USA

  • : TV-Werbung kills the Kino?
    TV-Werbung kills the Kino?

    Scheint zumindest in den USA schon der Fall zu sein, wenn man einem Spiegel-Bericht von der Berlinale liest, wo es um die Zukunft des Kinos geht: Hollywood muss umdenken.

    Ob dem Kino damit wirklich geholfen ist, darf bezweifelt werden. Sicherlich mögen Plattformen wie YouTube und MySpace in Einzelfällen beim Marketing von Kinofilmen behilflich sein. Doch ebenso sicher ist, dass in den jüngsten Konsumentenschichten ein dramatischer Rückgang von Kinobesuchen zu verzeichnen ist. Die Kids schauen sich lieber Kurzvideos bei YouTube an als Piratenfilme in epischer Länge, deren weitschweifige Dramaturgie sie kaum noch verstehen. Unter US-Teenagern soll die Aufmerksamkeitsspanne – hervorgerufen durch ständige Werbepausen im Fernsehen – bei nur noch zwölf Minuten liegen. Wozu die 30-Sekunden-Clips bei YouTube führen, mag man sich gar nicht ausmalen.

    Da haben wir in Deutschland ja noch Glück, dass nicht ganz so oft Werbung geschaltet wird.

    15. Februar 2007 2
  • : EU-Parlament will Bürger schützen
    EU-Parlament will Bürger schützen

    Das EU-Parlament hat heute den Antrag „Entschließung des Europäischen Parlaments zu der SWIFT, dem Abkommen über Fluggastdatensätze und dem transatlantischen Dialog über diese Themen“ diskutiert und abgestimmt, der in der Version vom 7. Februar verlinkt ist. Es gab wohl noch kleine Änderungen an wenigen Punkten der Version. Die Futurezone weiss mehr: EU-Parlament will Bürger schützen.

    So hält das EU-Parlament alle bisherigen von Rat, Kommission und Privatunternehmen in Aussicht genommenen Lösungen für „nicht ausreichend“, die Daten der EU-Bürger zu schützen.
    […]
    Internationale Abkommen, die Weitergabe oder den Austausch von Daten betreffend, sind laut Auffassung des Parlaments unter uneingeschränkter Mitwirkung des Europäischen Parlaments und der nationalen Parlamente der Mitgliedstaaten sowie des US-Kongresses auszuhandeln.
    […]
    „Es dürfen wirklich nur diese Daten übermittelt werden, die für die Bekämpfung des Terrorismus notwendig sind und E‑Mail-Adressen der Passagiere oder die Essensgewohnheiten an Board gehören bestimmt nicht dazu“, erklärt dazu der österreichische EU-Parlamentarier Harad Ettl [SPÖ] in einer Aussendung.

    14. Februar 2007 5
  • : Die 10 Prinzipien im Mozilla Manifest
    Die 10 Prinzipien im Mozilla Manifest

    Die Mozilla-Foundation (Die Stiftung hinter Firefox & Co.) hat einen ersten Entwurf eines Manifestes veröffentlicht, was die langfristige Vision ihrer Arbeit formulieren soll. Das berichtet Golem mit Verweis auf die Mozilla-Blogs.

    Kern des Manifestes sind zehn Prinzipien, an denen sich die Mozilla Foundation orientieren will:

    1. Das Internet ist ein integraler Teil des modernen Lebens – eine Schlüsselkomponente in Sachen Bildung, Kommunikation, Zusammenarbeit, Geschäftsleben, Unterhaltung und der Gesellschaft als Ganzem.
    2. Das Internet ist eine globale öffentliche Ressource, die frei zugänglich bleiben muss.
    3. Das Internet sollte das Leben eines jeden Menschen bereichern.
    4. Die Sicherheit des Einzelnen im Internet ist fundamental und kann nicht behandelt werden, als wäre sie optional.
    5. Jeder Einzelne muss die Möglichkeit haben, seine eigene Erfahrung mit dem Internet zu sammeln.
    6. Die Effektivität des Internets als öffentliche Ressource beruht auf Interoperabilität (Protokolle, Daten, Datenformate und Inhalte), Innovation und einer dezentralen Teilnahme weltweit.
    7. Freie Software und Open Source fördern die Entwicklung des Internets als öffentliche Ressource.
    8. Transparente, auf Gemeinschaften basierende Prozesse fördern eine Teilnahme, Verantwortung und Vertrauen.
    9. Kommerzielles Engagement an der Entwicklung des Internets bringt viele Vorteile; entscheidend ist eine Ausgewogenheit zwischen kommerziellen Zielen und dem öffentlichen Interesse.
    10. Den öffentlichen Nutzen des Internets zu vergrößern, ist ein wichtiges Ziel, das es wert ist, Zeit, Aufmerksamkeit und Hingabe zu investieren.

