Hamburg
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: Beginn der Veranstaltungsreihe zum Transparenzgesetz Hamburg
: Beginn der Veranstaltungsreihe zum Transparenzgesetz Hamburg Während die Volksinitiative Tranzparenz schafft Vertrauen auf die Beschlüsse der Hamburger Bürgerschaft zum Tranzparenzgesetz wartet, organisieren die verschiedenen Bündnispartner zu den vielen Aspekten der Informationsfreiheit, den Fragen, die sich aus dem Gesetzentwurf ergeben sowie der speziellen Situation in Hamburg in regelmäßigen Abständen diverse Veranstaltungen.
Den Anfang macht Mehr Demokratie am Mitttwoch, den 16. Mai 2012 um 19:00 Uhr, mit der Podiumsdiskussion Ein Transparenzgesetz für Hamburg – Überfällig oder Obsolet?. Diskutieren werden die Obleuten des Justizausschuss über die möglichen Auswirkungen des Transparenzgesetzes auf die Stadt. Teilnehmer des Panels sind die Politiker Urs Tabbert (SPD), Farid Müller (Grüne), Christiane Schneider (Linke), Finn Ole Ritter (FDP) und Ralf Niedmers (CDU). Der Veranstaltungsort ist Mittelweg 11–12, 20148 Hamburg.
Neben den Veranstaltungen in Hamburg werden auch einige Vorträge ausserhalb Hamburgs stattfinden, denn auch andererorts wird die Initiative und deren Verlauf mit sehr großem Interesse verfolgt – kann sie doch als Vorbild für weitere Initiativen in anderen Bundesländern dienen. So wird Michael Hirdes, Vorstandsmitglied im CCC e.V. und den meisten eher als dodger bekannt, auf der SIGINT in Köln, einem mehrtägigem Event des CCC Köln, am Sonntag, den 20. Mai um 12 Uhr einen Vortrag mit dem Titel Gesetze hacken zum Besten geben.
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: Random Hacks of Kindness am 2. & 3. Juni 2012
: Random Hacks of Kindness am 2. & 3. Juni 2012 Am 2. und 3. Juni 2012 findet wieder einmal die Random Hacks of Kindness (RHoK) statt. In Deutschland findet dieses Event zum zweiten Mal statt, diesmal gleichzeitig in Berlin und Hamburg .
Die RHoK ist ein gleichzeitig weltweit stattfindender Hackathon mit einer speziellen Zielsetzung: „to make the world a better place by building a community of innovation“. Entstanden ist die RHoK ursprünglich als Initiative einiger großer Player (Microsoft, Google, Yahoo!, NASA und World Bank), um gemeinsam an Softwarelösungen für Katastrophenschutz und ‑vorsorge zu arbeiten. Letztes Mal haben weltweit etwa 1000 Teilnehmer aus 20 Ländern daran teilgenommen und wurde u.a. von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon eröffnet.
Eine Liste mit möglichen Projekten findet sich unter http://www.rhok.org/problems, ein Git-Repository gibt es auch.
Dem Hamburger Event kann unter @rhokhh, dem Berliner unter @rhokberlin bei Twitter gefolgt werden. Anmelden kann man sich auf der entsprechenden Hamburger oder BerlinerSeite des Events.
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: Open Data Hackday vom 13. bis 15. Januar in Hamburg
: Open Data Hackday vom 13. bis 15. Januar in Hamburg Mit sogenannten Hackdays sollen Programmierer, Journalisten, Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung und andere Interessierte zusammengebracht werden, um nach dem Motto „Ran an die Daten“ den Wert und den Nutzen Offener Daten zu veranschaulichen. Gemeinsam sollen dabei Daten recherchiert, gefunden und nutzbar gemacht und Ideen für Anwendungen entwickeln werden, die Probleme lösen oder einen konkreten Nutzen bringen.
Ein anderer Aspekt ist aber natürlich auch „Community Building“, also dafür zu sorgen, dass sich Interessierte für längerfristige, größere Projekte finden, die dann nicht nur diskutiert, sondern auch umgesetzt werden können.
In Hamburg findet der Open Data Hackday beim CCC Hamburg, Mexikoring 21, 22297 Hamburg statt. Es wird am Freitag mit einem Get Together ab etwa 18 Uhr beginnen, und erst einmal über Ideen und Datenquellen in Hamburg diskutiert werden soll. Ausserdem wird es ein kurzes Update zum Stand der Initiative Transparenzgesetz geben, an der der Hamburger CCC beteiligt ist und weitgehend mit dem Thema in Zusammenhang steht, sowie ein paar Bemerkungen zu Lizenzen und Techniken zur Befreiung von Daten aus einem HTML-Korsett. Es wird natürlich aber auch die Möglichkeit geben, kurzfristig andere Kurzvorträge zu haben.
Am Samstag geht es dann ab 10 Uhr morgens weiter mit konkreterer Umsetzung, Sonntag steht zudem noch optional zur Verfügung, wenn es genügend Teilnehmer gibt und der Tatendrang am Samstag nicht hinreichend gestillt wurde.
