Kommentar
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: Was in den Feiern zu 70 Jahre Grundgesetz untergeht
Mehr als 40.000 Menschen protestierten 2018 in München gegen das Polizeigesetz. : Was in den Feiern zu 70 Jahre Grundgesetz untergeht Das Jubiläum des Grundgesetzes ist ein Tag der Mahnung: Grund- und Freiheitsrechte werden nicht gnadenvoll vom Staat gewährt, sie müssen von uns jeden Tag aufs Neue erhalten und erkämpft werden. Ein Kommentar.
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: Ein Angriff auf die Freiheit der Kunst
Mit einem Holocaust-Mahnmal vor dem Haus des AfD-Politikers Björn Höcke lösten die Künstler eine bundesweite Debatte aus. Danach begannen die Ermittlungen. : Ein Angriff auf die Freiheit der Kunst Die Staatsanwaltschaft in Gera ermittelt gegen Deutschlands bekannteste Aktionskünstlergruppe wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung. Die Ermittlungen gegen das Zentrum für Politische Schönheit sind nicht nur ein Skandal allererster Güte, sondern ein Angriff auf die Freiheit der Kunst. Ein Kommentar.
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: In Brandenburg entscheidet sich, ob die Linke Bürgerrechtspartei bleibt
Die Linksfraktion in Brandenburg hat es in der Hand, ob sie das Kapital der Linken als Bürgerrechtspartei verspielt. : In Brandenburg entscheidet sich, ob die Linke Bürgerrechtspartei bleibt Die Linke in Brandenburg ist drauf und dran, den mühsam erworbenen Ruf als Bürgerrechtspartei zu verspielen. Noch hat sie es in der Hand, den Staatstrojaner und weitere Härten im geplanten Polizeigesetz zu kippen – und damit bundesweit ein Zeichen zu setzen. Ein Kommentar.
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: Doxing: Der Kampf um Datensicherheit wird auf unseren Computern entschieden
In Sachen Datensicherheit brennt die Bude schon länger. Es braucht nun sinnvolle Maßnahmen. (Symbolbild) : Doxing: Der Kampf um Datensicherheit wird auf unseren Computern entschieden Nach dem Doxing-Angriff auf Politiker und Prominente liegen nun zahlreiche Reaktionen und Vorschläge für Gegenmaßnahmen auf dem Tisch. Wir haben sie angeschaut und bewertet. Ein Kommentar.
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: Ich nahm das Google-Geld. Warum ich es heute nicht mehr machen würde.
No thanks: Journalismus lebt von seiner Unabhängigkeit. : Ich nahm das Google-Geld. Warum ich es heute nicht mehr machen würde. Der Weltkonzern Google wird mit Geschenken und Diensten zur tragenden Säule des europäischen Journalismus. Die Medien geben damit ein stückweit Unabhängigkeit auf. Warum wir Alternativen zum Konzern-Wohlfahrtsprogramm von Google brauchen. Ein Kommentar
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: Das BAMF will seine Probleme mit Technik lösen – und macht alles noch schlimmer
Das BAMF verkommt zur Fabrik, menschliche Schicksale sind dabei zweitrangig : Das BAMF will seine Probleme mit Technik lösen – und macht alles noch schlimmer Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge versucht mit immer mehr Technik, Asylanträge immer schneller abzuarbeiten. Doch wir dürfen nicht zulassen, dass das Schicksal von Schutzsuchenden von Software abhängt. Ein Kommentar.
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Protest gegen Höcke: Endlich reden alle von Überwachung
Blick vom Mahnmal auf Höckes Haus. Protest gegen Höcke: Endlich reden alle von Überwachung Während die anlasslose Überwachung aller Bürger immer weiter voranschreitet, löst ausgerechnet die vom Zentrum für politische Schönheit behauptete Überwachung von Deutschlands bekanntestem Rechtsradikalen Proteststürme aus. Hier hängt etwas gewaltig schief. Ein Kommentar.
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Drei Jahre Geheimdienst-Untersuchungsausschuss: Die Aufklärung bleibt Wunschdenken, die Überwachung geht weiter
The german government in the spying scandal. (symbol) Image: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:See_No_Evil,_Hear_No_Evil,_Speak_No_Evil.jpg">John Snape</a>. License: Creative Commons <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en">BY-SA 3.0</a>. Drei Jahre Geheimdienst-Untersuchungsausschuss: Die Aufklärung bleibt Wunschdenken, die Überwachung geht weiter Der Geheimdienst-Untersuchungsausschuss ist angetreten, die Snowden-Enthüllungen aufzuklären. Das hat er nicht geschafft. Stattdessen hat er herausgefunden, dass auch der BND Recht und Gesetz bricht. Doch die Konsequenz ist nicht das Ende der Massenüberwachung, sondern eine massive Aufrüstung. Ein Kommentar.
