Urheberrecht
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Was vom Tage übrig blieb: Piratenjäger, Phishing und Pornosperren
Belgiens König Leopold II hat sich zu Lebzeiten nie für die Gräueltaten seiner Kolonialherrschaft im Kongo entschuldigt. Nun wurde ein kleines "Pardon" an seiner Statue im Brüsseler Zentrum nachgetragen. <a href="https://www.change.org/p/ville-de-bruxelles-stad-brussel-enlever-toutes-les-statues-en-hommage-%C3%A0-l%C3%A9opold-ii-alle-standbeelden-verwijderen-ter-ere-aan-l%C3%A9opold-ii">Eine Petition, die Statue ganz abzutragen, läuft.</a>. Was vom Tage übrig blieb: Piratenjäger, Phishing und Pornosperren Unkooperativen Pornoseiten droht die Sperrung, Phishing-Mails haben Hochkonjunktur und das Insolvenzverfahren für die Urheberrechtsverkläger von der GVU ist eröffnet. Die besten Reste des Tages.
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Was vom Tage übrig blieb: Corona-Zensur, Compact-Flop und Covidsafe-Enttäuschung
"Eingehüllt in graue Wolken, / Schlafen jetzt die großen Götter, / Und ich höre, wie sie schnarchen, / Und wir haben wildes Wetter." – Heinrich Heine, offenbar nach dem Konsum von Knaster. Was vom Tage übrig blieb: Corona-Zensur, Compact-Flop und Covidsafe-Enttäuschung In China fehlt von einigen Bloggern jede Spur. Ein ehemaliger Verkaufsflop aus der ehemaligen DDR ist heute bei Sammlern beliebt. Klassische Musiker ärgern sich über Content ID und die Zwischenbilanz der Tracing-App aus Australien ernüchtert. Die besten Reste des Tages.
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Zensurheberrecht: Afghanistan-Papiere sind wieder online
Wie schätzte das Verteidigungsministerium die Lage in Afghanistan seit 2001 ein? Zensurheberrecht: Afghanistan-Papiere sind wieder online Nach sieben Jahren Rechtsstreit steht fest: Die Bundesregierung kann die Veröffentlichung der Afghanistan-Papiere nicht mit Mitteln des Urheberrechts verhindern. Das urteilte der Bundesgerichtshof. Jetzt sind die 5.000 Seiten Lageberichte wieder online.
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Blackbox Genf: Streit um eine internationale Urheberrechtsreform
Im September trafen sich die WIPO-Mitglieder in Genf. Blackbox Genf: Streit um eine internationale Urheberrechtsreform Der Autor setzt sich für den gemeinnützigen Verein Wikimedia Deutschland auf der internationalen Ebene für freies Wissen und ein offenes Netz ein. Er vertritt die Wikimedia-Bewegung bei der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO), wenn über eine Reform des internationalen Urheberrechts gestritten wird. Der erste Teil einer Reihe.
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Zensurheberrecht: Automatisierte Urheberrechtsdurchsetzungen gefährden die Pressefreiheit
Albaniens Ministerpräsident Edi Rama bezeichnete Journalist:innen unter anderem als „Mülleimer“. Die Bedingungen für unabhängige Medien sind in dem Land schlecht. Zensurheberrecht: Automatisierte Urheberrechtsdurchsetzungen gefährden die Pressefreiheit Wir haben immer davor gewarnt, dass das Urheberrecht auch als mögliches Zensurinstrument missbraucht werden kann. Plattformen wie Facebook machen es sehr einfach, indem sie automatisierte Urheberrechtsansprüche offensichtlich nicht ausreichend prüfen und lieber sofort löschen. Ein Kommentar.
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Pressefreiheit: Wie eine deutsche Firma in Albanien regierungskritische Videos löschen lässt
Aldor Nini, Geschäftsführer von Acromax Media Pressefreiheit: Wie eine deutsche Firma in Albanien regierungskritische Videos löschen lässt Acromax Media meldet angebliche Urheberrechtsverstöße an Plattformen wie Facebook und lässt auf diesem Weg auch journalistische Beiträge aus dem Netz verschwinden. Das Hamburger Unternehmen arbeitete unter anderem für die albanische Regierungspartei. Reporter ohne Grenzen hält den Fall für einen Versuch, unabhängigen Journalismus zu unterdrücken.
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Artikel 17: Upload-Filter auf Kollisionskurs mit EU-Datenschutzregeln
Ob Roboter sich wohl für Datenschutz interessieren? (Symbolbild) Artikel 17: Upload-Filter auf Kollisionskurs mit EU-Datenschutzregeln Es gab viel Streit um die EU-Urheberrechtsreform. Besonders Uploadfilter haben für viel Aufruhr gesorgt. Christoph Schmon von der Electronic Frontier Foundation hat die Reform darauf hin untersucht, ob sie mit dem Datenschutzrecht vereinbar ist. Seine Antwort ist eindeutig.
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Protest gegen Zahlungsdienst: Nazis dürfen weiter Geld über Paypal einsammeln
Mit diesem Großflächenplakat protestierte SumOfUs gegen Paypal. Protest gegen Zahlungsdienst: Nazis dürfen weiter Geld über Paypal einsammeln Rechtsextreme aus Chemnitz nutzen den Bezahldienst zum Geldsammeln. Bei einer Protestaktion vor der Firmenzentrale von Paypal sind es allerdings nicht die Nazis, die eine Niederlage hinnehmen müssen.