Agenda und Ergebnisse werden im Laufe des Hackdays unter http://hackday.net/hamburg/2012/01/13/ veröffentlicht, der Hashtag auf Twitter für diesen Hackday ist #opendatahack
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: Opendata-Abend in Hamburg
: Opendata-Abend in Hamburg Das Government 2.0 Netzwerk Deutschland e.V. und der Open Data Network e. V. laden am 30.8.2011 im betahaus in Hamburg zu einem Opendata-Abend ein. Beginn ist um 19.30 Uhr. Und hier ist die Ankündigung:
Geplant sind kurze Impulsvorträge zu Teilaspekten von Open Data und ein Blick nach Bremen, von dessen „Open Government Data“-Strategie Hamburg vielleicht lernen kann. Anschließend Diskussion mit Referenten und Teilnehmern. Interaktion ist sehr erwünscht, denn Ziel der Veranstaltung ist, auszuloten, ob regelmäßige interdisziplinäre Gesprächskreise Einführung und Umsetzung von Open Government / Open Data-Strategien in Hamburg perspektivisch unterstützen können. So könnte sich ein Hamburger Open Data-Kreis mit offenen Fragen beschäftigen: zum Beispiel zu Datenschutz oder zu verwaltungsrechtlichen und technischen Aspekten. Nicht zu vergessen: der für die Umsetzung von Öffnungs-Strategien notwendige Kulturwandel in der Verwaltung.
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: TV-Tipps: „Risiko Atomkraft“ (NDR) & „Das verdrängte Risiko“ (ZDF)
: TV-Tipps: „Risiko Atomkraft“ (NDR) & „Das verdrängte Risiko“ (ZDF) Markus hatte ja bereits darauf hingewiesen: Derzeit laufen vor allem auf den öffentlich-rechtlichen Spartenkanälen (arte, Phoenix, ZDF Infokanal, EinsExtra) zahlreiche hochinteressante Dokumentationen zum Thema Kernkraft. Bei Phoenix kann zur Zeit fast schon von einer MTV typischen „heavy rotation“ sprechen. Man möchte fast meinen, ein „Autonomes Kommando Nikolaus Brender“ habe insgeheim die Programmgestaltung übernommen. Gut so.
Besonders sehenswert finde ich die beiden Dokumentationen „Das verdrängte Risiko“ (ZDF, hier in der Mediathek) über die internationalen Verpflechtungen der deutschen Atomindustrie .…
Selbst nach dem Unglück in Japan bekennen sich Regierungschefs in aller Welt zu ihren Atomkraftwerken und – teils heftig umstrittenen – Neubauprojekten. Ein großes Geschäft, von dem auch die deutsche Nuklearbranche stark profitiert. […] „Wir sehen die Vorteile der Kernenergie, die CO2-freien Strom erzeugen, und dass wir auf einem wettbewerbsfähigen Kostenniveau sind und einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten können“, erklärt Ralf Güldner auch nach dem Unglück im Interview und warnt vor einem deutschen Alleingang in der Atompolitik.
.… und „Risiko Atomkraft“ von Gesine Enwaldt (NDR), die sich mit den Gefahren und der Realität in deutschen Kraftwerken auseinandersetzen.
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: Jugendmedienschutz: Entscheidung in Berlin!
: Jugendmedienschutz: Entscheidung in Berlin! Sticky: Wer meine Notiztabelle zum JMStV ergänzen kann oder Korrekturen hat: Bitte in die Kommentare. Mail geht natürlich auch. Danke!
Glaubt man den üblicherweise gut unterrichteten Quellen, hat sich die „Die Linke“-Fraktion in Berlin für eine Zustimmung zum JMStV entschieden.Die Gründe? Nun, inhaltlich sei man ja eigentlich dagegen, aber … die SPD, der Senat, die Koalition und überhaupt (Wer mag, darf in diesem Zusammenhang gerne nochmal die Ausführungen von Matthi Bolte lesen, so sehr dürfte sich die Argumentation nicht unterscheiden)!
Und die SPD? Die SPD-Fraktion, in Berlin bekanntlich Regierungs- und Koalitionspartner der Linken, hat sich meines Wissens formal noch nicht entschieden bzw. stellt sich tot. Vielleicht wartet man auch auf ein Signal aus der morgigen Senats-/Vorstandssitzung …
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: netzwerk recherche Jahreskonferenz 2010
: netzwerk recherche Jahreskonferenz 2010 Am kommenden Freitag und Samstag findet im NDR-Konferenzzentrum in Hamburg die netzwerk recherche Jahreskonferenz 2010 unter dem Motto „Fakten für Fiktionen – Wenn Experten die Wirklichkeit dran glauben lassen“ statt. Das Programm sieht spannend aus. In sechs Tracks gibt es parallel ganz viele Vorträge, Diskussionen und Workshops rund um Journalismus, Medien und Recherche, von denen ich die meisten gerne sehen würde. Hier ist das Programm als PDF. Ich sitze am Samstag auf zwei Panels.
Das erste dreht sich um 10:30 Uhr um „Heilsbringer „Paid Content“: Rettung für den Online-Journalismus?“
H.-J. Jakobs, Chefred. sueddeutsche.de | S. Niggemeier, fr. Medienjourn. | M. Beckedahl, netzpolitik.org | Dr. F. Schirrmacher, FAZ | G. Mascolo, Chefredakteur Der Spiegel | Mod.: M. Illner, ZDF
Um 14 Uhr diskutiere ich mit Frank Schirrmacher, moderiert von Christian Stöcker (SpOn), über „Wer hört (uns) noch zu? Kommunikationsverhalten im Netzzeitalter“.