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: Kommentar: Wie der BND mit 150 Millionen Euro im Namen der Sicherheit Unsicherheit schaffen wird
BND-Zentrale in Berlin. Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/">CC-BY-NC-SA 2.0</a> <a href="https://www.flickr.com/photos/96dpi/14027889481/sizes/k/">Andreas Levers</a> : Kommentar: Wie der BND mit 150 Millionen Euro im Namen der Sicherheit Unsicherheit schaffen wird Der BND bekommt 150 Millionen Euro Steuergelder, um Sicherheitslücken zu kaufen, Computer zu hacken und Verschlüsselung unsicherer zu machen. Darüber müssen wir eine öffentliche Debatte führen.
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: Kommentar: Warum Freie Software kein Sicherheitsproblem darstellt
: Kommentar: Warum Freie Software kein Sicherheitsproblem darstellt Bei der Diskussion um das Thema IT-Sicherheit erlebt man immer wieder, dass Freie Software als ein gesonderter Fall betrachtet wird. Oft werden Sicherheitsfehler in Freier Software fälschlicherweise dem allgemeinen Konzept der Software-Freiheit angelastet. Leider verfällt auch der Artikel „Open Source wird ein ernstes Problem“ im Handelsblatt in ein ähnliches Denkmuster. Ein Leserbrief an das Handelsblatt blieb unbeantwortet. Daher freue ich mich darüber, den Leserbrief als Gastkommentar auf netzpolitik.org veröffentlichen zu dürfen. Ich hoffe, die Veröffentlichung trägt dazu bei, dass es in Zukunft weniger solcher Missverständnisse gibt.
Dies ist ein Gastbeitrag von Björn Schießle. Björn ist stellvertretender Koordinator des deutschen Teams der Free Software Foundation Europe.
Ich war überrascht zu lesen, dass sich die Einschätzung, Freie Software (auch Open Source Software genannt) würde ein ernstes Problem für die Sicherheit darstellen, einzig und allein auf die Aussagen des Chief Security Officer von SAP stützt. Ein Unternehmen, das in den letzten Jahren nicht gerade durch seine Expertise im Bereich Freie Software auf sich aufmerksam gemacht hat. Daher wundert es mich nicht, dass ausgehend von grundsätzlich richtigen Feststellungen übereilt falsche Schlussfolgerungen gezogen werden.
Lassen Sie mich das an einem Beispiel veranschaulichen. Die Aussage, dass die Entwicklung durch Freie Software schneller und günstiger wird, ist sicher richtig. Aus wirtschaftlicher Sicht ist das einer der großen Vorteile von Freier Software. Softwareunternehmen können auf Bestehendem aufbauen. Dadurch muss nicht bei jeder Entwicklung das berühmte Rad neu erfunden werden, stattdessen kann man sich direkt auf das eigentlich Neue und Innovative konzentrieren. Unter anderem verhindert man damit, dass ähnliche Fehler wiederholt gemacht werden, stattdessen baut man auf bereits etablierte, gut getestet Bausteine auf und reduziert hierdurch sogar die Fehleranfälligkeit. Der ganz banale Schluss, dass schnellere Entwicklung zu mehr Software führt und mehr Software auch zu mehr Fehlern in Software, ist nicht überraschend. Genauso wenig sollte es aber überraschen, dass dies für jede Software gilt. Ganz unabhängig von der Lizenz. Trotzdem will am Ende wohl niemand auf die Steigerung der Produktivität durch bessere Werkzeuge, Lizenz- und Entwicklungsmodelle in der Softwareentwicklung verzichten.
Die Aussage, dass bei Freier Software niemand verantwortlich ist, Fehler zu finden und zu beheben, möchte ich ebenfalls nicht unwidersprochen stehen lassen. Eigentlich ist es hier nicht anders als bei proprietärer (unfreier) Software.
Verantwortlich ist zum einem natürlich der Entwickler. Hinter der Entwicklung von Freier Software stehen heute in den meisten Fällen Unternehmen. Hierfür muss man sich nur die Liste der Linux-Kernel Entwickler und deren Firmenzugehörigkeit einmal anschauen. Zum anderen sind Unternehmen in der Verantwortung, die Freie Software vertreiben. Hierzu gehören zum Beispiel RedHat, Canonical oder SuSE, um nur ein paar zu nennen. Nicht zuletzt ist aber auch derjenige, der die Software einsetzt, in der Verantwortung, die Qualität und Sicherheit der eingesetzten Komponenten zu überprüfen. Unter den Unternehmen, welche Freie Software einsetzen, findet man Namen wie Amazon, Facebook und Google. Diese Firmen haben große Abteilungen, welche sich ausschließlich mit der Sicherheit der eingesetzten Software beschäftigen. Dank Freier Software kommt deren Arbeit auch kleinen Unternehmen wieder zugute, welche sich keine eigene Sicherheitsabteilung leisten können. Gerade für Unternehmen, die sich keine eigene Sicherheitsabteilung leisten können, gilt: Ohne die Vereinbarung von Service Level Agreements mit einem entsprechenden Anbieter kann man letztlich die Verantwortung nicht auf andere abwälzen. Solche Vereinbarungen sind beim Einsatz von proprietärer Software von Drittanbietern selbstverständlich. Ist man nicht bereit, die Verantwortung selber zu tragen, dann sollte man an dem Punkt auch nicht beim Einsatz von Freier Software sparen.