    14. Februar 2007 1
  • : Spektrumspolitik
    Spektrumspolitik

    Das hier ist ein ca. halbstündiger Vortrag von Lawrence Lessig über „Spektrumspolitik“: Internet Policy: Deregulating Spectrum.

    14. Februar 2007
  • : The privatizing of the cultural commons
    The privatizing of the cultural commons

    Neuer Podcast von AudioBerkman: Lewis Hyde on Cultural Commons.

    Berkman Fellow Lewis Hyde talks about the topic of his upcoming work, “the privatizing of the cultural commons.” Hyde addresses many of the issues and concerns that modern copyright use presents to works traditionally open for public consumption. Referencing the life and work of Ben Franklin, he argues on behalf of the public’s need for access to traditionally public ideas and works for the benefit and progression of society.

    Die MP3 ist ca eine Stunde lang.

    14. Februar 2007
  • : Wurden Deine Youtube-Videos von Viacom gelöscht?
    Wurden Deine Youtube-Videos von Viacom gelöscht?

    Die US-Firma Viacom hat von Youtube wegen Copyright-Verletzungen die Löschung von ca. 100.000 Videos verlangt. Dabei sollen auch Videos entfernt worden sein, die rechtlich legal waren: Unfairly Caught in Viacom’s Dragnet? Let Us Know!

    Well, with its 100,000 DMCA takedown notices aimed at YouTube users, now it’s Viacom that is netting its share of dolphins. Among the 100,000 videos targeted for takedowns was a home movie shot in a BBQ joint, a film trailer by a documentarian, and a music video (previously here) about karaoke in Singapore. None of these contained anything owned by Viacom. For its part, Viacom has admitted to „no more than“ 60 mistakes, so far. Yet each mistake impacts free speech, both of the author of the video and of the viewing public.

    Die EFF sucht jetzt nach weiteren Opfern, um die Zahl von 60 unnötig gelöschten Videos zu widerlegen. Und nutzt dazu einen kurzen Video-Clip bei Youtube, um weitere Fälle zu finden:

    9. Februar 2007 4
  • : Vorratsdatenspeicherung: 10.000 wollen nach Karlsruhe ziehen
    Vorratsdatenspeicherung: 10.000 wollen nach Karlsruhe ziehen

    Kam schon gestern, hier die Pressemitteilung. Berichte: Spiegel Online, heise (auch über Widerstand im Rest Europas). Passend die Meldung von heute: Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung in den US-Kongress eingebracht.

    Der Widerstand gegen die von der Bundesregierung geplante sechsmonatige Speicherung aller Telefon‑, Handy- und E‑Mail-Kontakte geht weiter. Nachdem sich im Januar über 30 Datenschutz‑, Bürgerrechts‑, Juristen‑, Wirtschafts- und Medienverbände gegen die „weitreichende Registrierung des Verhaltens der Menschen in Deutschland“ ausgesprochen haben, hat der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung gestern den zehntausendsten Teilnehmer an der Verfassungsbeschwerde gemeldet. Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung ist sich sicher, dass die Gerichte nach der Rasterfahndung und den Online-Durchsuchungen auch die Vorratsdatenspeicherung für unzulässig erklären werden. „Es ist ein offensichtlich unverhältnismäßiger Eingriff in unsere Grundrechte, das Kommunikations- und Bewegungsverhalten der gesamten Bevölkerung zu protokollieren, um die Aufklärungsquote um mikroskopische 0,006% steigern zu können“, begründet der Jurist Patrick Breyer vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung.