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: Nutzerorientierte Ausrichtung des Urheberrechts
: Nutzerorientierte Ausrichtung des Urheberrechts Der Hamburger Justizsenator Dr. Till Steffen (Grüne) hat heute ein Diskussionspapier für ein nutzerorientiertes Urheberrecht vorgestellt. Davon gibt es eine 2‑Seiten verständliche Zusammenfassung als PDF (Die konkreten Vorschläge hab ich mal hier in den Text rein kopiert habe) als auch ein 19-Seiten langer ausführlicher Text in juristischer Sprache verfasst. Die Punkte sollen in den Bundesrat zur Diskussion eingebracht werden.
Vorschläge:
Reform des „Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte“ (UrhG) und Änderungen im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB).Umbenennung, Definition einer neuen Zweckbestimmung (§ 1 UrhG) und neue Inhaltsbestimmung des Gesetzes (§ 11 UrhG). An diesen Stellen sollten zukünftig die Rechte der Nutzer ausdrücklich genannt werden. Damit können die „Schranken“ des Urheberrechts nicht mehr als Ausnahmen aufgefasst werden. Eine Interpretation des Gesetzes muss damit den Interessensausgleich berücksichtigen.
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: Kleines Datenleck bei der CDU-Hamburg
: Kleines Datenleck bei der CDU-Hamburg Die CDU-Hamburg betreibt eine Internetseite und bietet dort auch einen Newsletter an. Wir bekamen den Hinweis, dass man als Newsletter-Abonnent leicht Zugriff auf alle anderen eingetragenen Empfänger bekommen kann. Um das auszuprobieren, mussten wir uns anmelden. Das war gar nicht so einfach. Entgegen üblicher Praktiken verschickt das System keine Bestätigungsmail und es gibt auch kein Double-Opt-In-Verfahren. Da kann die CDU-Hamburg glücklich sein, dass sie noch nicht abgemahnt wurde. Erst mit dem verschicken eines Newsletters konnten wir die Datenlücke verifizieren. Jeder Newsletter-Abonnent bekommt eine individuelle Zahl zugeordnet, wie man an URL zum managen des Newsletter-Accounts sehen kann. Ich würde ja gerne die URL hier bloggen, aber dann hat jeder Zugriff auf alle Newsletter-Abonnenten. Also lass ich das mal. Wir hatten die Zahlen 704 und 705, weil wir mangels Bestätigungsmail uns doppelt angemeldet haben. Und daran konnten wir auch erkennen, wie erfolgreich der Newsletter nachgefragt wurde. Interessanterweise fanden wir eine Menge Dubletten von Personen, die sich wahrscheinlich ebenfalls doppelt angemeldet haben.
Mit der URL konnte man herumspielen und alle Zahlen zwischen 001 und 705 eingeben. Zahlreiche Zahlen funktionierten nicht mehr, weil anscheinend der Newsletter abbestellt wurde. Ungefähr die Hälfte der Zahlen klappten und wir konnten schauen, wer den Newsletter mit welcher Mailadresse abonniert hat. Das scheinen bei der CDU-Hamburg vor allem Journalisten aller möglichen Medien zu sein. Mit dem Wissen um die Datenlücke könnte man einige Dinge anfangen. Einerseits ist es möglich, alle Newsletter-Abonnenten einfach durch einen Mausklick abzumelden. Vermutlich würde das mangels Bestätigungsmail niemand bemerken. Man könnte auch einen gefakten Newsletter im Namen der CDU-Hamburg an alle Adressaten mit Links zu Schadsoftware oder anderen Dingen verschicken.
Wir haben der CDU-Hamburg am Sonntag per Mail an die offizielle Kontaktadresse info@cduhamburg.de Bescheid gegeben, auf diese und andere Sicherheitslücken in ihrem System hingewiesen und als Veröffentlichung den heutigen Dienstag angekündigt. Leider haben wir dann nichts mehr gehört. Vielleicht werden die Lücken ja jetzt rasch geschlossen.
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: Tagung zu Überwachung in Hamburg
: Tagung zu Überwachung in Hamburg Unter dem Titel „Kultur – Technik – Überwachung. Alltagspraktiken und Überwachung – Überwachungspraxen im Alltag“ findet am Freitag und Samstag in Hamburg eine interessante Tagung statt. Organisiert hat sie Niels Zurawski, der mit dem Surveillance Studies Network (nicht zu verwechseln mit dem englischsprachigen älteren Schwesterprojekt) seit einer Weile gute Vernetzungs- und Forschungsarbeit in diesem Bereich macht.