Eine lückenlose Überprüfung von einzelnen Komponenten, welche nicht selber entwickelt wurden, stellt heute die größte Herausforderung dar, egal ob ein Unternehmen auf Freie-Software-Komponenten aufbaut oder proprietäre Komponenten von Drittanbietern einkauft. Freie Software hat an dieser Stelle vor allem zwei Vorteile. Dadurch, dass man nicht der einzige ist, der diese Software einsetzt, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass möglichst zeitnah Fehler auch wirklich entdeckt werden. Ein weiterer wichtiger Vorteil ist, dass man bei Freier Software oft sehr viel besser nachvollziehen kann, wer welchen Programmcode eingebracht hat. Gerade moderne Entwicklerplattformen wie zum Beispiel GitHub machen dies sehr einfach. Eine Transparenz, wie man sie bei proprietärer Software meist vergeblich sucht.
Auch zeigt Freie Software seine Stärke gerade, nachdem eine Sicherheitslücke – wie aktuell DROWN – entdeckt wurde. Eine solche Entdeckung gerät bei Freier Software meist sehr schnell an die Öffentlichkeit, während Sicherheitslücken bei proprietärer Software oft eher verheimlicht werden, um dem Unternehmen nicht zu schaden. Die Art, wie es bei Freier Software gehandhabt wird, hat zwei positive Effekte. Zum einen bietet es Kriminellen weniger Spielraum, die Sicherheitslücke auf dem Schwarzmarkt zu vermarkten und auszunutzen. Zum anderen können verschiedene Parteien unabhängig den Fehler beheben und entsprechende Sicherheitsvorkehrungen treffen, während man bei proprietärer Software nur warten kann, bis der Hersteller den Fehler behebt und ein Update ausliefert.
Dass dieses System gut funktioniert, haben wir bei Heartbleed gesehen. Diese Sicherheitslücke wurde unter anderem von Google, welches selbst viel Freie Software einsetzt, entdeckt und behoben, und dann umgehend der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Heartbleed hat auch zur Gründung der „Core Infrastructure Initiative“ geführt, welche sehr viel Geld in Projekte investiert, die die Sicherheit von Freier Software erhöhen.
Abschließend lässt sich festhalten, dass Freie Software zwar nicht zwingend sicherer ist als proprietäre Software. Die Freiheit der Software – also die Möglichkeit diese für jeden Zweck zu verwenden, zu untersuchen, weiterzugeben und abzuändern – stellt aber eine notwendige Bedingung für Sicherheit dar. Man kann sich das wie bei einem Türschloss vorstellen. Jeder weiß wie ein solches Schloss aufgebaut ist. Viele unabhängige Experten konnten über viele Jahre das Konzept untersuchen und verbessern. Nur so war es möglich, sichere Schlösser zu entwickeln. Durch Geheimhaltung wurde noch nie langfristig und nachhaltig Sicherheit erzielt.
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: FAZ zur Netzneutralität: Europa schafft ab
: FAZ zur Netzneutralität: Europa schafft ab Michael Spehr kommentiert in der FAZ lesenswert den aktuellen Kompromiss zur Netzneutralität aus den Trilog-Verhandlungen in der EU: Europa schafft ab.
Aktiv blockieren und drosseln werden die Netzbetreiber nicht. Dafür sind sie zu pfiffig. Ihre derzeitige Strategie besteht darin, Engpässe, die sich mit wenig Aufwand beseitigen ließen, aufrechtzuerhalten. In einem Europa ohne Netzneutralität können die Telekomkonzerne neue Geschäftsmodelle auf der Basis künstlicher Verknappung von Bandbreiten aggressiv vorantreiben. Das ist das Ende eines offenen und freien Netzes, wie wir es kennen. Und wohl von Brüssel so gewollt.
Zu Risiken und Nebenwirkungen bedankt Euch bei der Deutschen Telekom, Günther Oettinger und unserer Rot-Schwarzen Bundesregierung.