    Seit November 2006 ruft der Arbeitskreis zur Anmeldung für eine Verfassungsbeschwerde gegen die geplante Vorratsdatenspeicherung auf. Über 10.000 Personen haben sich schon gemeldet. 2.500 Teilnehmer haben dem Berliner Rechtsanwalt Meinhard Starostik bereits eine schriftliche Vollmacht zugesandt. Eingereicht wird die Verfassungsbeschwerde, wenn und sobald der Bundestag ein Gesetz zur Einführung der Vorratsdatenspeicherung verabschiedet. Jeder zehnte der Beschwerdeführer/innen ist in einem Vertrauensberuf tätig, davon 19% als Journalisten, 7% als Ärzte, Zahnärzte oder Apotheker sowie 5% als Rechtsanwälte. Auch Geistliche, Heilpraktiker, Krankenpfleger, Psychologen, Sozialarbeiter, Sozialpädagogen und Unternehmensberater wehren sich gegen die geplante Abbildung ihrer vertraulichen Kontakte.

    Der zehntausendste Beschwerdeführer, Malte W. aus Hamburg, erhält als Dankeschön für seine Unterstützung ein „Schwarzbuch Datenschutz“ und ein „PrivacyDongle“ des Datenschutzvereins FoeBuD e.V. Mit dem PrivacyDongle kann Malte trotz Vorratsdatenspeicherung weiterhin anonym im Internet surfen. Dass sich auch Straftäter mit technischen Mitteln leicht der staatlichen Datenanhäufung entziehen können, liegt auf der Hand.

    Der Aufruf des Arbeitskreises zur Erhebung einer Massenverfassungsbeschwerde ist in der deutschen Geschichte einmalig. „Die von der Bundesregierung geplante Totalprotokollierung der Telekommunikation der gesamten Bevölkerung ist ebenfalls einzigartig“, begründet der Politikwissenschaftler Ralf Bendrath vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung die Aktion. „Frau Zypries will vorsorglich Informationen über unsere Telefonate, Bewegungen und Internetnutzung sammeln lassen für den Fall, dass wir zu Verbrechern werden. Wir sammeln vorsorglich Beschwerdeführer für den Fall, dass SPD und Union dieses verfassungswidrige Vorhaben tatsächlich umsetzen sollten. Wenn die Koalition unzählige Menschen bespitzeln lassen will, dann werden sich auch unzählige Menschen in Karlsruhe dagegen zur Wehr setzen.“

    7. Februar 2007 8
  • : Copyright-Wahnsinn: Tanzen nur mit Lizenzzahlungen?
    Copyright-Wahnsinn: Tanzen nur mit Lizenzzahlungen?

    Copyright-Wahnsinn aus den USA: (Falsch) Tanzen verboten!

    In den vergangenen Tagen haben mehrere YouTube-Nutzer die Nachricht bekommen, dass ihre Videos auf Veranlassung einer dritten Partei aus der Videobörse entfernt beziehungsweise unzugänglich gemacht wurden. Urheber dieser Sperrverfügungen war Richard Silver, wie sich bald herausstellte. Silver hatte nach eigenen Aussagen im Jahr 2004 den von ihm bereits 1975 anlässlich der Eröffnung einer Diskothek erfundenen Tanz Electric Slide beim US-Copyright-Office urheberrechtlich schützen lassen. Um seine Rechte durchzusetzen, lässt Silver von YouTube alle Videos entfernen, auf denen sein Tanz zu sehen ist.
    […]
    Die Motive für sein Handeln erläutert Silver auf seiner Homepage damit, dass er dafür sorgen wolle, dass der Tanz nur richtig getanzt würde. In seinen Augen würden die Leute zu oft falsch tanzen. Dazu Silver: „Ich habe viele Jahre lang versucht, das zu korrigieren, und hatte schon die Hoffnung aufgegeben, mein Ziel zu erreichen. Doch dann kam das Internet und jetzt arbeite ich daran, das Übel zu beseitigen.“

    5. Februar 2007 9
  • : Wired über die deutsche Killerspiel-Debatte
    Wired über die deutsche Killerspiel-Debatte

    Wired beschreibt in einer Aussenansicht die deutsche Killerspiel-Debatte: German Past Haunts Gamers’ Future.