Tagung am Institut für Volkskunde/Kulturanthropologie der Universität Hamburg, Forschungskolleg Kulturwissenschaftliche Technikforschung, 9. und 10. Oktober 2009
Anmeldung: tagung2009 @ surveillance-studies.org
Schon der Eröffnungsvortrag klingt sehr hörenswert:
Eric Töpfer – Europäischer Datenwaschsalon: Informationsaustausch im „Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts“
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: Die Bürger zu Datenschützern in eigener Sache machen
: Die Bürger zu Datenschützern in eigener Sache machen Im aktuellen Spiegel wurde es schon mit einem Interview angekündigt: Der Hamburger Justizsenator Till Steffen hat heute in Hamburg ein „Konzept für neue Ansätze im privaten Datenschutzrecht“ vorgestellt. Die Pressemitteilung zitiert Steffen mit:
„Wir wollen die Bürger zu Datenschützern in eigener Sache machen. Datenschutzskandale bei Unternehmen wird auf Dauer nicht verhindern, wer nur auf die Verstärkung der Datenschutzbeauftragten und wirksamere Strafnormen setzt, so richtig diese Forderungen sind. Dafür gibt es in der Informationsgesellschaft einfach eine zu starke Ausweitung der Datennutzung. Auch die häufigen Rufe nach mehr Sparsamkeit bei der Datenverwendung treffen nicht den Kern. Es ist doch gewünscht, dass die Bürger ihre Daten auch im Netz und bei Unternehmen für ihre eigenen Zwecke einsetzen. Viele Menschen sind inzwischen tief verunsichert, wem sie überhaupt noch ihre Daten mitteilen sollen. Das schwächt die Wirtschaft enorm. Wir müssen die Bürger daher in die Lage versetzen, ihre Rechte wirksam geltend zu machen, damit die Unternehmen einen echten Anreiz haben, sorgsam mit den Daten umzugehen.“
Dazu gibt es ein Eckpunktepapier:
1.) Umkehr der Beweislast bei der Datenverwendung
Ausgangspunkt jeder Datenverwendung ist die Einwilligung des Betroffenen. Unternehmen und Privatpersonen sollen personenbezogene Daten nur verwenden, wenn sie hierzu eine ausdrückliche Einwilligung besitzen. Ob eine solche Einwilligung vorliegt, hat nach dem Konzept der Verwender der Daten zu beweisen. Es ist den Bürgerinnen und Bürgern nämlich in der Praxis fast unmöglich die Nichterteilung einer Einwilligung zu belegen.
2.) Eigenständiger Unterlassungsanspruch
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: 2. Freie Software Community Treffen in Hamburg
: 2. Freie Software Community Treffen in Hamburg Am Samstag, 31.01.2009, treffen sich die Communities aus dem Umfeld der Freien Software Hamburgs, um sich bei netter Atmosphäre auszutauschen und kennenzulernen sowie um Pläne für 2009 zu schmieden. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung per Web-Interface ist aber erforderlich, um den Event planen zu können. Ein Kurzvortrag zur Vorstellung der Communities und Projekte ist ausdrücklich erwünscht!
Infos: http://www.linuxwiki.de/Communities/MeetingHamburg2009
Anmeldung: http://www.exis-unlimited.org/anmeldung‑2Samstag, 31. Januar 2009, 17h bis Open End
Hamburger Kaffeebörse, Pickhuben 3, 20457 Hamburg -
: Werben für eine Grundrechte-Demonstration? Aber nicht am Tag der deutschen Einheit
: Werben für eine Grundrechte-Demonstration? Aber nicht am Tag der deutschen Einheit Der folgende Bericht erreichte uns von Andy vom AK Vorratsdatenspeicherung Hamburg. Sehr aufschlussreich, weil das ein Schlaglicht auf den Zustand unserer Republik wirft.
Um zu begreifen, welches Denken in den Köpfen von einigen Innenministern, BKA-Chefs und Polizeipräsidenten vorherrscht, muss man gar nicht solche extremen Fälle wie den von Anne Roth anschauen, auch kleine Beispiele, die fast jeden Tag passieren, können aufschlussreich sein, so auch ein Erlebnis, welches ich am 3.10.2008 hatte.
Am besagten Tag wollten einige Aktive des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung Hamburg in der Stadt und vor allem in der HafenCity, wo das „Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit“ gefeiert wurde, Flyer für die Demo vom letzten Samstag verteilen. Zusammen mit einem Mitstreiter, den ich jetzt einfach mal Markus nenne, habe ich zuerst bei der Auftaktkundgebung zu der an diesem Tage stattfindenden Demonstration gegen die Einheitsfeierlichkeiten und dann am Rande dieser an Passanten Flyer verteilt.
Wegen dieser Demonstration hatte die Stadt Hamburg große Panik – 4000 Polizisten und mehrere Wasserwerfer und Räumpanzer kamen an diesem Tag zum Einsatz, da man wohl fürchtete, Autonome könnten die Feierlichkeiten stören.
Um das zu verhindern, wurde einiges an präventiven Abwehrmaßnahmen aus dem Hut gezaubert: Nach der Demonstration war es unmöglich, den Platz der Abschlusskundgebung in Richtung HafenCity zu verlassen (zumindest wenn man aussah, als ob man bei der Demonstration gewesen sein könnte). Straßen wurden gesperrt, U- und S‑Bahn-Stationen ebenfalls. Erst bei der U‑Bahn-Station St. Pauli war es uns möglich, den Weg zu unserem Hauptziel anzutreten: Das große Bürgerfest, wo man Einigkeit und Recht und Freiheit feiern wollte. Flyer für eine Demonstration, die den Erhalt der Grundrechte fordert, sollten da doch eigentlich sehr passend sein, könnte man denken.
Aber falsch gedacht: Zum Eingang der HafenCity gab es Polizeikontrollen, und Markus und ich wurden sofort aus der Menge herausgerufen und durchsucht. Schon nach kurzem Blick in meinen Rucksack, bei dem eine schwarze Regenjacke, einige Flyer und Markus’ Handschuhe (ganz normale, nicht gerade dazu geeignet, Steine auszubuddeln und zu werfen) zu sehen waren, erklärte der Polizist: „Ok, das reicht mir schon.“ Aufgrund unserer Kleidung (ich trug eine schwarze Kapuzenjacke) und der Flugblätter könne er darauf schließen, dass wir dem „linken Spektrum“ angehören würden und deshalb wohl auch an der Demonstration teilgenommen hätten.