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: SZ zu BND & Merkel: „Wäre sie nicht Kanzlerin – die Affäre böte genug Anlass für einen Rücktritt“
: SZ zu BND & Merkel: „Wäre sie nicht Kanzlerin – die Affäre böte genug Anlass für einen Rücktritt“
Thorsten Denkler hat sich nochmal genau angeschaut, was Merkel vor zwei Jahren im Wahlkampf der Hauptstadtpresse erzählt hat und kommentiert bei sz.de: Das große Merkel-Versagen. Das Problem ist nicht unbedingt, was Merkel am Tag der Juli-Pressekonferenz 2013 womöglich tatsächlich nicht gewusst hat. Das Problem ist, dass sie auch danach offenbar nichts wissen wollte. Und die Bevölkerung in wichtigen Fragen massiv getäuscht hat.[…] Sie hat damals etwas gesagt, was zwar eine Selbstverständlichkeit ist, aber dennoch bemerkenswert: Dass sie nämlich „als Chefin dieser Bundesregierung eine sehr klare Verantwortung habe“. […] Sie hat zwei Jahre lang die Hände in den Schoß gelegt und sich nicht gekümmert. Nicht der BND hat versagt. Oder, der vielleicht auch. […] Vor allem aber hat Merkel versagt. Sie hat ihr Versprechen gebrochen, die Affäre aufzuklären. Stattdessen hat sie mit einem angeblichen No-Spy-Abkommen Nebelkerzen gezündet um die Bevölkerung zu beruhigen. Wäre sie nicht Kanzlerin – die Affäre böte genug Anlass für einen Rücktritt.
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: Die wahre Bedrohung der Freiheit
: Die wahre Bedrohung der Freiheit Bei Süddeutsche.de kommentiert Thorsten Denkler: Die wahre Bedrohung der Freiheit.
Freiheit ist ein hohes Gut. Vielleicht das höchste, das Menschen haben. Nur in freien Gesellschaften können die Menschen sich ausprobieren, ihre Wege finden. Diese Freiheit ist in Gefahr. Aber nicht durch die feigen Attentäter von Paris. Nicht durch die Attentäter vom 11. September, von Madrid oder London. Solche Taten fordern den Rechtsstaat heraus. In ernste Gefahr gerät die freie Gesellschaft nur durch die Angst der Menschen, die in ihr leben. Und durch Politiker, die sich dieser Ängste bedienen.
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: Piraten – Am Rande der Spaltung
Neuer Bundesvorstand der Piraten. Fotoquelle: <a href="https://www.piratenpartei.de/2014/06/30/mit-neuem-vorstand-in-die-zukunft/">Piratenpartei</a> : Piraten – Am Rande der Spaltung Der neue Chef der Piraten hat die richtige Parole ausgegeben: Weniger twittern. Es ist die Ironie der Geschichte, dass für die so genannte Internet-Partei das größte Problem die ungehemmte Nutzung eines Sozialen Netzwerk-Dienstes darstellt. So manche Piraten verwenden den Kurznachrichtendienst als Gedankenschleuder, als Ort für lautes Denken und scheinen dabei nicht gewahr, dass alles öffentlich stattfindet. Archivierbar, verlinkbar, einbettbar. Innehalten und Reflektion bleiben Fehlanzeige: Es schaukeln sich Missverständnisse, Beleidigungen, Unterstellungen und unausgegorene Bemerkungen schön nachvollziehbar durch Hasthags hoch; ein Fest für den politischen Gegner, eine köstliche Quelle für die Presse und ein kurioser Ort des Fremdschämens für Aussenstehende.
Der jüngst zu Ende gegangene Sonderbundesparteitag der Piraten in Halle hat das Pendel zum “sozial-liberalen” Flügel der Partei zurückschwingen lassen. Zumindest interpretieren das Piraten, die anderen Lagern angehören, so. Klaus Peukert etwa meint: ”Die Piratenpartei will einfach nur der netzpolitische Arm des Heiseforums sein”. Der Konflikt war in den letzten Monaten zwischen zwei Strömungen hochgekocht – Stichworte #keinhandschlag & #bombergate. Markus Kompa, wohl eher dem sozial-liberalen Lager zu zuschlagen, bezeichnete vor dem Parteitag die Situation unter den als “linksextremistisch” verschrienen “Berlinern” als “ideologisch aufgeladenes Narrenschiff”.
Der Höhepunkt der Lagerauseinandersetzung auf dem Parteitag war bei den Vorgängen rund um den Berliner Landesvorsitzenden Christopher Lauer zu beobachten. Der wurde seinem Ruf gerecht und legte einen Auftritt zwischen Clowneskerie und “political animal” hin; man mag zu ihm stehen, wie man will: Die von ihm bemängelte fehlende Aussprache zu den Wahlniederlagen bei Bundestag- und Europawahl in der Post Snowden-Ära, ist nicht von der Hand zu weisen. Wegen eines (kaum überraschend umstrittenen) Formfehlers wurde von der Versammlungsleitung dann sein Antritt zur Wahl als politischer Geschäftsführer nicht zugelassen.