    Germany, ever mindful of its troubled history, keeps as close an eye on its past as it does its present and future. And that may spell trouble for certain video games. Politicians are pushing new legislation that would ban games deemed violent or that incite hatred. Not only that, this decidedly pacifist nation is lobbying the European Union to impose continent-wide censorship of especially inflammatory games.

    5. Februar 2007 4
  • : Web 2.0 … The Machine is Us/ing Us
    Web 2.0 … The Machine is Us/ing Us

    Dieses Video versucht „Web 2.0“ in unter fünf Minuten zu erklären. Nett gemacht:

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

    Zur Datenschutzerklärung von YouTube/Google

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org

    [via]

    5. Februar 2007 7
  • : Securing Human Rights Online
    Securing Human Rights Online

    Bei MediaBerkman gibt es einen neuen interessanten Podcast: Securing Human Rights Online

    Ron Deibert, Associate Professor of Political Science and Director of the Citizen Lab at the Munk Centre for International Studies, University of Toronto. Prof. Deibert, who is also a principal investigator in the Open Net Initiative, discusses “Securing Human Rights Online: Addressing Long-term Problems of Sustainability, Coordination, and Resource.”

    Die MP3 ist ca. eine Stunde lang.

    31. Januar 2007
  • : Aktueller Stand der Debatte rund um Netzneutralität
    Aktueller Stand der Debatte rund um Netzneutralität

    Bei Technology Review gibt es eine aktuelle Zusammenfassung der Debatte rund um Netzneutralität: Netzneutralität: Der Kampf geht weiter.

    „Wir haben es hier mit großen Geschäftsinteressen zu tun – Kabel- und Telefon-Firmen und andere, die gerne Gatekeeper sein wollen und dem Internet eine Mautgebühr auferlegen möchten“, meint Dorgan. „Diese Firmen würden gerne zu den Inhalteanbietern sagen: Wenn Du auf meine Datenautobahn willst, dann zahlst Du mir bitte schön etwas dazu. Das halte ich für sehr gefährlich.“ Die innovativen jungen Leute mit großen Ideen, die das „nächste große Ding“ vielleicht gerade in ihrer Garage zusammenbastelten, könnten dann plötzlich nicht mehr an die Nutzer gelangen, so der US-Sentator: „Innovationen im Internet funktionieren nur, wenn es keine Diskriminierung für neue Firmen gibt.“

    26. Januar 2007 1
  • : Vorratsddatenspeicherung in den USA?
    Vorratsddatenspeicherung in den USA?

    In den USA ist die Vorratsdatenspeicherung auch wieder ein Thema: Von Europa lernen, heißt Überwachen lernen. Erstmal soll alles nur zwei Monate gespeichert werden und der Zugriff der Sicherheitsbehörden soll legalisiert werden. Suchmaschinenbetreiber sollen auch vorratsspeichern.

    Relativ unbemerkt von einer größeren Öffentlichkeit kündigte der amerikanische Justizminister Alberto Gonzales letzte Woche an, mit dem Kongress über ein Pflichtspeichergesetz für Provider zu sprechen. Diese sollen gesetzlich verpflichtet werden, Nutzerdaten vorzuhalten, auf die dann per richterlicher Anordnung zugegriffen werden könnte. Mit dem geplanten Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung würde in den USA in gewisser Weise nur offiziell gemacht werden, was die NSA inoffiziell längst erledigt

    Relativ beliebt bei US-Sicherheits-Hardliner ist ja der Export ihrer Ideen nach Europa. Diese setzen dann ohne grosse Probleme das um, was man in den USA nicht so einfach erreichen könnte. Und argumentieren dann anschliessend, dass man Europa lernen müsste und die Massnahmen jetzt auch braucht.

    26. Januar 2007
  • : Linux Stiftung gegründet
    Linux Stiftung gegründet

    „The Linux Foundation“ wurde am 21. Januar aus der Taufe gehoben. Sie entstammt dem Zusammenschluss der Free Standards Group (FSG) mit den Open Source Development Labs (OSDL). Die neue Organisation soll Linux wettbewerbsfähiger machen, indem sie mit vereinter Kraft eine Reihe von Dienstleistungen anbietet, die das Wachstum von Linux beschleunigen sollen.