Das hatten wir zwar nicht wirklich – aber selbst wenn, dann wäre das ja auch nichts Verbotenes gewesen, schließlich war es eine angemeldete Demonstration, die vollkommen friedlich verlaufen war.
Aber dem Polizisten war das alles vollkommen egal: Er erteilte uns einen Platzverweis für das gesamte Gelände der HafenCity für den gesamten Tag.
Bei Zuwiderhandlung würden wir in Polizeigewahrsam genommen.
Sprich: Wer schwarze Kapuzenpullover, schwarze Regenjacken, Handschuhe (es war kalt und regnerisch an diesem Tag) und einige Flyer dabei hat, deren Inhalt von dem Polizisten nicht einmal überprüft wurde, ist links. Wer links ist, hat an der an dem Tag stattgefundenen Demonstration teilgenommen. Wer an dieser Demo teilnimmt, ist ein Störer.
Ein Einzelfall? Höchstwahrscheinlich nicht, wie uns ein Spiegel TV-Reporter, der den Vorfall filmte, erzählte: Ähnliches sei an diesem Tag schon häufig passiert.
Und auch der Polizist meinte, wir seien nicht die Ersten, die an diesem Tag seine Dienstnummer haben wollten. Die Letzten waren wir mit Sicherheit auch nicht.
Diese Maßnahmen waren eindeutig von oben gedeckt, ansonsten wäre die Polizei nicht so systematisch rechtswidrig vorgegangen. Aus diesem Grund habe ich auch keine Dienstaufsichtsbeschwerde geschrieben, die nur mit einem Standardtext abgeblockt worden wäre, sondern habe mich an den Eingabenausschuss der Stadt Hamburg gewendet. Wer diese Eingabe durch seine Unterschrift unterstützen möchte muss nur einen Brief an den Eingabenaussschuss schicken und unter Angabe des Geschäftzeichens (634/08) und des Datums (07.10.2008) seine Unterstützung äußern, da reicht ein Satz. Handschriftlich unterschrieben dann an:
Eingabendienst
Geschäftsstelle des Eingabenausschusses der Hamburgischen Bürgerschaft
Poststraße 11
20354 HamburgMein Fazit aus der Geschichte ist, dass sich staatliche Institutionen immer weniger um rechtsstaatliche Prinzipien scheren und nur noch nach dem Motto denken: Was können wir tun, damit ja nichts passiert? Bei einer solchen Linie wird man ganz schnell wegen Kleinigkeiten verdächtig.
Oder um Kai-Uwe Steffens vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung zu zitieren:
Ich nehme von dieser Veranstaltung mit, dass man als Bürger, der am Tag der Deutschen Einheit auf dem Deutschlandfest für den Schutz der Grundrechte wirbt, damit rechnen muss, dafür eingesperrt zu werden.
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: Offenes WLAN und Störerhaftung: Neue Konfusion
: Offenes WLAN und Störerhaftung: Neue Konfusion Nach dem Landgericht Hamburg hat nun auch das Landgericht Düsseldorf entscheiden, dass man für den Betrieb eines offenen WLAN-Hotspots als „Störer“ haftet, wenn jemand darüber Urheberrechtsverletzungen begeht. In diesem Fall gab es einstweilige Verfügungen gegen drei Personen, die von „Gangsta-Rapper“ Bushido wegen Filesharing verklagt worden waren.
Ein Rentner hatte erklärt, er wisse gar nicht, wer oder was Bushido sei und habe auch kein Programm, um Musik aus dem Internet herunterzuladen. Ein Ehepaar hatte angegeben, zur fraglichen Zeit sei nachweisbar niemand an ihrem Computer gewesen. Das Gericht befand, dass es darauf nicht ankommt und wendete den Grundsatz der „Störerhaftung“ an.
Nachdem gerade vor neun Tagen das Oberlandesgericht Frankfurt eine Störerhaftung für offenes WLAN ausgeschlossen hatte, bringt die Entscheidung aus Düsseldorf wieder neue Unsicherheit. Es wird offenbar dringend mal Zeit, dass der BGH sich damit befasst. Falls dieser Unsinn mit der Störerhaftung sich durchsetzen sollte, können wir demnächst auch alle offenen Hotspots in Cafes, Hotels oder anderswo vergessen. In der gleichen Logik stellt sich mir dazu die Frage: Wenn ich von meinem eigenen DSL-Anschluss aus Filesharing betreibe, haftet dann eigentlich auch mein Internet-Anbieter als Mitstörer?
Für offene WLAN-Hotspots gibt es natürlich diverse gute Gründe.
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: NDR: Die Hamburg-Vermesser
: NDR: Die Hamburg-Vermesser NDR.de berichtet über OpenStreetMap und verwendet in dem Artikel eine Creative Commons Lizenz: Die Hamburg-Vermesser.
Hamburgs geografische Mitte liegt in der Hafencity. Michael Büge von dem Projekt „Open Street Map“ (deutsch: offene Straßenkarte, OSM) drückt es anders aus: „Sie liegt auf dem 53. Breitengrad und 54 Minuten und dem 10. Längengrad.“ Er hat sich die Koordinaten sogar auf sein T‑Shirt drucken lassen, darunter den Spruch „free the map“. Den Pullover zieht er gerne an, wenn er – ausgerüstet mit einem GPS-Navigationsgerät – Hamburg neu kartografiert. Der 48-Jährige gehört zu den weltweit rund 30.000 Freiwilligen, die für Open Street Map eine freie, im Internet kostenlos verfügbare Weltkarte erstellen. Das Projekt macht mittlerweile Google Maps Konkurrenz.