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: Heribert Prantl: Ziviler Ungehorsam gegen digitale Inquisition notwendig
: Heribert Prantl: Ziviler Ungehorsam gegen digitale Inquisition notwendig In der aktuellen Südddeutschen Zeitung kommentiert Heribert Prantl die durch Edward Snowden ausgelösten Enthüllungen über die globale Überwachungs-Infrastruktur und ordnet sie in einen historischen Kontext ein, der bis zu Kopernikus zurückreicht: Im Zeitalter der digitalen Inquisition (
Noch nichtjetzt online). Sein Plädoyer ist: Jetzt muss was durch eine digitale Bürgerbewegung getan werden, auch mit neuen Formen des zivilen Ungehorsams, bevor wir uns daran gewöhnen, dass einfach alles in unserem Leben überwacht wird:Es bedarf einer digitalen Bürgerrechtsbewegung, die sich mit neuen Formen des zivilen Ungehorsams gegen die globale Observation wehrt. Es braucht einen Bewusstseinswandel, der es nicht mehr hinnimmt, dass mit 9/11 ein neues Überwachungszeitalter begonnen hat. Bürger sind nicht die Untertanen eines Überwachungsapparates; sie müssen diesen Apparat (wo er, in eingeschränktem Umfang, notwendig ist) rechtsstaatlich kontrollieren.
Noch ist die Empörung über die digitale Inquisition zu schwach. Wenn diese Empörung nicht wächst, kann aus der Überwachung Gewohnheit werden. Dann kann es passieren, dass die Generation derer, die nach dem Jahrtausendwechsel geboren ist, die totale Kontrolle ihrer Kommunikation als normalen Preis empfindet, den man dem Internet zu entrichten hat.
Also macht mal. Und wer gerade keine Zeit und/oder Lust hat, das aber auch für eine gute Idee hält: Man kann auch diejenigen finanziell unterstützen, die das dann stellvertretend machen.
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: Kommentar: Das Ende der Netzpolitik (wie wir sie kennen)
: Kommentar: Das Ende der Netzpolitik (wie wir sie kennen)
Die Offenlegung der NSA-Aktivitäten markieren den eigentlichen Durchbruch des globalen Informationszeitalters. Netzpolitik als abgrenzbares Politikfeld gibt es nicht mehr. Politisches Engagement ist immer auch Netzpolitik. Ein Gastbeitrag von Gregor Sedlag.„You take the red pill, you stay in Wonderland, and I show you how deep the rabbit hole goes.“ Es ist die Schlüsselszene von „The Matrix“. Neo erwacht in einer Art Petrischale und erlangt die beunruhigende Erkenntnis, nur ein Energiespender in einem allumfassenden biomechanischen Gesellschaftskörper zu sein – umsorgt und überwacht von kybernetischen Drohnen. Das zum Bewusstsein gekommene Individuum wird damit zum Störfall. Der Versorgungsapparat kappt die Nabelschnüre und verklappt es als Biomüll. Neos Erkenntnisschock, einer umfassenden Illusionsmaschine aufgesessen zu sein, die die gesamte erlebte Wirklichkeit simuliert, gleicht dem Schockzustand der weltweiten Netzgemeinde, den die Enthüllungen Edward J. Snowdens über den Totalzugriff der NSA auf das Internet – und damit die Welt, wie wir sie kennen – ausgelöst haben.
Unsere Daten als Treibstoff der Maschine
Der Film beschreibt die Maschinenherrschaft als parasitäre Wucherung auf der menschlichen Biomasse. Unsere Matrix ist sanfter und einnehmender. Wir werden nicht abgestoßen. Die Politik beschwichtigt und wirft Nebelkerzen. Die klebrig-warme Nährlösung der freien Internetdienste wie Facebook, Google & Co. verlockt uns zum Wiedereintauchen ins System. Denn dieses System braucht uns alle. Unsere Daten sind der Treibstoff dieser Maschine – und ihrer ständigen Optimierung. Informationen über den planetaren Gesellschaftskörper der Menschheit, feinstgranular heruntergebrochen auf das „Nicht-mehr-Aufzuteilende“, das Individuum, und ihre jeweils neue algorithmische Durchdringung in toto und in Echtzeit sind die kritische Ressource des Informationszeitalters. Sie sind der Rohstoff eines immer perfekteren Risikomanagements. Wie jede Kette nur so stark ist wie ihr schwächstes Glied, ist jeder geleistete Aufwand im menschlichen Tun nur so viel wert wie dessen mögliches Ausfallsrisiko. Diese Risiken sind die Nadeln im Heuhaufen von „Big Data“.
