Google Suche

  • Medienstaatsvertrag: Streit um die Empfehlung vertrauenswürdiger Informationen durch Google
    Verlässliche Gesundheitsinformationen, schnell auffindbar, auch vom Handy, das wollte Gesundheitsministerium. Damit hat es die Verlagslobby gegen sich aufgebracht. Und eine Landesmedienanstalt gegen Google.
    Verlässliche Gesundheitsinformationen, schnell auffindbar, auch vom Handy, das wollte das Gesundheitsministerium.
    Medienstaatsvertrag Streit um die Empfehlung vertrauenswürdiger Informationen durch Google

    Eine Medienanstalt will prüfen, ob Google journalistische Medien benachteiligt. Der Auslöser: Jens Spahns neues Gesundheitsportal, das dank Infokästen in der Google-Suche prominent platziert wird. Das Verfahren könnte jedoch auch Auswirkungen darauf haben, wie Plattformen gegen Desinformation vorgehen.

    18. November 2020 3
  • : Copyright: Google erhielt 345 Millionen Löschanträgen
    Copyright: Google erhielt 345 Millionen Löschanträgen

    Wie TorrentFreak berichtet, habe Google im Jahr 2014 über 345 Millionen Anfragen zur Entfernung von Links aus ihrem Suchindex erhalten, die auf urheberrechtlich geschützte Material verwiesen. Das entspreche einer Steigerung um 75% im Vergleich zum Vorjahr. In den meisten Fällen folgte Google den Löschanträgen. Grundlage für dieses Vorgehen, ist der Digital Millennium Copyright Act, der es privaten Unternehmen erlaubt Löschanträge an Suchmaschinen zu stellen, solten diese auf solche Inhalte verlinken. Die meisten Takedown-Anfragen betrafen File-Hoster wie 4shared.com, rapigator.net und uploaded.net. Dabei ist umstritten, ob bei einer Vielzahl von Links tatsächlich eine Urheberrechtsverletzung vorliegt, da die Überprüfung oftmals voll-automatisch durchgeführt wird.

    5. Januar 2015
  • : Free Zone: Google und die Netzneutralität sind schon lange nicht mehr beste Freunde
    Free Zone: Google und die Netzneutralität sind schon lange nicht mehr beste Freunde

    google-free-zoneHat der Google-Konzern die Netzneutralität verraten? So klingt zumindest das Medienecho, nachdem bekannt wurde, dass der Internet-Riese einen französischen Provider für den Traffic seiner Tochterfirma YouTube Geld bezahlt. Tatsächlich fällt Google dem Kampf um ein echtes Netz gleich an mehreren Stellen in den Rücken.

    Vor einer Woche sagte Stephane Richard, Chef des Telekommunikations-Unternehmens Orange, Teil des französischen France-Télécom-Konzerns in einem Interview mit BFM Business TV:

    Der Leiter des französischen Unternehmens Orange sagte, dass sie ein Abkommen mit Google erreicht haben zur Erstattung der großen Datenmengen, die [Google] über [Oranges] Netze schickt.

    Mit anderen Worten: Google zahlt einem Provider Geld, damit dessen Kunden YouTube-Videos klicken können. Also die Abkehr eines neutralen, echten Netzes. Hintergrundinformationen, warum das schlecht für Internet-Nutzer/innen ist, hat der Digitale Gesellschaft e. V. in einem Handbuch Netzneutralität ausgearbeitet.

    Google selbst hat bisher keine Medienanfragen dazu beantwortet. Auch unsere Anfrage ging vom Unternehmenssprecher zum Leiter Unternehmenskommunikation und von dort ins Büro London. Das ist zwar zuständig, arbeitet aber selbst noch an der Kommunikationsstrategie.

    Obwohl der eigentliche Sachverhalt zumindest in Frankreich schon länger bekannt war, tauchen jetzt Schlagzeilen auf wie: Google gibt die Netzneutralität auf. Das impliziert, dass Google bis letzte Woche ein fester Vertreter der Netzneutralität war.

    23. Januar 2013 13
  • : Private Rechtsdurchsetzung via Google: mehr Löschungen, neuer Suchalgorithmus [update]
    Private Rechtsdurchsetzung via Google: mehr Löschungen, neuer Suchalgorithmus [update]

    Im Bereich privater Urheberrechtsdurchsetzung rücken Suchmaschinen und damit allen voran Google mehr und mehr ins Zentrum. Während Andre Meister Ende Mai noch von rund 1,3 Millionen gelöschten Suchresultaten im Monat wegen (vermeintlicher) Copyright-Verstöße berichtet hat, waren es im vergangenen Monat bereits 4,3 Millionen. Die Anzahl der Organisationen, die diese Löschungen beantragt haben, stieg jedoch nur von 1.099 auf 1.264, wobei die Recording Industry Association of America (RIAA) inzwischen Microsoft als Spitzenreiter abgelöst hat (vgl. Google-Transparenzreport). Seit Googles Offenlegung seiner Löschungspraktiken scheinen die Rechteinhaber dieses Instrument zur Rechtsdurchsetzung erst so richtig schätzen gelernt zu haben. Denn für die meisten Internetnutzer existieren Seiten praktisch nicht, die in Googles Suchresultaten nicht aufscheinen.

    Die Löschung erfolgt dabei auf US-amerikanischer Rechtsgrundlage, dem Digital Millennium Copyright Act (DMCA), dessen restriktive Bestimmungen so auf der ganzen Welt durchgesetzt werden. In einem gestern veröffentlichten Blogeintrag kündigte Google nun an, dass dieser DMCA künftig eine noch größere Rolle bei der Präsentation seiner Suchergebnisse spielen wird. Unter der lapidaren Überschrift „Updating our search algorithms“ heißt es dort (meine Übersetzung):

    Mit Anfang nächster Woche werden wir ein neues Kriterium für die Reihenfolge unserer Suchergebnisse berücksichtigen: die Anzahl der gültigen Copyright-bedingten Löschanfragen für eine bestimmte Seite. Seiten mit einer hohen Anzahl von Löschanfragen werden weiter hinten in unseren Suchergebnissen aufscheinen.

    Während bislang also einzelne Suchresultate aus den Ergebnissen entfernt wurden, werden hinkünftig Domains mit vielen solchen Löschanfragen schwerer bei Google zu finden sein. Dass auch Googles Videoplattform YouTube von dieser Maßnahme betroffen sein wird, ist aber wohl kaum zu erwarten.

    11. August 2012 26