    Jim Zemlin, bisher Chef der FSG, ist neuer Kopf der Linux-Stiftung. Das sei doch eine feine Sache, sagt Zemlin, wenn man als Linux-Programmierer „eine zentrale Anlaufstelle“ für verschiedenste Dinge habe. Trotz des zentraleren Ansatzes der Organisation sowie der starken Orientierung am Wettbewerb, sollen Offenheit, Wahlfreiheit und technische Überlegenheit gewahrt bleiben. Der Ansatz wäre jedoch notwendig, um Linux anknüpfen zu lassen, an Eigenschaften, die besonders in proprietären Software-Firmen vorherrschen, wie Abwärtskompatibilität, Förderung, Interoperabilität, Entwicklerunterstützung und mehr.

    Die Dienstleistungen der Stiftung umfasse die Verwaltung des Linux-Warenzeichens, Rechtsbeistand für Entwickler in Patentprozessen durch das Projekt Open Source as Prior Art, durch die Initiative Patent Commons und dem »Linux Legal Defense Fund« sowie Standardisierungsdienstleistungen für Anwendungsentwickler. Darüber hinaus will sich die Stiftung der Promotion und Zusammenarbeit der Linux-Gemeinschaft im gesellschafts- und wirtschaftspolitischem Kontext widmen.

    Außerdem wolle die Foundation einen „sicheren Hafen für Linux-Kernel-Entwickler“ bieten, sagte Zemlin. Auch indem sie Mittel und Gehälter an Programmierer ausschüttet, deren Unabhängigkeit gesichert werden soll. Zu denen gehört weiterhin auch Linus Torvalds, der bisher in der OSDL beschäftigt war und sich als prominentester Name auf der Gehaltsliste findet. Die Gründung der Stiftung fand starke Zustimmung durch die Mitglieder der FSG und OSDL. Unter ihnen: IBM, Intel, HP, Oracle, Novel, Fujitsu, Hitachi, NEC, Oracle und Red Hat.

    25. Januar 2007
  • : Spass mit Wahlcomputern: Einfach Schlüssel nachbauen
    Spass mit Wahlcomputern: Einfach Schlüssel nachbauen

    Lustig und erschreckend zugleich. Die US-Firma Diebold, bekannt durch ihre Wahlcomputer, hat mal wieder ein kleines Sicherheitsproblem. Und zwar hatte man Bilder des einzigen Schlüssels, der anscheinend alle Wahlcomputer der Firma öffnen kann (!) auf der eigenen Webseite präsentiert. Die hat jemand genommen und anhand des Bildes einfach mal den Schlüssel nachgebaut. Was anscheinend erfolgreich war. Diebold entfernte erstmal schnell das Bild von der eigenen Webseite. Das ist aber längst im Umlauf:

    Die Story ist fast so gut wie der Hotelbar-Schlüssel, welcher identisch mit den Diebold-Schlüsseln war.

    25. Januar 2007 1
  • : USA: Filesharing-Statistiken für Filme
    USA: Filesharing-Statistiken für Filme

    Heise berichtet: Studie: 25 Millionen US-Bürger haben bereits Film-Filesharing betrieben

    Schätzungsweise 32 Millionen US-Amerikaner im Alter ab 12 Jahren haben irgendwann einmal einen Film in voller Länge aus dem Internet geladen. 80 Prozent, also gut 25 Millionen, nutzten oder nutzen dafür ausschließlich Filesharing-Seiten. Das ist ein Ergebnis der Studie Digital Life America der Solutions Research Group. Die Marktforscher haben dafür im Juni bis Ende September 2006 1000 US-Amerikaner telefonisch und 1600 online befragt.

    Der typische Filesharing-Nutzer ist laut dieser Studie 29 Jahre alt, speichert 16 Filme auf seiner Festplatte und ist männlich. Jedenfalls seien 63 Prozent der Filesharer männlichen Geschlechts, heißt es in der Mitteilung.

    Da kann man sicher nochmal eine grosse Dunkelziffer draufschlagen. Nicht jeder wird einem Marktforschungsunternehmen am Telefon gleich sagen, dass man etwas tut, für das die Filmindustrie Abmahnungen und Anwälte schicken kann.