Angesichts unserer endlichen Lebenszeit ist das Risikomanagement eine notwendige anthropologische Grundveranlagung. Wir verdanken sie unseren prognostischen Denkapparaten. Alle menschlichen Handlungen unterliegen diesen Risikobewertungen. Berufs- und Partnerwahl, Investitionen oder Spekulationen, Schenkelklopfer oder Rohrkrepierer. Risikosteuerung und ‑streuung strukturieren das globale kapitalistische Wirtschafts- und Finanzwesen genauso wie sie die institutionalisierten Großrisikomanager per se steuern – unsere heutigen Nationalstaaten. Die Staaten legitimieren ihre Hegemonie gegenüber dem einzelnen Subjekt durch das glaubhafte Versprechen, seine Lebensrisiken auf ein jeweils unvermeidliches „Restrisiko“ zu begrenzen. Das ist ihr raison d’être – ihre Staatsraison. Um die Prämien für diesen Sicherungspakt gegenüber ihren Vertragspartnern – den Bürgern – zu rechtfertigen, autorisieren die Staaten öffentlich wie im Geheimen ermittelnde Nachrichtenagenturen, um die Wahrscheinlichkeit von Schadensereignissen aller Art zu ermitteln – im Innern (Verfassungsschutz) wie im Auswärtigen (BND). Wie alle Versicherungen agieren ihre Detektive im Schadensfall als die „kältesten aller kalten Ungeheuer“ (Nietzsche).
Risikoanalyse der globalen Gesamtsituation
Ein global agierendes wirtschaftliches, kulturelles wie militärisches „Superungeheuer“, wie es die Vereinigten Staaten sind, fungiert darüber hinaus als Rückversicherer für eine stattliche Zahl schwächerer Bündnisstaaten, die unter seinen imperialen Schutzschirm schlüpfen. Zum Preis eines Verzichts auf Souveränität erhalten sie militärische wie wirtschaftlich-kulturelle Integration. Das Ende des Zweiten Weltkriegs, genauer der Einsatz der Atombombe, änderte alles. Mit der theoretisch menschheitsvernichtenden Overkill-Kapazität der Nukleararsenale wurde die Risikoanalyse der globalen Gesamtsituation überlebensnotwendig. Denn die gegenseitige atomare Vernichtungsdrohung als Ultima Ratio des kalten Kriegs hat über Jahrzehnte den „bündnisfreien“ Teil der Welt gleich mit in Geiselhaft genommen. Die daraus resultierende Verantwortung für die Welt als Ganzes legitimierten die globalen militärischen Spähaktionen durchaus: „With great power comes great responsibility.“ (Ein Zitat – nicht aus „The Matrix“.)
Im kalten Krieg hatte der inzwischen ins Unverhältnismäßige gewachsene Spionageapparat der USA eine rationale wie ethische Grundlage: Was ist das Ausspähen eines begrenzenten internationalen Personenkreises, der am militärischen Großkonflikt mit gewisser Wahrscheinlichkeit beteiligt ist, gegenüber dem Risiko einer nuklearen Eskalation – und sei es nur aus falscher Lagebeurteilung? Mit Ende des kalten Kriegs war diese ausgreifende Spionage auch im westlichen Bündnis nicht mehr unantastbar. Kein Zufall, dass der SPIEGEL überhaupt erst 1989 die schiere Existenz der NSA der deutschen Öffentlichkeit bekannt machen durfte. Die Angriffe des 11. Septembers rehabilitierten das geheimdienstliche Begehren nach weltumspannender Kontrolle aller Datenströme – aus zwei Gründen: Erstmals hatten die USA den militärischen Ernstfall auf ureigenstem Grund („Homeland“) erlebt. Und zweitens war 9/11 kein konventioneller Terroranschlag, sondern ein militärisch ernst zu nehmender Versuch eines Enthauptungsschlags der letzten verbliebenen Supermacht auf der Welt – durch einen Gegner asymmetrische Zuschnitts. Ein Gegner, der für eine ernsthafte militärische Risikoeinschätzung bis dahin gar nicht existent war. Die NSA erhielt durch das Versagen der zuständigen ‚zivilen’ Dienste CIA und FBI eine neue Bestimmung – nie wieder ein Angriff aus heiterem Himmel!
