamm oder den Fotos von einer Demonstration gegen eine Chemiefabrik in der chinesischen Millionenstadt Xiamen sucht – das Ergebnis ist immer gleich: leere weiße Bilderrahmen.
…
Über die Gründe für diese Blockade gibt es lediglich Vermutungen. Flickr-Nutzer Tang aus Shanghai: „Auslöser waren mit Sicherheit die Fotos von Demonstrationen in Xiamen Anfang Juni und zum Jahrestag des Tiananmen-Massaker in Hongkong.“ Das ist plausibel. Tatsächlich sind bei Flickr knapp 500 Fotos von Demonstrationen gegen eine Chemiefabrik in Xiamen zu sehen, ebenso knapp 100 von einer Gedenkveranstaltung in Hongkong am 18. Jahrestag des Tiananmen-Massakers. -
: Le Grand Content
: Le Grand Content Schöne Animation: Le Grand Content.
Der Hintergrund findet sich hier: Das Assoziationskettenmassaker.
„ ‚Le Grand Content’ untersucht die allgegenwärtige Powerpoint-Kultur auf ihr philosophisches Potenzial. Schnittmengen und Diagramme werden zu einem wahren Assoziationskettenmassaker zusammengestellt, das sich die Aufgabe stellt, alle Fragen des Universums und noch ein paar mehr zu beantworten, und darin natürlich grandiosest scheitert, aber in diesem Scheitern dennoch ein paar bezaubernde Zwischentöne inmitten der großen Themen Tod, Kabel-TV, Gefühle und Hamster erschafft“, heißt es in der Kurzbeschreibung zum Film.
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: Machtkampf: Thailand sperrt YouTube-Video
: Machtkampf: Thailand sperrt YouTube-Video In Thailand übernahm das Militär die Macht, als der Premier Thaksin Shinawatra letzten September auf Auslandsreise war. YouTubes Taktik, Marktanteile und Bekanntheit zu erhalten, treibt auch zur Zusammenarbeit mit Zensoren der neuen Regierung. Zensiert wird offenbar vor allem die Online-Welt und ab und an CNN; Zeitungen können ungestört berichten, wie es scheint. Es scheint ein Machtkampf im Gange zu sein, der auch auf dem Rücken des Web 2.0 stattfindet. Aus der Ferne gibt es jetzt eine Lektion in durchsichtiger Pressearbeit: das Militär will eher bald als später verhindern, dass der alte Premier noch gesehen und gehört wird. Der nutzt nämlich auch YouTube, um sich aus dem Exil zu melden.
Was ist passiert? Ab dem 5. April war YouTube in Thailand pauschal gesperrt, wegen eines eher dilettantisch gemachten, den König beleidigenden Videos. Bei Youtube kuschte man und bot proaktiv Hilfe an, gezielt einzelne Videos zu sperren. Mutter Google selbst hatte sich wohl zuvor geweigert, den fraglichen Clip offline zu nehmen, wie die NY Times weiß:
Thailand’s military-appointed government blocked access to YouTube and several other Internet sites on Wednesday in a crackdown on material that denigrates the country’s monarch.
“We have blocked YouTube because it contains a video insulting to our king,” said Winai Yoosabai, head of the censorship unit at the Ministry of Communication and Information Technology.
Thailand’s ban on YouTube, the popular video-sharing Web site, came after YouTube’s owner, Google, refused to remove the video clip, the communications minister, Sitthichai Pookaiyaudom, said.
Es ist Straftatbestand, den gottgleich verehrten König zu beleidigen. Aber es gibt einen Beigeschmack: Wie heise.de heute berichtet:
Obwohl der Clip inzwischen gelöscht wurde, hatte das verantwortliche Ministerium den Bann aufrechterhalten, nachdem zwei ähnliche Videos aufgetaucht waren. Der Minister für Information und Kommunikationstechnologien, Sitthichai Pookaiyaudom, will die Komplettsperre aufheben, sobald er einzelne Inhalte gezielt blockieren könne. Kritik an dem Vorgehen der Regierung wies er zurück. „Ich brauche keine Lektion über Meinungsfreiheit“, sagte er der BBC, „ich bin ein Verfechter der Meinungsfreiheit, aber das ist kulturell unsensibel und beleidigend“. Solche Inhalte werde er nicht tolerieren.
Das Argument ist heikel, zumindest hat er sich mit dieser Aktion selbst widerlegt, Verehrung hin oder her. Die FTD weiß so einigen Hintergrund zu beleuchten:
Generell wird in Thailand derzeit die Internetzensur aggressiver. Die vom Militär installierte Regierung will verhindern, dass der vergangenes Jahr durch einen Staatsstreich entmachtete Ministerpräsident Thaksin Shinawatra das Internet dazu nutzt, seine Anhänger um sich zu scharen. Thaksin hält sich seitdem im Exil auf und hat sich wiederholt in professionell gemachten, sentimentalen Videos über Youtube zu Wort gemeldet. Er äußerte den Wunsch, in seine Heimat zurückzukehren, und zeigte sich besorgt über die schwächelnde Volkswirtschaft des Landes.