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: Twitter für Demonstrationen?
: Twitter für Demonstrationen? Auf der Demonstration in Hamburg am 1. Mai wurde erstmals Twitter eingesetzt, um live zu berichten, was sich wo tut, speziell in Bezug auf den Nazi-Aufmarsch. Das liest sich dann so:
Die ersten Nazis sind in Wellingsbüttel angekommen. Es sind nur wenige Antifas vor Ort. 05:49 PM May 01, 2008 from web
Nazis werden immernoch mit S1 Ri. Norden weggefahren. 05:41 PM May 01, 2008 from web
Pol. versuchte erfolglos Nazi Rieger festzunehmen, Nazis versuchten 1. Strophe N.Hymne zu singen, AntiFa zerstreut sich in Richt. Barmbek 05:13 PM May 01, 2008 from webDie Nazi Abschlusskundgebung wurde von pol. abgebrochen, die ersten Nazis steigen in den S1-Sonderzug Ri. Norden ein. 05:04 PM May 01, 2008 from web
Nazidemo jetzt bei S‑Ohlsdorf, relativ viele Antifas anwesend.. Nazis werfen Steine zurück, Cops greifen nicht ein 04:57 PM May 01, 2008 from web
Das erinnert an frühe Versuche, SMS-Broadcasting zu benutzen, um auf Demos live zu berichten.
Organisiert hat das Ganze das Freie Sender Kombinat (FSK), das sonst auch per Radio von diversen Aktionen berichtet. Meike Richter hat mit einem der FSKler gesprochen:
Ein Organisator erzählte mir, dass die Aktion ziemlich erfolgreich gelaufen ist. Über 360 Leute haben sich für den Dienst eingetragen. Die Initiatoren fühlten sich etwas unbehaglich, weil sie die Leute in die Arme von twitter getrieben haben. Ging aber nicht anders. Einen freien twitter-Dienst gibt es nicht. Und durch twitter haben sie um die 650 Euro SMS-Kosten gespart. Das Budget könnte FSK nicht aufbringen.
„Ging aber nicht anders“ – soso. Nicht nur hat jetzt Twitter eine Reihe neuer Kunden und den gesamten Live-Feed von der Demo auf dem Server, sondern man kann auch noch komplett öffentlich die Liste der über 360 Leute einsehen, die den Stream verfolgt haben, also mit hoher Wahrscheinlichkeit auf der Demo waren. Umgerechnet hat also jeder von diesen Leuten weniger als 2 Euro gespart, um sich dafür im Gegenzug als Mai-Demonstrant-Verdächtiger zu outen. Ging nicht anders? Man hätte es auch sein lassen können. Ich bezweifle nämlich auch, dass es neben dem puren Gefühl der Hyper-Präsenz einen realen Einfluss auf den Demo-Verlauf und damit den Demo-Erfolg hatte – insofern wäre auch mal über die Erfolgskriterien zu reden.
SMS-Broadcast wäre übrigens wahrscheinlich sogar billiger gewesen als 650 Euro, hätte aber das Problem nur begrenzt verringert. Die Empfängerliste wäre zwar nicht mehr öffentlich, aber wegen der Vorratsdatenspeicherung dennoch weiterhin beim SMS-/Telefonanbieter vorhanden und für die Polizei bei Bedarf abrufbar.
Meike schreibt zu der Twitter-Aktion:
„Fazit: Wohl den Aktivisten, die Nerds in ihren Reihen haben“
Dem kann ich nur zustimmen. Allerdings sollten es dann echte Nerds sein, die ein wenig Ahnung von anonymer Kommunikation haben. Um Twitter zu nutzen, braucht es keine gesteigerten Programmierkenntnisse, das kann wirklich jeder DAU. Bin ja gespannt, wann jemand die erste Autonome Antifa als „nerdig“ lobt, weil sie GoogleGroups verwendet…
Wie hättet ihr das Problem gelöst? Mir fällt auf Anhieb auch nur Radio oder CB-Funk ein, oder ein HTTP- / RSS-Dienst per normalem Internet – dafür sind aber UMTS-Handies noch nicht weit genug verbreitet.
Update: Ich hatte übersehen, dass das FSK darauf hingewiesen hat, wie man den Dienst benutzen sollte – nämlich mit einem Wegwerf-Account bei Twitter, der über eine Wegwerf-Email angemeldet ist, und den Twitter-Stream dann mit einem gebrauchten Handy und einer anonymen Prepaid-Karte empfangen. Insofern haben sie sich schon Gedanken gemacht.
Ich bin aber, auch nach einem längeren Gespräch vorhin mit jemandem vom FSK, immer noch skeptisch, ob das reicht. Gerade bei so einer Art von Demo muss man schon ein wenig mehr auf die Risiken hinweisen. Man hätte hier verschiedene Sachen besser machen können:
- Darauf hinweisen, was passieren kann, wenn man das nicht genau so anonym benutzt. Ist den Twitter-Followern allen klar, dass sie jetzt öffentlich in einem sozialen Netzwerk einsehbar sind, das recht wahrscheinlich von der Polizei ausgewertet wird? Als Betreiber so eines Dienstes hat man hier eine gesteigerte Verantwortung. Das ist dem AK Vorrat (zu Recht) ja auch bei der SIM-Karten-Tauschbörse vorgeworfen worden.
