YouTube

  • : Wo steht das Zitatrecht bei Youtube-Videos?
    Wo steht das Zitatrecht bei Youtube-Videos?

    Youtube hat den Account von Stefan Niggemeier gelöscht, weil er mehrfach Videos mit Ausschnitten aus TV-Sendungen hochgeladen hat. Er stellt die Frage, ob das nicht durch das Zitatrecht gedeckt sei:

    Das ist ein interessanter Fall. Natürlich besitze ich keine Rechte an dieser Szene und darf sie deshalb eigentlich nicht bei irgendwelchen Videoportalen hochladen. Andererseits hatte ich das Video in einen Blogeintrag eingebettet, der sich mit dem Gezeigten beschäftigt, wodurch der Gebrauch durch das Zitatrecht gedeckt wäre. Wiederum andererseits sieht man das aber dem Video selbst nicht an, das ja ausschließlich aus dem Inhalt von ProSieben besteht.

    In den Kommentaren antwortet Axel Schmiegelow von Sevenload, einer anderen Video-Plattform, die Niggemeier ebenfalls für ihre Löschpraktiken kritisiert. Er schreibt, dass das Zitatrecht nur greife, wenn die Videoausschnitte selbst bearbeitet seien:

    Vom Zitatrecht ist ein Mitschnitt nur gedeckt, wenn die journalistische Bearbeitung des Mitschnitts überwiegt. […] (Faustregel 75% kommentierung, 25% zitat, das Zitat selbst sichtbar bearbeiten, eindeutig keine kommerzielle Ausnutzung der Inhalte)

    12. Februar 2010 19
  • : Pakistan blockt wohl Youtube
    Pakistan blockt wohl Youtube

    Ron Deibert vom Citizenlab berichtet auf Twitter, dass in Pakistan jetzt Youtube geblockt wird. Der Grund soll ein Video sein, in dem der pakistanische Präsident vor einer Menge laut „Shut up“ („Haltet die Klappe“ sagt.

    Update: Laut @boell_stiftung ist nur das Video von der Sperrung betroffen und nicht Youtube als komplette Plattform.

    8. Februar 2010 9
  • : The Machine is (Changing) Us: YouTube and the Politics of Authenticity
    The Machine is (Changing) Us: YouTube and the Politics of Authenticity

    Spannender Vortrag von Dr. Michael Wesch von der Kansas State University darüber, wie sich Politik und Öffentlichkeiten durch Video-Plattformen verändern: The Machine is (Changing) Us: YouTube and the Politics of Authenticity.

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

    Zur Datenschutzerklärung von YouTube/Google

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org

    [via]

    6. Januar 2010 7
  • : Musik-Blogs in den Niederlanden verteuern sich
    Musik-Blogs in den Niederlanden verteuern sich

    Das niederländische Äquivalent zur GEMA, die Verwertungsgesellschaft Buma/Stemra hat eine tolle Idee: Blogger sollen ab 2010 für die Einbindung eines Musik-Youtube-Videos rund 21 Euro bezahlen. Bei manchen Ideen fragt man sich, ob damit tatsächlich die Interessen der Komponisten und Künstler gewahrt werden, wenn Fans in ihren Blogs nicht mehr auf tolle Musik hinweisen. Diese Aktion gehört dazu.

    7. Oktober 2009 13
  • : Wir sind Deutschlands Nummer 1 für Freiheit und Gerechtigkeit
    Wir sind Deutschlands Nummer 1 für Freiheit und Gerechtigkeit

    Die Junge Union hat auch ein eigenes Lied und ein dazu gehöriges Musik-Video auf Youtube. Und jetzt alle mal gemeinsam: „Wir sind Deutschlands Nummer 1 für Freiheit und Gerechtigkeit“.

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

    Zur Datenschutzerklärung von YouTube/Google

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org

    [via]

    Und nein: Das ist keine Satire.