Personal Security Agencies
Die IT-Industrie insbesondere des Silicon Valley hat schon immer Lebensenergie aus dem dort besonders konzentrierten militärisch-informationellen Komplex gezogen. Doch diese Ursprünge erscheinen als die notwendig komplementäre Seite der kalifornischen Ideologie mit ihrer libertär-individualistischen Hippie-Kultur à la Apple oder Google & Co. Es ist die vielleicht schlimmste Kränkung, der wir im Zusammenhang mit den PRISM-Enthüllungen gewahr werden. All die anarcho-libertären Ermächtigungstechnologien des Internets haben uns selbst zu kleinen Personal Security Agencies wachsen lassen: Wir googlen Menschen, bevor wir sie treffen, wir checken via Google Earth und Maps, wo die besten Badestellen am Urlaubsstrand zu finden sind, Smartphone-Apps melden uns, wann die nächste U‑Bahn fährt. All die kleine Helfer des Alltags minimieren unser Risiko, kostbare Lebenszeit mit den falschen Leuten, am falschen Strand oder zur falschen Zeit in einer leeren U‑Bahn-Station zu verbringen. Wie naiv zu glauben, dass die mächtigsten Institutionen der Menschheitsgeschichte, die jahrzehntelang ihre Daumen über den roten Knöpfen zur atomaren Vernichtung der Welt hatten kreisen lassen, sich den technologischen Fortschritt nicht ebenfalls zu Nutze machen würden.
Wir haben den US-basierten Netzgiganten vertraut als unsere natürlichen Verbündete auf dem Weg zur Utopie einer netzgestützen Weltgesellschaft. Gerade wegen ihrer unheimlichen Übergriffigkeit waren sie die notwendig mächtigen Agenten eines diesmal kalifornischen Weltgeists, der der überkommenen nationalstaatlichen Ordnung die Stirn bieten sollte. Diese Utopie ist ausgeträumt. Ausgerechnet die Agenten der digitalen Revolution wurden durch Edward Snowdens Enthüllungen in flagranti beim erzwungenen Blow-Job durch die NSA erwischt. Während wir uns den neun PRISM-Teilnehmern milliardenfach freiwillig anvertraut haben, hat ein Staat wie niemals zuvor in der Menschheitsgeschichte unser aller Leben ins Raster seiner „Kill Decisions“ (Daniel Suarez) genommen. Aufstieg und Fall des Internets – vom utopischen Reich der Freiheit zur dystopischen totalen Überwachungsinfrastuktur aller Lebensbereiche in nicht einmal achtzehn Jahren. Es ist eine Kernschmelze der Demokratie – unterlegt durch die Etablierung eines totalitär deterministischen Menschenbilds: Der Mensch als bloßer Risikofaktor in einem immer feiner aufgelösten Sicherheitsmanagement zur Bewahrung des Status Quo.
Bisherige Netzpolitik eher Farce als Vorspiel
Es ist diese kalte Fusion zwischen der US-dominierten Internetinfrastruktur mit der unilateralen Sicherheitslogik des amerikanischen Imperiums, die unsere Freiheit bedroht. Imperiale Sicherheitsarchitektur ist immer so unilateral wie totalitär. Die chinesische Great Wall oder der römische Limes bezeugen dies noch nach Jahrtausenden. Ad hoc ist die imperiale Sicherherheits-Matrix der USA nicht rückbaufähig. Sie ist systemimmanent in das Internet eingeschrieben – und die Brückenpfleiler zur analogen Welt sind schon geschliffen. Es ist das Ende der Netzpolitik,wie wir sie kennen.
Netzpolitik war bisher das Spielfeld einer kleinen Elite enthusiastischer Aktivisten – inspiriert durch die Nah-Utopie-Erfahrung der Pioniertage im Netz, eher Kleingartenkolonie zur Wahrung des netzgemeinschaftlichen Idylls denn gallisches Dorf. Der klassische Nationalstaat war als Gegner eher durch Tapsigkeit und erschreckende Unkenntnis seiner das Internet ausdruckenden Protagonisten aufgefallen. Was der Staat an formaler Gestaltungsmacht einsetzte, konterte die Netzgemeinde locker durch ihre diskursive Luftüberlegenheit über den digitalen Stammtischen – von „Zensursula“ bis ACTA. Doch der Widerstand der Netzgemeinde in der Vor-PRISM-Ära erscheint jetzt wie Neos Hacker-Aktivitäten in „The Matrix“ vor der roten Pille – eine Farce mehr denn ein Vorspiel.
Ungewohnte Bündnisse eingehen
Zu den ersten Maßnahmen zur Rückeroberung der Welt gehören die Einhegung des militärisch-geheimdienstlichen Zugriffs auf die Zivilgesellschaft, und zwar durch Schutzmaßnahmen der Internetinfrastruktur auf staatlicher, europäischer und internationaler Ebene. Der andauernde NSA-Skandal zeigt, dass das Unbehagen weite Teile des klassischen Establishments erfasst hat. Hier gilt es ungewohnte Bündnisse zum Beispiel mit Deutschlands mittelständischer Exportindustrie nicht auszuschließen. Aktivistische Maßnahmen wie die Popularisierung des Verschlüsselns („Cryptoparties“) sind angesichts der Bedeutung der Metadaten eher symbolisch. Aber sie sind eine Form von Protest. Die Wohnungstüren lassen wir auch nicht sperrangelweit offen, obwohl es Einbrüche nicht wirklich verhindert. Und Kryptographie verschlechtert allenfalls nur kurzfristig unseren individuellen „NSA-Score“. Vor dreißig Jahren waren Tätowierungen noch polizeibekannte Selbst-Zuschreibungen subkultureller Milieus – heute sind sie meist nur Ausweis schlechten Geschmacks.