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: Alles für die Katz: EuGH erklärt deutsches Leistungsschutzrecht für unwirksam
: Alles für die Katz: EuGH erklärt deutsches Leistungsschutzrecht für unwirksam Sechs Jahre nach seiner Einführung durch die schwarz-gelbe Koalition heben die EU-Richter das Leistungsschutzrecht wieder auf. Der Grund: Deutschland hat das Gesetz nicht ordnungsgemäß in Brüssel gemeldet. Dabei hätte es die damalige Regierung besser wissen müssen.
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: Geleakte Lobbystrategie: VG Media fühlt sich missverstanden und entschuldigt sich
Teil der instransparenten Lobbystrategie war ein "emotionales Finale" durch die Betonung von Kinder- und Jugendschutz : Geleakte Lobbystrategie: VG Media fühlt sich missverstanden und entschuldigt sich Am Wochenende haben wir eine geheime Kampagnenstrategie der Verwerterlobby veröffentlicht. Darin wird beschrieben, wie man Richter, Beamte und Politiker in der Urheberrechtsdebatte beeinflussen will. Die VG Media entschuldigt sich jetzt für das Papier – und fühlt sich missverstanden. Wir klären gerne auf, was gemeint war.
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Exklusiv: Verwerter planen Lobby- und Medienkampagne gegen Digitalkonzerne
Beim Urheberrecht wollen es die meisten allen Recht machen. Exklusiv: Verwerter planen Lobby- und Medienkampagne gegen Digitalkonzerne Die Verwerterlobby plant eine große Kampagne, um für mehr Regulierung der Digitalkonzerne zu werben. Dazu werden Medienunternehmen aufgerufen, freie Werbeplätze zur Verfügung zu stellen. Ein von uns veröffentlichtes internes Schreiben zeigt, dass es vor allem darum geht, zukünftige Gerichtsentscheidungen zum Urheberrecht und weitere Gesetze im Sinne der Verwerter zu beeinflussen.
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Freies Wissen: EU-Kommission stellt ihre Publikationen unter offene Lizenzen
"Viele EU-Publikationen nun unter einer freien Lizenz verfügbar!", schreit die Frau. (Collage: netzpolitik.org) Freies Wissen: EU-Kommission stellt ihre Publikationen unter offene Lizenzen Die EU-Kommission stellt ihre Inhalte unter Creative-Commons-Lizenzen und unterstützt die Organisation bei der Übersetzung von Lizenztexten. Damit geht sie der Bundesregierung mit gutem Vorbild voraus.
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: EuGH entscheidet über Zensurheberrecht: Nur enge Ausnahmen für die Pressefreiheit
US-Soldat in Afghanistan, 2011 : EuGH entscheidet über Zensurheberrecht: Nur enge Ausnahmen für die Pressefreiheit Urheberrecht kann Pressefreiheit schlagen. Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs gibt es bei der Veröffentlichung von urheberrechtlich geschützten Dokumenten nur wenige Ausnahmen. Behörden könnten sich nun ermutigt sehen, die Veröffentlichung von staatlichen Werken zu unterbinden.
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: Artikel 13: EU-Urheberrecht geht in die nationale Umsetzung
Etwa 200.000 Menschen demonstrierten in ganz Europa gegen die Urheberrechtsreform. (Archivbild) : Artikel 13: EU-Urheberrecht geht in die nationale Umsetzung Hunderttausende sind im Frühjahr gegen die EU-Urheberrechtsreform auf die Straße gegangen. Die CDU hatte damals als Beruhigungspille angekündigt, Uploadfilter in der deutschen Umsetzung zu verhindern. Jetzt geht die Regierung die ersten Schritte zu einem nationalen Gesetz.
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: Ausgebucht: Microsoft löscht verkaufte eBooks
Analoge Bücher sind auch noch lesbar, wenn der Verkäufer pleite ist. : Ausgebucht: Microsoft löscht verkaufte eBooks Es erschien wie eine tolle Idee: Digitale Inhalte mit Kopierschutz verkaufen. Was konnte da schon schief gehen? Microsoft zeigt anschaulich, warum eBooks nicht vergleichbar mit Büchern sind: Der Konzern löscht verkaufte eBooks wieder. Das hat man bereits mit Musikdateien gemacht. Nachhaltig und zukunftsfähig ist das nicht. Ein Kommentar.
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: Zensurheberrecht: Glyphosat-Gutachten darf wieder veröffentlicht werden
Anti-Glyphosat-Protest von campact aus dem Jahr 2015. : Zensurheberrecht: Glyphosat-Gutachten darf wieder veröffentlicht werden Nach einer einstweiligen Verfügung wegen angeblicher Urheberrechtsverletzung musste FragDenStaat das Glyphosat-Gutachten einer Bundesbehörde löschen. Jetzt entschied das Landgericht Köln allerdings, dass die Verfügung fehlerhaft war. Das ist nur der Auftakt für weitere Gerichtsprozesse.
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: Europawahl: Dieser Wahlkampf wurde im Internet entschieden
10.000 beim Schulstreik vor dem Wirtschaftsministerium und noch viel mehr im Netz haben diese Wahl entschieden. : Europawahl: Dieser Wahlkampf wurde im Internet entschieden Es war nicht nur der Rezo-Effekt: Erstmals wurde ein EU-Wahlkampf maßgeblich im Netz entschieden. Das ist vor allem der Verdienst der Jungen. Sie brachten Online- und Offline-Protest zusammen und setzten so ihre Themen Klimaschutz und Urheberrecht auf die Agenda. Das wird die politischen Spielregeln dauerhaft verändern.