    1. September 2009 76
  • : Wenn US-Politiker mit Bloggern joggen
    Wenn US-Politiker mit Bloggern joggen

    Die Huffington Post hat ein lustiges Video veröffentlicht, wie ein mit Videokamera bewaffneter Blogger US-Kongressabgeordnete zu der Frage um Präsident Obama’s Herkunftsdebatte interviewen will. Die sogenannten „Birther“ behaupten, dass Obama nicht in den USA geboren ist und somit kein Präsident sein darf. Dies kann als widerlegt betrachtet werden, bringt in konservativen Kreisen anscheinend jedoch Stimmen ein. Boingboing fasst das Video wie folgt zusammen:

    Funny video of congresspeople running away from a Huffington Post reporter because they don’t want to answer the question, „Is Barack Obama is an American?“ If they say yes, they will offend their birther wingnut base. If they say no, they will be seen as birther winguts. So, they run.

    Der Video wird ab erst ab der 2. Hälfte lustig, dann kann man sich aber an Politikern erfreuen, die vor dem Internet und unbequemen Wahrheiten fliehen:

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

    Zur Datenschutzerklärung von YouTube/Google

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org

    30. Juli 2009 8
  • : Neustart bei Junge Union TV
    Neustart bei Junge Union TV

    Die Junge Union hat einen eigenen Youtube – Channel. Nun beschwert sie sich über einen „mutmasslichen Hackerangriff“, durch den wohl alle Videos gelöscht wurden. Man wisse noch nicht, ob es „durch einen unwahrscheinlichen technischen Defekt“ oder „mutwillig durch Dritte geschehen“ ist. Das Erste kann man wohl ausschließen und vermutlich hat man ein Passwort verwendet, was sehr einfach durch ausprobieren zu finden war.

    Die Aktion ist nicht schön und ziemlich daneben. Sie zeigt aber wieder anschaulich, wie wichtig (halbwegs-) sichere Passwörter sein können. Schon die kurzfristige Übernahme des CDU_News-Twitter Accounts Anfang Mai zeigte, dass nicht ur in Wahlkampfzeiten die eigenen Kanäle ähnlich gut verriegelt werden sollten wie das eigene Wahlkampfbüro. Letzteres bleibt doch auch nicht (halbwegs) offen, indem man den Schlüssel an der Tür lässt.

    Der „rechtsfreie Raum“ darf auch nicht in der Pressemitteilung fehlen: „Das Internet ist kein moral- oder rechtsfreier Raum. Deshalb fordert die Junge Union einen fairen Internetwahlkampf und tritt gerade in Wahlkampfzeiten für einen offenen und freien Meinungsaustausch im Netz ein.“

    [Danke an Michael]

    17. Juli 2009 50
  • : Markus Majowski ist ein Fan
    Markus Majowski ist ein Fan

    Der Onlinewahlkampf kann doch noch lustig werden. Neuester Beweis dafür ist bei CDU-TV zu finden. Ein mir bis eben unbekannter Schauspieler* namens Markus Majowski erklärt dort in schnellen Schnitten, einer wackeligen Kamera und mit einer überzeugenden Argumentation, warum er ein Fan von Angela Merkel ist. Das ist noch steigerungsfähig, aber schon mal ein guter Aufschlag:

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

    Zur Datenschutzerklärung von YouTube/Google

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org

    * Muss nichts heißen, ich schaue nur keine Comedy‑, Tanz- oder Koch-Shows im Fernsehen.

    1. Juli 2009 60
  • : BBC: Tetris – Liebesgruesse aus Moskau
    BBC: Tetris – Liebesgruesse aus Moskau

    Zum 25. Geburtstag von Teris hat die BBC eine Dokumentation über das Spiel und seine Geschichte gemacht. Von Vox wurde die deutsche Version aufgenommen und in vier Teilen auf Youtube veröffentlicht:

    Tetris – Liebesgruesse aus Moskau BBC.