Das provokative Video war bis am Mittwochabend über 16.000-mal abgerufen worden. Es zeigt in einer Diashow Bilder des Königs, die mit grob angefertigtem elektronischen Graffiti überlegt und von blechern klingender kriegerischer Musik begleitet sind. Die Bilder stehen in krassem Gegensatz zu den sorgfältig kontrollierten Aufnahmen des beliebten Königs, die ansonsten überall in Thailand zu finden sind.
Klingt letztlich nach fabrizierten Videos, die dem Militär nur allzu willkommen sind. Und so lernt man von Youtube – bald brauchts keine Beleidigungsvideos mehr, und bald sieht und hört man in Thailand nichts mehr von Vertretern der alten Regierung. Kennt sich unter den LeserInnen jemand besser mit Thailand aus?
UPDATE: Spät gesehen, aber der SpOn hat schon berichtet und anschauliche Bilder vom Video.
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: Video-Plattformen und das Urheberrecht
: Video-Plattformen und das Urheberrecht Bei tagesschau.de gibt es ein Interview mit Till Kreutzer zum Thema Video-Plattformen und dem Urheberrecht: „Nicht verbieten, was sich nicht verbieten lässt“.
tagesschau.de: Der Medienkonzern Viacom hat kürzlich YouTube verklagt, weil auf der Plattform Ausschnitte aus Viacom-Produktionen laufen. Leitet das das Ende der wilden Zeit des Internet-Videos ein?
Kreutzer: Wahrscheinlich nicht. Viacom wird möglicherweise wie angekündigt gegen Google vorgehen, aber ob YouTube-Besitzer Google haftet, ist eine ganz andere Frage. Das ist bei solchen User-Generated-Content-Plattformen noch ungeklärt und hängt im Einzelfall von sehr vielen Faktoren ab. Nach deutschem Recht gibt es etwa nur eine sehr eingeschränkte Haftung für Plattformanbieter, die grundsätzlich nicht verpflichtet sind, alles zu überprüfen, was die Nutzer einstellen. Die Rechtsprechung zu dieser Frage ist noch sehr uneinheitlich. Die Nutzer können sich allerdings strafbar machen, wenn sie etwas hochladen, für das sie nicht die Rechte besitzen.
Und:
tagesschau.de: Was könnten Politik und Medienindustrie besser machen?
Kreutzer: Für die Medienkonzerne wäre es viel besser, den Leute auf positive Weise den Wert von kreativen Inhalten näher zu bringen und zu zeigen, dass es sinnvoll ist, wenn Künstler an ihren Werken verdienen. Stattdessen veranstalten die Unternehmen Abschreckungskampagnen, bei denen es sinngemäß heißt: Jeder, der eine CD brennt, ist ein Verbrecher. Dafür haben die Nutzer aber kein Verständnis. Der Gesetzgeber sollte meiner Ansicht nach prüfen, ob es nicht sinnvoller wäre, ein Modell mit erweiterten Vergütungspflichten wie die Abgaben auf Kopierer und CD-Brenner einzuführen, statt etwas zu verbieten, was sich nicht verbieten lässt.
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: Türkei blockiert YouTube
: Türkei blockiert YouTube Das scheint ja langsam Sport zu werden: Türkei blockiert YouTube.
Ein türkisches Gericht hat nach Protesten gegen ein bizarres Video auf YouTube die Sperre der Online-Videoplatform angeordnet. Begründet wurde der Schritt damit, dass auf YouTube Videos zu sehen seien, in denen der türkische Staatsgründer Mustafa Kemal Ataturk beleidigt werde.
Der grösste türkische Provider Turk Telekom hat daraufhin Youtube gefiltert. Bei dem Video handelt es sich wohl um ein MashUp von Griechen, die den türkischen Gründer Atatürk mit rosa Wangen ausgestattet haben und ihn wohl den Satz „Ich bin der Vater der schwulen Türken.“ sagen lassen. Meine Güte, was für eine Homo-Phobie und Unentspanntheit.
Update: Also gar nicht geht ja das Gelabber von „VIRTUELLER KRIEG“ in diesem Zusammenhang, wie man es bei Spiegel-Online findet…
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: Wurden Deine Youtube-Videos von Viacom gelöscht?