– Vorher massiv dazu aufrufen, dass viele Leute den Twitter-Stream abonnieren, die nicht auf der Demo sind. Dann hätten die zumindest die Demo-Teilnehmer eine plausible deniability.
– Sich über andere Optionen Gedanken machen, hier auch mal mit CCC und anderen reden. Da gibt es massig Know-How über anonyme Telekommunikation. -
: IngOG Hamburg: Computerunterricht für afrikanische Schüler
: IngOG Hamburg: Computerunterricht für afrikanische Schüler In der Vortragsreihe „low tech, high efficiency – Ingenieure in der Entwicklungshilfe“ der Ingenieure ohne Grenzen (IngOG) berichtet Matthias Schuchard über Computerunterricht in Burkina Faso.
Der Vortragende Matthias Schuchard war dort für die technische Umsetzung verantwortlich. Er wird von seinen Erfahrungen in dieser ganz anderen Welt berichten: Wie sichert man Daten in einem Land, wo der Staub auch CDs und DVDs in ihren Hüllen zerstört? Wie funktioniert Computerunterricht, wenn der Strom während der Regenzeit täglich mehrere Stunden ausfällt? Wozu braucht eine Bevölkerung von 80% Analphabeten das Internet?
Montag, 03.12.2007, um 19h, an der TU Hamburg-Harburg, Schwarzenbergstr. 95, Raum H0.01 (Gebäude H)
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: Expertenanhörung Hamburger Wahlcomputer
: Expertenanhörung Hamburger Wahlcomputer Der Saal 151 im Hamburger Rathaus war voll, die Luft zum Zerschneiden, weitere Stühle wurden herangetragen, die Stimmung war gespannt. Viele erwarteten in der Verfassungsausschusssitzung vom 09.11.2007 die Wiederholung des ersten Wahlstifthacks.
Das Landeswahlamt hatte ein Digitales Wahlstift System (DWS) aufgebaut, auf dem der Verfassungsausschussvorsitzende eine Wahlrunde vollführen durfte. Die Zuschauer wurden dabei zu Zuhörern degradiert, denn sehen durfte man die Anzeige des Wahlcomputers nicht – aus Sicherheitsgründen keine Beamervorführung. Als der Vorsitzende den Logitech Stift in die USB-Dockingstation steckte, war ein Sound zu hören, mit dem dem Bürger erklärt wurde, dass die Stimme jetzt „korrekt“ übertragen wurde. Nur dieser Sound. Nichts weiter. Ob es sich wirklich um ein Originalsystem handelte, konnte keiner beurteilen. Denn seit dem letzten Hack wurde noch eine Veränderung ausgemacht: Der Stift hatte jetzt ein kleines Papiersiegelchen um den Bauch mit Klebeband befestigt.
Dann sollte der Chaos Computer Club seinen Hack von vor ein paar Wochen am DWS wiederholen. Warum? Der CCC hatte vor Monaten um ein Original DWS mitsamt Quellcode gebeten, um kostenlos das System auf Sicherheitslücken zu überprüfen. Das wurde ihm leider nicht gewährt, da das System noch nicht fertig gestellt war und Betriebsgeheimnisse verletzt werden könnten – die Wahlauswertungssoftware soll also nicht transparent für ein paar Quellcode-lesende Bürger sein. Außerdem sollte unter „realen“ Bedingungen getestet werden, was für das Landeswahlamt im „Schnupperwahllokal“, wie jetzt im Ausschuss aufgebaut, meinte. Das Erscheinen des Pesthörnchens wurde erwartet, mit anderen Worten ein Live-Hack.
Dass der CCC einen zweiten Hack mit viel einfacheren Methoden vorstellte, führte erst einmal zu einem Chaos und der Ausschuss legte eine kurze Pause ein. Die Abgeordneten hatten es sich zu einfach gedacht: Klappt der eine Hack nicht, ist das System sicher; klappt er, muss man sich noch einmal Gedanken machen. Doch das Entscheiden wurde ihnen nicht abgenommen, denn der CCC legte den zweiten Hack vor.
Als Sicherheitsargument wurde bisher immer die CommonCriteria Zertifizierung (EAL 3+) vom BSI und die Baumusterprüfung der PTB angeführt (später dann auch EMV- und Datenschutz-Plausibilitätsprüfung). Doch am 25.10.2007 sollte nicht-öffentlich und ohne abgeschlossene Zertifizierungen das DWS politisch in einem interfraktionellen Treffen durchgewunken werden. Der erste Hack folgte und führte zu dieser Expertenanhörung.
Prof. Brunnstein von der Universität Hamburg kritisierte den zu niedrigen CommonCriteria Level EAL3+ für das DWS, was einem methodisch getesteten und überprüften, aber nicht methodisch entwickelten System entspricht. Selbst das Betriebssystem des Hamburger Wahlcomputers mit Windows XP Prof. SP2 besitzt ein höheres Level (EAL4+). Außerdem wies er auf ein Zertifizierungsdilemma hin: Sollten nach der Zertifizierung Sicherheitslücken bekannt werden, bleiben nur zwei unschöne Alternativen – ein zertifiziertes, unsicheres oder ein sicheres, nicht-zertifiziertes Wahlsystem.