    Kennen Sie Tetris? Es ist eines der populärsten Computerspiele der Welt mit allen Eigenschaften eines Klassikers: ganz einfach zu spielen und trotzdem anspruchsvoll. Was aber kaum jemand weiß, ist, dass das Spiel eigentlich in Moskau zur Zeit des Eisernen Vorhangs erfunden wurde. Dieser Film zeichnet die Erfolgsgeschichte eines Bestsellers nach und zeigt, wie ein simples Computerspiel für die UdSSR unter Gorbatschow zu einem Lehrstück in Sachen Kapitalismus wurde…

    Hier sind die Youtube-Videos:

    8. Juni 2009 3
  • : Rémi Gaillard – mit Medien rumspielen
    Rémi Gaillard – mit Medien rumspielen

    Rémi Gaillard ist ein französisches Kulturphänomen. Der ehemalige Schuh-Verkäufer ist mittlerweile der berühmteste Internet-Comedian aus Frankreich und nutzt dabei Video-Equipment und Plattformen wie Youtube zur Distribution seiner Aktionen. Im weitesten Sinne kann man ihn auch einen Medienhacker nennen, da er sich kreativ mit Medien auseinandersetzt und mit Video und kulturellen Einflüssen herumspielt. Sein Motto ist dabei: „C’est en faisant n’importe quoi qu’on devient n’importe qui“ – „Indem man irgendetwas macht, wird man irgendwer“.

    Deutsche Welle TV hat einen Bericht über ihn: Vom Schuhverkäufer zum Videoclown.

    „Vor ihm ist keiner sicher: Rémi Gaillard. Er interpretiert ein bekanntes Genre ganz neu – Streiche mit versteckter Kamera. Ohne Lockvogel, ohne aufwendige Technik und ohne Rücksicht auf Verluste. Am liebsten dreht der 33-jährige Franzose in aller Öffentlichkeit. Spontane Aktionen sind sein Markenzeichen. Und die Hauptrolle spielt dabei immer er selbst. “

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

    Zur Datenschutzerklärung von YouTube/Google

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org

    Hier ist eine Auswahl seiner Filme auf Youtube, die teilweise schon einige Millionen Mal angesehen wurden:

    Super Mario in Real:

    20. April 2009 11
  • : Youtube und die Zukunft des Urheberrechts
    Youtube und die Zukunft des Urheberrechts

    Professor Thomas Hoeren vom Institut für Informations‑, Telekommunikations- und Medienrecht an der Westfälische Wilhelms-Universität Münster erklärt in diesem 45 Minuten Video-Vortrag, wie das so mit Youtube und der Zukunft des Urheberrechtes ist.

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

    Zur Datenschutzerklärung von YouTube/Google

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org

    Schöne Einführung in das Thema.

    9. Februar 2009 9
  • : Das Demokratisierungspotential von Video im Netz
    Das Demokratisierungspotential von Video im Netz

    Schönes Video über das Demokratisierungspotential von Video im Netz mit den richtigen Fragestellungen:

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

    Zur Datenschutzerklärung von YouTube/Google

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org

    [via]

    4. November 2008
  • : 2. Kurzstudie: Politik im Web 2.0 in Deutschland
    2. Kurzstudie: Politik im Web 2.0 in Deutschland

    Vier Monate nach dem ersten Release haben wir unsere Kurzstudie zu „Politik im Web 2.0 in Deutschland“ (PDF) wieder mit neuen Zahlen aufgelegt. Dabei haben wir die Präsenz der Parteien, ihrer Spitzenpolitiker und ihrer Jugendorganisationen in verschiedenen Social Networks wie StudiVZ, MySpace, Facebook und Xing, im Videoportal YouTube und bei Twitter untersucht.Große Veränderungen gibt es nicht, aber weitgehend ist ein langsames Ansteigen der parteipolitischen Aktivitäten sichtbar. Einzelne Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Hier ist die Pressemitteilung dazu: Politik im Web 2.0: Parteien setzen auf die Röhre.

    Die zweite Ausgabe der quartalsweise erscheinenden quantitativen Kurzstudie „Politik im Web 2.0“ der Berliner newthinking communications GmbH zeigt es deutlich: der Wahlkampf hat im Internet noch nicht begonnen. Nach wie vor scheuen Spitzenpolitiker das Internet, die Parteizentralen entdecken nur langsam das Potenzial des Mediums für sich.

    Kleine Experimente wie der Twitter-Account der Partei „Bündnis ’90 /Die Grünen“ und des SPD-Generalsekretärs Hubertus Heil sind jedoch Indizien für ein wachsendes Interesse. Ein besonderer Fokus der Kurzstudie in ihrer zweiten Ausgabe liegt daher auf dem Mikro-Blogging-Dienst Twitter.