: Wurden Deine Youtube-Videos von Viacom gelöscht? Die US-Firma Viacom hat von Youtube wegen Copyright-Verletzungen die Löschung von ca. 100.000 Videos verlangt. Dabei sollen auch Videos entfernt worden sein, die rechtlich legal waren: Unfairly Caught in Viacom’s Dragnet? Let Us Know!
Well, with its 100,000 DMCA takedown notices aimed at YouTube users, now it’s Viacom that is netting its share of dolphins. Among the 100,000 videos targeted for takedowns was a home movie shot in a BBQ joint, a film trailer by a documentarian, and a music video (previously here) about karaoke in Singapore. None of these contained anything owned by Viacom. For its part, Viacom has admitted to „no more than“ 60 mistakes, so far. Yet each mistake impacts free speech, both of the author of the video and of the viewing public.
Die EFF sucht jetzt nach weiteren Opfern, um die Zahl von 60 unnötig gelöschten Videos zu widerlegen. Und nutzt dazu einen kurzen Video-Clip bei Youtube, um weitere Fälle zu finden:
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: Copyright-Wahnsinn: Tanzen nur mit Lizenzzahlungen?
: Copyright-Wahnsinn: Tanzen nur mit Lizenzzahlungen? Copyright-Wahnsinn aus den USA: (Falsch) Tanzen verboten!
In den vergangenen Tagen haben mehrere YouTube-Nutzer die Nachricht bekommen, dass ihre Videos auf Veranlassung einer dritten Partei aus der Videobörse entfernt beziehungsweise unzugänglich gemacht wurden. Urheber dieser Sperrverfügungen war Richard Silver, wie sich bald herausstellte. Silver hatte nach eigenen Aussagen im Jahr 2004 den von ihm bereits 1975 anlässlich der Eröffnung einer Diskothek erfundenen Tanz Electric Slide beim US-Copyright-Office urheberrechtlich schützen lassen. Um seine Rechte durchzusetzen, lässt Silver von YouTube alle Videos entfernen, auf denen sein Tanz zu sehen ist.
[…]
Die Motive für sein Handeln erläutert Silver auf seiner Homepage damit, dass er dafür sorgen wolle, dass der Tanz nur richtig getanzt würde. In seinen Augen würden die Leute zu oft falsch tanzen. Dazu Silver: „Ich habe viele Jahre lang versucht, das zu korrigieren, und hatte schon die Hoffnung aufgegeben, mein Ziel zu erreichen. Doch dann kam das Internet und jetzt arbeite ich daran, das Übel zu beseitigen.“ -
: Youtube will User an Einnahmen beteiligen (Revver tut das schon)
: Youtube will User an Einnahmen beteiligen (Revver tut das schon) NeuesBekanntes von Web 2.0‑Geschäftsmodellen: YouTubers to get ad money share berichten die BBC News. Demnach sollen User, die ihr eigenes Material bei Youtube bereitstellen, an den Werbeeinnahmen beteiligt werden:YouTube founder Chad Hurley confirmed to the BBC that his team was working on a revenue-sharing mechanism that would „reward creativity“.
The system would be rolled out in a couple of months, he said, and use a mixture of adverts, including short clips shown ahead of the actual film.Damit holt Youtube nach, was Revver schon seit 2005 macht, und was die Gründer von Youtube damals verworfen hatten (zitiert nach Wired) – bei ~70 Millionen Usern kann man seine Meinung schon mal ändern):
Hurley said that when YouTube started, he and the site’s other co-founders – Steve Chen and Jawed Karim – felt revenue-sharing would build a community of users motivated by making money, rather than their love of videos.
Youtube diskutiert etwa 3sekündige Werbeeinblendungen vor dem eigentlichen Material, Revver generiert ihre Einnahmen aus der kontextuell eingeblendeten Werbung und schüttet 50% davon aus.
Ich bin nicht sicher, ob das eigentlich eine News wert ist, oder ob das eine ausschließlich gute Entwicklung ist. Nachdem „wir“ (statt „Du“) Personen des Jahres sind und als aktive User und Communitymitglieder den Verkaufspreis von Youtube mitbestimmt haben, sind solche Geschäftsmodelle ja nur konsequent. Aber per Terms and Conditions haben wir vermutlich fast überall unseren Rechtsanspruch darauf abgegeben. Zusätzlich treten damit rechtliche Implikationen ins Spiel: werden alle die möglichen Empfänger von Werbeeinnahmen-Anteilen zu kommerziellen, „unwissend geschäftsmäßigen“ Inhalteanbietern? So war das mit dem Netz für alle ja nicht gedacht.
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: Youtube für Alle
: Youtube für Alle Niels Boeing fordert im Blog der Technology Review ein öffentlich-rechtliches YouTube und erhält meine volle Unterstützung dafür. Und Bertram Gugel bloggt, wie man einen Youtube-Killer baut oder am besten Youtube beerdigen kann.