    Beim Bootsektor gibt es noch ein paar Zahlen aus der Studie von Reuters:

    US-Amerikaner sind überzeugt, dass das Herunterladen von Filmen aus Tauschbörsen (40 %) nicht so schlimm sei wie Parken in einer Feuerwehreinfahrt (59%) und lange nicht so schlimm wie das Klauen der Film-DVD im Laden (78%).

    25. Januar 2007 2
  • : Arianna Huffington im SZ-Interview
    Arianna Huffington im SZ-Interview

    Die Süddeutsche Zeitung hat ein Interview mit Arianna Huffington: Clooney kapiert es nicht.

    SZ: Gerade wird viel über Schwarmintelligenz und Online-Kollektive debattiert. Kritiker fürchten, Internet-Gemeinschaften könnten instrumentalisiert und dann gefährlich werden.

    Huffington: Generell glaube ich an die Weisheit des Kollektivs. Und ich weiß nicht, was gefährlicher sein könnte als jene Mainstream-Medien, die unfähig waren, die Bush-Administration davon abzuhalten, ihre Lügen über Massenvernichtungswaffen im Irak zu verkaufen. Das waren keine Blogger, die sich als unfähig erwiesen haben, das war die „New York Times“ oder Reporter wie Bob Woodward – die ganze Premiumliga des Journalismus’.

    Wer „Huffington Post“ nicht kennt, sollte sich das mal anschauen. Interessante politische Plattform mit einem Geschäftsmodell dahinter.

    25. Januar 2007
  • : Nieman Report – Winter Edition: Goodbye Gutenberg
    Nieman Report – Winter Edition: Goodbye Gutenberg

    Die „Nieman Foundation for Journalism“ an der Harvard University hat den „Nieman Report“ in der Winter-Edition zum Thema „Goodbye Gutenberg“ veröffentlicht. Wort finden sich viele interessante Artikel zur Zukunft des (Online-) Journalismus. Leider nur als HTML und nicht als PDF.

    22. Januar 2007
  • : Code of conduct
    Code of conduct

    ars technica schreibt über die Debatten zwischen westlichen Technologie-Firmen und Nichtregierungsorganisationen, einen „Code of conduct“ zu schaffen. Das ist quasi eine Selbstverpflichtungserklärung, um Menschenrechte zu achten und ethisch in repressiven Staaten zu handeln: Tech companies, NGOs working on code of conduct.

    Google, Yahoo, Microsoft, and European communications company Vodafone are working in conjunction with a handful of nongovernmental organizations (NGOs) to create a code of conduct to govern the companies’ conduct when it comes to freedom of speech, user privacy, and other human rights issues. The discussion began late in 2006 and is being spearheaded by the Center for Democracy and Technology (CDT) in Washington DC, the Berkman Center for Internet & Society at Harvard Law School, and Business for Social Responsibility in San Francisco.

    Das war schon etwas früher bei Heise: Google, Yahoo und Microsoft beteiligen sich an Menschenrechtsinitiative.

    Eine Gruppe von US-amerikanischen Bürgerrechtlern, Unternehmen und anderen Organisationen hat sich darauf verständigt, gemeinsam nach Lösungen für Menschenrechts- und Datenschutzfragen bei internationalen Geschäften zu suchen.[…]Technologie-Unternehmen spielen nach Ansicht von CDT-Direktor Leslie Harris eine wichtige Rolle für demokratische Reformen in sich entwickelnden Ländern. Es gebe aber einige Regierungen, die Wege gefunden haben, Technologien gegen ihre Bürger einzusetzen, beispielsweise durch die Überwachung des Internets und durch Zensur. Die Initiative, an der sich auch Human Rights Watch, die UN und die Electronic Frontier Foundation beteiligen, wollen in diesem Jahr eine Reihe von Prinzipien festlegen, der sich die international tätigen Unternehmen verpflichten wollen.

    22. Januar 2007 1
  • : The Internet and the Project of Communications Law
    The Internet and the Project of Communications Law

    Susan Crawford war zum Thema „The Internet and the Project of Communications Law“ beim Berkman-Center zu Besuch und davon gibt es jetzt einen Podcast.

    Susan Crawford of Cardozo Law School discusses “The Internet and the Project of Communications Law,” focusing on the way the internet’s uniqueness as a social communications tool should affect the way we think about regulating it.

    Die MP3-Datei ist 57:26 Minuten lang.

    10. Januar 2007