    Noch halten sich die Parteien und vor allem die Spitzenpolitiker zurück. „Barack Obama biegt nach 21 Monaten Wahlkampf nun auf die Zielgerade ein,“ sagt Markus Beckedahl. „In Deutschland sieht es danach aus, als ob die deutschen Parteien und Spitzenpolitiker der festen Meinung sind, dass 10 Monate Wahlkampf genug sein werden.“ Ob das auch für einen nachhaltigen und guten Onlinewahlkampf ausreichen wird, wird sich zeigen.

    Die von vielen Medien hochgeschriebene Plattform YouTube scheint weiterhin irrelevant. Facebook legt an Nutzerzahlen und Aktivitäten gegenüber dem deutschen Klon StudiVZ stetig zu. Facebook ermöglich deutlich mehr Aktivitäten und politische Testimonials, Events und mehr. Erste Gehversuche gibt es mit dem Micro-Blogging-Dienst Twitter.

    Die nächste Ausgabe der Kurzstudie „Politik im Web 2.0“ erscheint im Januar 2009.

    3. November 2008 18
  • : Youtube-Videos mit Miro anschauen
    Youtube-Videos mit Miro anschauen

    Das Miro-Blog beschreibt, wie man mit dem freien Video-Browser Youtube-Videos einbinden und verarbeiten kann: Liberate YouTube Videos and Subscriptions with Miro.

    [via]

    4. September 2008 1
  • : CDU: Mobil, dynamisch für 5000?
    CDU: Mobil, dynamisch für 5000?

    Liebe CDU, was möchtet Ihr mir denn mit dem folgenden Absatz mitteilen?

    Als erste Partei in Deutschland macht die CDU zudem ausgewählte Inhalte ihres Internet-Angebots für mobile Endgeräte wie Handys, Blackberrys und PDAs nutzbar. Dieses mobile Angebot zur Dialog-Tour wird für rund 5.000 unterschiedliche Geräte optimiert und arbeitet sowohl mit WAP als auch mit Web-Browsern.

    Habt ihr euer Angebot jetzt auf 5000 unterschiedlichen Geräte testen lassen? Und was ist mit GPRS und UMTS? Und wo finde ich die Dynamik bei den bewegten Bildern, die unsere Bundeskanzlerin mir verspricht? Kommt die noch in den Pofalla-Interviews? Und wer ist überhaupt die Zielgruppe für das mobile Angebot der Dialog-Tour?

    22. August 2008 7
  • : iSummit 08: Best of Keynotes II
    iSummit 08: Best of Keynotes II

    Hier nachgereicht noch ein Best-of der Keynotes der zweiten Hälfte des iSummit 08:

    Open Source Pharmaindustrie

    Dr. Hiroaki Kitano vom Sony Computer Science Laboratory berichtete von den Forschungsproblemen der Pharmaindustrie, die immer mehr investieren muss und dennoch immer weniger neue Medikamente findet. In dieser Situation wird es nach seiner Aussage immer sinnvoller, Kombinationen bereits entwickelter Wirkstoffe darauf zu untersuchen, ob sie unvorhergesehene Heilungserfolge bringen. Statistisch sei das bei einem gewissen Prozentsatz der Fall, allerdings gehe die Zahl möglicher Kombinationen ins Astronomische. Es sei daher nicht nur unwirtschaftlich sondern grundsätzlich unmöglich, dass jeder Pharmaproduzent alle Kombinationen für sich hinter verschlossenen Türen testet. Vielmehr sei man auf arbeitsteiliges Testen und die Ergebnisse der anderen angewiesen, um mögliche Erfolgskombinationen eingrenzen zu können.

    Ob der zunehmenden Wichtigkeit dieser Kombinationsforschung sieht Dr. Kitano hier ein ganz neues Paradigma in der Entstehung, das er Open Pharma nennt. Um das Ganze in Fahrt zu bringen wurde nun im japanischen Okinawa ein System namens PAYAO etabliert, ein „community-basiertes Ansammlungssystem für biologisches Wissen“ [PDF]. Es handelt sich dabei um eine funktionsreiche Annotations-Plattform, auf der Wissenschaftler ihre Forschungserkenntnisse hinterlegen und miteinander diskutieren können. Die gesammelten Informationen können kombiniert und auf verschiedene Arten dargestellt werden.