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: Brasilien: Youtube wegen Sex-Video abschalten?
: Brasilien: Youtube wegen Sex-Video abschalten? Ein brasilianisches Gericht scheint wohl die Abschaltung von Youtube verlangt zu haben. Grund ist ein Sex-Video eines brasilianischen Models namens Daniela Cicarelli mit ihrem Freund am Strand, was wohl nicht autorisiert durchs Netz geistert. Das wurde zwar immer wieder von Youtube auf Verlangen der Opfer gelöscht. Dies hinderte aber die Fans des Videos nicht daran, das Video ständig wieder hochzuladen. Irgendwann hatte das Paar genug und ging vor Gericht. Das entschied dann wohl laut Ars Technica, dass Youtube sich bitte abschalten sollte, falls man keine Massnahmen findet, die Ausstrahlung des Videos zu verhindern.
Unklar ist, ob das US-Unternehmen Google dem Gerichtsurteil aus Brasilien nachkommt und was alternativ passieren wird.
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: Wieviele Millionen chinesische Internetnutzer?
: Wieviele Millionen chinesische Internetnutzer? Auf dem Congress liefen auch einige Zahlen dazu durch die Vorträge, aber so wirklich genau weiß das offenbar niemand so richtig. Die staatlich-offizielle Zahl, die Xinhua nennt, beträgt beachtliche 132 Millionen zum Jahresende, davon noch nicht ganz die Hälfte mit Breitbandzugang.
Schon vor Jahren hab ich im Studium gehört, dass die „Sprache des Internets“ chinesisch sein wird. Was immer sich Soziologen genau darunter vorstellen, vermutlich meint es ganz trivial „Mehr als die Hälfte der User haben chinesisch als Muttersprache“. In ein paar Jahren könnte es soweit sein; wenn man die Überseechinesen mitzählt.
Freie Meinungsäußerung in Online-Medien jedenfalls hat noch erhebliche, patriotische und bleibende Hindernisse, vornehmlich die Regierung. Auf dem 23C3 konnte man hören, dass auch in China die Zahl der Tor-User steigt. Es gibt also Hoffnung, dass mehr Internet tatsächlich zu mehr Demokratisierung führt, unbelauschtem Datenverkehr sei Dank.
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: GEMA vs. Youtube
: GEMA vs. Youtube Das war ja nur eine Frage der Zeit: Gema fordert YouTube-Gebühren von Google. Soll in der morgigen Handelsblatt-Ausgabe ausführlicher stehen. Die GEMA will in Verhandlungen mit Google eintreten, bis zu einer Entscheidung sollen erstmal alle Videos mit GEMA-lizenzierter Musik gelöscht werden.
Update: Hier ist der Original-Artikel vom Handelsblatt: Gema fordert Gebühren von Google.
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: Youtube gibt Nutzerdaten heraus
: Youtube gibt Nutzerdaten heraus Youtube rückt wohl ohne Richter Nutzerdaten heraus, wie die Futurezone berichtet.
In einem Fall wurde der Journalist Robert Tur, der ein von ihm gemachtes Video auf YouTube fand, an jene Person verwiesen, die den Clip auf YouTube online gestellt hatte. Die entsprechenden Nutzerdaten wurden Tur umstandslos ausgehändigt. Auch die Anwälte des Hollywood-Studios Paramount erhielten von YouTube die Daten eines Nutzers, der ein Video des Filmkonzerns auf die Online-Videoplattform geladen hatte.
Die Futurezone bezieht sich auf einen C‑Net Artikel und verlinkt diesen auch: YouTube’s no friend to copyright violators. Überhaupt ist die Futurezone erfreulicherweise eines der wenigen Online-Medien, die sowas tun.
Ansonsten klingt die Message eher unfreundlich. Was passiert wohl, wenn die chinesische Regierung nach Nutzerdaten anfragt, wenn schon wegen Copyright-Verstösse einfach so Daten heraus gegeben werden?
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: Musikindustrie an Youtube vor Google-Kauf beteiligt?
: Musikindustrie an Youtube vor Google-Kauf beteiligt? de.internet.com berichtet mit Verweis auf einen Artikel der New York Times, dass sich drei der vier grossen Musikkonzerne vor dem Youtube-Kauf durch Google Minderheitsbeteiligungen an der Video-Plattform gesichert haben. Die Aktienkäufe sollen im Rahmen von Lizenzverhandlungen für die Musikvideos der Major Labels erfolgt sein.
Die Beteiligung bringt beiden Seiten Vorteile, hieß es. Im Rahmen der abgeschlossenen Verträge fließen bis zu 50 Millionen Dollar an die Musikunternehmen. YouTube gerät hingegen nicht in Gefahr, von diesen mit Urheberrechtsklagen attackiert zu werden.