Tenor der Expertenrunde war, dass das DWS noch nicht ausgereift ist und abgeraten wird, es in der geplanten Form einzusetzen (wir erinnern uns: Das digitale Ergebnis sollte vor dem des Paper-Trails bei Abweichungen gelten, der Paper-Trail nur als Kontrolle oder besser gesagt als Alibifunktion wirken, denn ausschlaggebend soll das digitale Ergebnis sein, um Kosten und Zeit zu sparen. Zwei Punkte die relativ irrelevant bei demokratischen Wahlen sind). Diesen Freitag (16.11.2007) wird von den Bürgerschaftsfraktionen eine Entscheidung erwartet; bei dieser massiven Experten-Kritik ist von einer Teillösung auszugehen, wahrscheinlich einer vollständigen Auszählung der Papierstimmen und Einsatz des DWS als Zählhilfe. Die Änderung des Bürgerschaftswahlgesetzes bleibt noch abzuwarten; das Ergebnis der Sicherheits-Zertifizierung liegt weiterhin noch nicht vor.
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: 40 Mahnwachen für die Grundrechte (Dienstag, 17 Uhr)
: 40 Mahnwachen für die Grundrechte (Dienstag, 17 Uhr) In über 40 Städten werden morgen überall in Deutschland zwischen 17h und 19h Mahnwachen zu Ehren des Grundgesetzes stattfinden.
Wegen der derzeitigen Maßnahmen, die der inneren Sicherheit dienlich sein sollen aber die Freizügigkeit des einzelnen schwächen, demonstrieren Bürgerrechtlicher vor Bundes- und Landeseinrichtungen.
Bringt Kind, Kegel und Laternen mit nach:
- Aachen – Marktplatz vor dem Rathaus
- Augsburg – Elias-Holl-Platz
- Aurich – Fussgängerzone
- Bamberg- Gabelmann
- Berlin – zentrale Kundgebung vor dem Reichstagsgebäude
- Bielefeld - Innenstadt, am Spindelbrunnen
- Bonn – Münsterplatz (Ecke Vivatsgasse, beim Pizzaladen)
- Bremen – Marktplatz am Roland
- Dortmund / Unna – Innenstadt
- Dresden – Dr. Külz Ring – Ausgang Altmarktgalerie
- Düsseldorf – Schadowstraße vor den Schadow-Arkaden
- Erlangen – Hugenottenplatz, Erlanger Arcaden, Rathausplatz
- Frankfurt am Main – Paulsplatz
- Freiburg im Breisgau – Rathausplatz
- Göttingen – Marktplatz, vor dem Alten Rathaus
- Halle (Saale) – Vor der Ulrichskirche, Leipziger Straße/Boulevard
- Hamburg – Vor dem Rathaus
- Hannover – 19h Schillderdenkmal
- Jena – Markt, Nonnenplatz, Markt
- Karlsruhe – Fußgängerzone beim Durchgang zum Schloss
- Kassel – Königsplatz (Nordwestseite)
- Kiel – Rathausplatz
- Köln – Vor dem Dom
- Langerwehe – Bei Jens Ferner zuhause
- Leipzig – Augustusplatz
- Ludwigsburg – Fußgängerzone
- Magdeburg – Goldschmiedebrücke (zwischen Allee-Center und Rialto)
- München – 18h, Marienplatz, Odeonsplatz
- Münster – Vor dem Rathaus
- Nürnberg – Lorenzkirche
- Oldenburg – Achternstr. 69 – Ecke Lange Straße / Achternstraße
- Osnabrück – Nikolaiort
- Potsdam – Vor dem Rathaus Potsdam / Stadthaus
- Rostock – Uni-Platz – beim Schwaanschen Tor
- Ruhrgebiet – siehe Düsseldorf, siehe Dortmund
- Saarbrücken – 18h St. Johanner Markt
- Second Life – Unklar, evtl. vor der „virtuellen SPD-Zentrale“
- Stuttgart – Marktplatz
- Tübingen – Holzmarkt
- Ulm – Hirschstr. Nähe Bahnhof
- Wetzlar – Bahnhofsstraße
Beginn ist normalerweise um 17h, solange nicht anders angegeben. Schaut sicherheitshalber auf die jeweilige Wikiseite für genauere Details.
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: Schiedermair: Verfassungsaspekte elektronischer Wahlen
: Schiedermair: Verfassungsaspekte elektronischer Wahlen Am 18.09.2007 fand eine von der Patriotischen Gesellschaft von 1765 e.V. organisierte Veranstaltung mit dem Titel „Wie sicher ist elektronisches Wählen?“ statt. Vor dem Hintergrund der für die Hamburgwahl 2008 geplanten Einführung eines Digitalen Wahlstiftsystems (DWS) kamen neben dem Hamburgischen Landeswahlleiter Willi Beiß und Herrn Jürgen Dreesen (Wahlstiftsystemhersteller) verschiedene Experten zu Wort.
Die Verfassungsrechtlerin Dr.jur. Stephanie Schiedermair (Uni Mainz) referierte zu „Verfassungsaspekte elektronischer Wahlen“ bezogen sowohl auf das DWS als auch auf die noch laufende Anfechtung der Bundestagswahl 2005 vor dem Bundesverfassungsgericht wegen der Verwendung von Wahlcomputern. Der Mitschnitt (mp3, 16:04 min) liegt jetzt unter CC-Lizenz vor.
[Da bei der Aufnahme leider eine Brummenschleife zu hören ist und ich die Qualität nicht wirklich gut mit Audacity verbessern konnte: Hat da jemand noch eine Idee?]