    (Über verwendete Lizenzen war leider nichts Genaueres zu erfahren)

    Open Content: Rückblick auf die letzten Jahre

    David Wiley gab eine kleine Geschichtsstunde zur Entwicklung der Initiativen rund um die Ideen von freier Software und Open Content, angefangen bei Richard Stallman und Eric S. Raymond über Wileys eigene OpenPrinciples/License bzw. Open Publication License (1998), die Creative-Commons-Lizenzen 1.0, die Etablierung des Konzepts der Open Educational Resources durch die Unesco (2003), das OpenCourseWare-Programm des MIT bis zu den CC-Lizenzen 3.0 und der GFDL heute. Ein Schelm wer ihm dabei unterstellen würde, dass er auch gerne mal drauf hinweisen wollte, dass Lawrence Lessig nicht wirklich der Erfinder der Idee eines allgemeinen Lizenzmodells jenseits der GPL war. Wiley zufolge wurden mit den CC-Lizenzen viele Schwächen der OPL behoben und er dankte unter Applaus dem im Auditorium sitzenden Lessig dafür, dass er die Idee zum Erfolg geführt habe.

    Aber für die Zukunft seien noch genug Probleme übrig, wie etwa das der Kompatibilität verschiedener Lizenzen untereinander, die Definition von „nicht kommerziell“ oder auch die potenziellen Probleme aus der in vielen Lizenzen zu findenden Verbindung von Unwiderruflichkeit und salvatorischer Klausel. Als vielversprechenden praktischen Ansatz erwähnte Wiley das von ihm mitinitiierte Projekt Open Highschool of Utah, einer gebührenfreien Oberschule, bei der ausschließlich freie Inhalte zum Einsatz kommen. Deswegen kann das Unterrichtsmaterial stetig angepasst und verbessert werden. Außerdem verwies er auf flatworld knowledge, seinen Verlag für akademische Werke, bei dem durchweg frei lizenziert wird. Alle Bücher sind online kostenlos erhältlich und können ansonsten für nach Druckqualität gestaffelte Preise auch gekauft werden.

    Japan mit rechtlichem Klotz am Bein

    Nicht weniger als ein Urheberrecht für das 21. Jahrhundert kündigte Tsuguhiko Kadokawa in seiner Keynote an. Er ist CEO und Vorstandsvorsitzender u. a. eines der größten japanischen Verlagskonsortien (vor allem für Anime) und Mitglied eines Regierungsausschusses zum Bereich Urheberrecht. Die Rede ist von einer umfassenden Urheberrechtsreform in Japan, nach der die Interessen der Rechteinhaber und Nutzer besser austariert sein sollen und die bereits in Teilen Gestalt angenommen hat. Eine wichtigen Faktor in der Entwicklung in Japan bildet dieser Darstellung nach YouTube. Fast war in diesem Vortrag sogar so etwas wie Besessenheit mit dem Phänomen YouTube spürbar. Kadokawa zufolge war man angesichts des Umfangs des dort auftauchenden kommerziellen Contents zuweilen wirklich entschlossen, YouTube komplett aus Japan heraus zuhalten (wie auch immer das hätte gehen sollen). Als YouTube dann allerdings von Google gekauft wurde, war den Japanern offenbar ziemlich schnell klar, dass man den ausgewilderten Content nicht dauerhaft würde verhindern können, wohl aber legalisieren könnte.

    YouTube hat in der Folge einen entsprechenden Kooperationsvertrag mit japanischen Musikproduzenten geschlossen. Etwas ähnliches ist bzgl. Anime geplant, allerdings weitgehend auf Einzelfallbasis mit dem jeweiligen Anime-Urheber, vermittelt über den jeweiligen Verlag. Es soll eine Art freundliche Aufforderung zur Einwilligung in die Verbreitung über YouTube sein – gegen pauschale Vergütung versteht sich. Es gehe dabei um „Liebe und Respekt“ für die Arbeit der Urheber, also eine Art offizielles Anerkennungssystem in Kooperation mit YouTube.