Die Staaten sind kalte reptilienhafte Ungeheuer, aber keine unverbesserlichen Überzeugungstäter. Auf völkerrechtlicher Ebene sind Erfolge in der Einhegung staatlicher Übergriffigkeit gegenüber dem allgemeinen Menschheitswohl bekannt: die Freiheit der Weltmeere, der Anarktis, des Weltraums. Eine vergleichbare Cyberspace-Prävention hätte völkerrechtliche Vorläufer, auch wenn der besondere Schutz des globalen Ökosystems Internet eher dem aktuellen Kampf gegen den Klimawandel gleichen wird. Aber wie die Luft zum Atmen benötigen wir Menschen einen selbstverantworteten Freiheitsraum – und Freiheit erweist sich immer erst durch ihren Missbrauch. Der deterministische Zugriff auf die Freiheit des Individuums wird mit den IT-gestützten algorithmischen Prognosesystemen ins Unfassbare wachsen. In der Genetik führen wir die Debatte um den perfekten Menschen schon. In der Ethik muss dem kontrollgesellschaftlichen Begehren nach maximaler Risikominderung eine inhärente Unschärfe eingeschliffen werden, die uns mehr als die Statistenrolle eines bloßen Erfüllungsgehilfen unseres eigenen Erwartungshorizonts zugesteht.
Netzpolitik kann nicht wieder zurück
In „The Matrix“ ist die Freiheit des Menschen nur im Rahmen einer virtuellen Sandbox auf Widerruf gegeben, während die gefesselten Restkörper die Energiebilanz des entkoppelten Maschinensystems ausgleichen. Es ist die perfekte Metapher für die am Horizont aufziehende Gefahr eines selbstreferentiellen absolutistischen Kapitalismus ohne Menschen. Edward Snowden hat der Welt die rote Pille zwangsverabreicht. Netzpolitik kann nicht wieder zurück in die warme Nährlösung und das gewohnte Nischenspiel der Pre-PRISM-Ära wieder aufnehmen – irgendwo zwischen „Drosselkom“ und der Enquétekommission Internet und Digitale Gesellschaft. Die totalitäre Bedrohung ist zu groß für eine Zersplitterung der Kräfte. Im Gegensatz zur Fiktion kennt unsere Matrix kein Außen, sondern nur die eine Welt, die ohne Netz nicht mehr denkbar ist. Es es ist das Ende der Netzpolitik, wie wir sie kennen. Es ist der Beginn der Netzpolitik als Weltpolitik.
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: Zehn Kommentare zur State-of-the-Net nach den NSA-Enthüllungen: Ist das Internet noch zu retten?
: Zehn Kommentare zur State-of-the-Net nach den NSA-Enthüllungen: Ist das Internet noch zu retten? Die Zeit hat zehn Internet-Celebtities über die Zukunft des Internets nach Snowden befragt: Ist das Internet noch zu retten?
Der NSA-Skandal hat das Freiheitsversprechen des Internets gebrochen. Was denken heute die Pioniere und Theoretiker des Internets über die enthüllten Überwachungsorgien? Kann das Netz seine utopische Kraft wiedergewinnen?
Und das sind die Kommentatoren (und die Kommentatorin):
- Evgeny Morozov: Keine Frage des Internets
- Jaron Lanier: Information kostet
- Anke Domscheit-Berg: Gegen die Monopole
- Viktor Mayer-Schönberger: Die dritte Internetphase
- Jeff Jarvis: Das Netz muss offen bleiben
- Markus Beckedahl: Rettet die Grundrechte
- Florian Rötzer: Ohne Lebenselixier
- Geert Lovink: Das Prinzip Hoffnung
- Nathan Jurgenson: Keine digitale Lösung
- Daniel Suarez: Baut neue Sraßen
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: Überwachungs-Gesamtrechnung: Warum es nicht um PRISM geht, sondern die Komplettüberwachung der Menschheit
: Überwachungs-Gesamtrechnung: Warum es nicht um PRISM geht, sondern die Komplettüberwachung der Menschheit Google News zeigt über zwei Millionen Suchergebnisse für den Begriff „PRISM“. Dieser Begriff wird falsch verwendet und lenkt vom eigentlichen Problem ab. Es geht nicht nur um ein eher kleines Element an Überwachung. Es geht um die Komplettüberwachung der Menschheit. Ein Kommentar.