    Die genannte Urheberrechtsreform diene insgesamt vor allem einem besseren Schutz von 100 Millionen japanischen Urhebern (auf diese Zahl kommt Kadokawa offenbar, indem er die zukünftig erwartete Zahl japanischer Laptop-Besitzer mit der Zahl potenzieller zukünftiger Urheber gleichsetzt), aber auch dem Schutz der klassischen Rechteinhaber und ‑verwerter. Wertvolle Erkenntnisse habe man auch aus den Büchern und Erläuterungen von Lawrence Lessig gezogen und werde sie berücksichtigen. An konkret geplanten Schritten, deren Einzelheiten bis März 2009 noch ausgearbeitet werden sollen, nannte Kadokawa: Suchservices würden legalisiert (!), Caching werde legalisiert, Beschränkungen des Urheberrechts zugunsten von Universitäten würden geschaffen und Reverse Engineering werde legalisiert (wobei anhand der Simultanübersetzung nicht klar wurde, was mit letzterem gemeint war).

    Und es wird wohl eine Art Fair-Use-Prinzip in Japan etabliert, womit Japan also dem US-amerikanischen Ansatz einer letztendlich gerichtlich auszugestaltenden, generellen Ausnahme vom Urheberrechtsschutz zu folgen scheint. Zugleich soll aber auch die Durchsetzung von Urheberrechten erleichtert werden.

    14. August 2008
  • : Youtube aus anthropologischer Sicht
    Youtube aus anthropologischer Sicht

    Mike Wesch, Assistant Professor of Cultural Anthropology an der Kansas State University, gibt in diesem Vortrag vor der US-Library of Congress einen tollen Überblick über den Kulturwandel durch Youtube & Co. Er nähert sich dem Thema aus anthropologischer Sicht. Spannend und amüsant.

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

    Zur Datenschutzerklärung von YouTube/Google

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org

    Der Vortrag ist 55 Minuten lang.

    12. August 2008 3
  • : Was „Die Zeit“ unter Urheberrecht versteht
    Was „Die Zeit“ unter Urheberrecht versteht

    In der neuen „Zeit“ von heute ist ein kleiner, ärgerlicher Artikel (Wie wichtig sind die Urheberrecht im Netz?) über die Weitergabe der Nutzerdaten von YouTube an den Viacom-Konzern. Autor Marcus Rohwetter ist der Meinung, das geschehe den Nutzern ganz recht: Wer sich Material online angesehen hat, das ohne Zustimmung der Urheber veröffentlicht wurde, der dürfe danach nicht auf den Datenschutz pochen:

    Viele YouTubeler haben sich einen Dreck um Urheberrechte geschert. Nun aber pochen sie ihrerseits auf den Datenschutz und machen große Augen, weil sich jemand wehrt. Der Medienkonzern Viacom wirft YouTube systematische Rechtsverletzung vor und errang vergangene Woche einen Sieg vor Gericht. Die Google-Tochter YouTube muss Nutzungsdaten herausrücken. Damit soll geklärt werden, was die Nutzer öfter anschauen – Privatvideos wie das des bauchstreichelnden Briten oder urheberrechtlich geschützte Filmchen.

    Rohwetter vertritt den Standpunkt, dass Videos auf YouTube entweder „geklautes“ geistiges Eigentum darstellen oder von den Usern selbstgemachter Schrott sind, den eh keiner sehen will. Was er dabei vergißt, sind die vielen Menschen, die YouTube als kreativen Output nutzen und dadurch eine demokratischere Medienlandschaft ermöglichen, indem sie sie selber erschaffen. Kein Wort von den modernen Kreativen, die auf eine klassische Medienlandschaft nicht angewiesen sind; kein Wort von den Indielabels, die MTV zurecht aufgegeben haben, weil YouTube das neue MTV ist. Natürlich ist auf den Online-Videoseiten viel Schrott zu sehen. Genau wie im klassischen Fernsehen. Daran ein Medium als ganzes zu bewerten, ist unsinnig.

    In der zugegebenermaßen kurzen Kolumne kommt der Begriff des „Urhebers“ oft vor – damit meint Marcus Rohwetter aber nie alle Kreativen, sondern benutzt den Begriff, ähnlich wie die Musikindustrie, nur im Sinne von Erzeugern oder Verwertern professionell hergestellter Werke. Wenn ich das kritisiere, mag das pedantisch klingen, aber wenn man seit einem Jahrzehnt dem Lamento der Verwerter zuhört, weiß man inzwischen, dass gern der arme Urheber beschworen wird, wenn es doch eigentlich um das Scheitern des Geschäftsmodells geht. Journalisten sollten hier aber zu differenzieren wissen.

    10. Juli 2008 31
  • : CCC an Google: Datenspeicherwahn überdenken
    CCC an Google: Datenspeicherwahn überdenken

    Die Taz hat ein Interview mit Frank Rieger vom Chaos Computer Club zum aktuellen Youtube-Fall: „Datenspeicherwahn überdenken“.

    Google speichert Nutzerdaten inklusive Suchanfragen inzwischen noch 18 Monate, was der Internet-Konzern als großes Plus beim Datenschutz tituliert – andere speicherten unbegrenzt, sagt er. Warum braucht eine Suchmaschinenkonzern so viele Informationen? Wo liegen die gesetzlichen Grundlagen dafür?

    Wie auch der aktuelle Fall zeigt, ist es lächerlich, dass Google bei so langer Speicherung noch von „Datenschutz“ zu redet. Auch wenn andere Firmen noch schlimmer agieren, ist es angesichts der zentralen Rolle von Google in der Internetwelt nicht hinnehmbar, dass so detailierte Daten so lange gespeichert werden. Ein technisches Erfordernis dafür gibt es schlicht nicht, die Speicherung erfolgt einzig zum Zwecke der Profitmaximierung. Die Datengier von Internet-Unternehmen ist derzeit weitgehend unreguliert, der derzeitige deutsche Datenschutz kann da schon strukturell wenig bewegen. Hier bedarf es einer weitreichenden Reform, bei der die betroffenen Nutzer substantielle Rechte wie Schadensersatzansprüche erhalten. Der Chaos Computer Club hat dazu eine Liste von Forderungen aufgestellt, die wir in die derzeitige Diskussion um die Modernisierung des Datenschutzes einbringen.

    4. Juli 2008
  • : Youtube, die GEMA und das Urheberrecht
    Youtube, die GEMA und das Urheberrecht

    Deutschlandradio Kultur berichtete gestern über die Urheberrechtsprobleme bei Youtube: Die Grenzen von YouTube. Und ein Aspekt ist da am interessantesten. Es geht konkret um einen Dokumentarfilmer, der gerne einen selbst gedrehten Film über Berliner Plattenläden online stellen würde. Im Hintergrund klingt aber Musik, die urheberrechtlich geschützt ist. Grosses Problem bei vielen Dingen. Nun hat man doch sofort den GEMA-Deal mit Youtube im Kopf, aber Pustekuchen, der zieht hier nicht:

    Einzelne Rechteverwerter wie zum Beispiel die GEMA haben sich bereits mit YouTube arrangiert. Die Nutzer des deutschen YouTube-Portals dürfen demnach „das Weltrepertoire musikalischer Werke“ nutzen. Im Gegenzug erhält die GEMA einen gewissen Betrag von YouTube, den sie dann an ihre Mitglieder ausschüttet. Klingt gut, hat aber einen Haken.

    „Ich dürfte jetzt den Miles Davis-Song hier selbst zuhause auf der Blockflöte einspielen, und das dann über diesen GEMA-YouTube-Deal bei YouTube abspielen. Mehr aber auch nicht. Kann auch ’ne Mundharmonika sein.“

    Denn die GEMA verwaltet nur die Rechte an den Kompositionen, nicht aber an den Einspielungen. Da muss man nach wie vor bei den Plattenfirmen anklopfen – und die wollen entweder viel Geld oder haben andere Dinge zu tun, als sich um YouTube-Amateure zu kümmern.

    Die MP3 dazu findet sich noch nicht online.

    3. Juni 2008 7