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: Facebook sperrt EU-Abgeordneten Martin Sonneborn für 30 Tage (Update)
Screenshot des Titanic-Postings. : Facebook sperrt EU-Abgeordneten Martin Sonneborn für 30 Tage (Update) Martin Sonneborn, EU-Abgeordneter der Partei „Die Partei“, ist offenbar für 30 Tage bei Facebook gesperrt worden. Das berichtet der Satiriker selbst bei Twitter. Hintergrund ist vermutlich ein Posting der Titanic, in der das Satiremagazin indirekt zum Mord am österreichischen Politiker Sebastian Kurz aufruft.
Sonneborn ist nicht der erste EU-Parlamentarier, der von Facebook mit Sanktionen belegt wird. Davor traf es schon die AfD-Politikerin Beatrix von Storch.
Update 15:30 Uhr:
Die Sperre ist wieder aufgehoben. Sonneborn postet wieder auf seinem Profil – das Titanic-Bild von Sebastian Kurz.
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: Wahlkampf in Österreich: Vor allem sachliche Kritik von den Facebook-Seiten gelöscht
: Wahlkampf in Österreich: Vor allem sachliche Kritik von den Facebook-Seiten gelöscht Der Standard hat im Vorfeld der österreichischen Nationalratswahl die Facebookseiten Spitzenkandidatinnen und ‑kandidaten untersucht.
Ein Teil der Recherche war der Umgang mit Leserkommentaren auf den Seiten. Dabei kam erstaunliches zu Tage:
Der Standard hat sich angesehen, welche Postings zwischen 1. August und 30. September von den Facebook-Seiten von Kern, Kurz, Strache, Lunacek und Strolz verschwunden sind – und festgestellt, dass vor allem kritische, sachliche Postings verschwinden.
Das Löschverhalten richtete sich also mehr gegen Kritik als gegen hasserfüllte Kommentare. Analysen gibt es auch für die Twitter-Nutzung im Wahlkampf. Hier hat Luca Hammer einige Schaubilder erstellt und auf nationalratswall.at gepostet.
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: NSA-Überwachung: Europäischer Gerichtshof muss Weitergabe privater Daten an USA prüfen
Der österreichische Jurist und Datenschützer Max Schrems. : NSA-Überwachung: Europäischer Gerichtshof muss Weitergabe privater Daten an USA prüfen Der Europäische Gerichtshof muss sich erneut mit dem Transfer personenbezogener Daten in die USA befassen. Das entschied gestern das irische Höchstgericht im Fall Max Schrems vs. Facebook.
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: Ab heute gilt das NetzDG – und das sind die Gefahren für die Meinungsfreiheit
Das NetzDG richtet sich gegen Hassinhalte, führt aber oft zu Sperrungen von antirassistischen Accounts. : Ab heute gilt das NetzDG – und das sind die Gefahren für die Meinungsfreiheit Kein netzpolitisches Vorhaben der Großen Koalition ist auf so viel Empörung und Widerstand gestoßen. Am 1. Oktober tritt das Netzwerkdurchsetzungsgesetz in Kraft, die Gefahren für die Meinungsfreiheit bleiben trotz Nachbesserungen bestehen.
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: Rechte Hetze im Netz und die Grenzen des Rechtsstaats
Rechtsradikaler Protest in Charlottesville im August dieses Jahres. : Rechte Hetze im Netz und die Grenzen des Rechtsstaats Auch das NetzDG wird das Problem von Hassrede und Fake News nicht lösen, sondern vielmehr in andere Teile des Internets verdrängen. Denn rechtsextreme Bewegungen verstummen nach ihrer Verbannung aus Facebook keinesfalls, sondern passen ihre Propagandastrategie den äußeren Umständen an.
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: Welche deutsche Nachrichtenseite verbreitet die meisten Falschmeldungen auf Facebook?
Sputnik (Symbolbild) : Welche deutsche Nachrichtenseite verbreitet die meisten Falschmeldungen auf Facebook? Vice-Motherboard hat über einen Zeitraum von sechs aufeinanderfolgenden Tagen die Facebook-Seiten von acht verschiedenen deutschsprachigen Online-Nachrichtenmedien mit großer Reichweite dahingehend untersucht, ob diese in ihren Artikelankündigungen Falschmeldungen verbreiten.
Keine Überraschung sind die Gewinner: Sputnik (Deutsch), Huffington Post, RTdeutsch, Epoch Times und Focus noch vor Bild:
Aus dem Fazit:
Unsere Auswertung zeigt: Es sind nicht immer nur die verrufenen kleinen Blogs und Boulevardmedien, die es mit den Fakten nicht so genau nehmen. Auch große Medienhäuser verbreiten bei weitem nicht nur korrekte Meldungen – manche allerdings in einem deutlich größeren Ausmaß als andere. […] Das Mittel der Wahl ist dabei oft maximale Zuspitzung, die bares Geld bedeuten kann: Selbst wenn die Geschichte hinter dem Facebook-Post, der den User auf die Website eines Mediums gelockt hat, dort plötzlich ganz anders aufgemacht ist – es wurde mit dem Post doch ein Klick generiert.
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: US-Forscher hegen Zweifel an Wirksamkeit von Facebooks Maßnahmen gegen Fake News
Die Kennzeichnung von Falschmeldungen auf Facebook hat möglicherweise nicht den gewünschten Effekt. : US-Forscher hegen Zweifel an Wirksamkeit von Facebooks Maßnahmen gegen Fake News Die Kennzeichnung von Falschmeldungen auf Facebook durch das Unternehmen ist möglicherweise wirkungslos oder sogar kontraproduktiv. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von zwei Wissenschaftlern der Yale University. Facebook selbst weist auf methodische Unzulänglichkeiten der Umfrage hin.
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: Spanien: Millionenstrafe für Facebooks illegale Datensammlung
: Spanien: Millionenstrafe für Facebooks illegale Datensammlung Nach der französischen hat nun auch die spanische Datenschutzbehörde eine Geldstrafe gegen Facebook verhängt. Das Unternehmen speichere und verwerte besonders geschützte Daten, ohne die Betroffenen ausreichend zu informieren. Selbst wenn die Höhe der Strafe lächerlich ist, dürfte sie den Werbekonzern ins Schwitzen bringen.
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: Sollen Internetkonzerne Nazis die Infrastruktur entziehen?
Von der Infrastruktur abgeklemmt. (Symbolfoto) : Sollen Internetkonzerne Nazis die Infrastruktur entziehen? Mehrere große IT-Unternehmen haben zuletzt einer amerikanischen Neonazi-Webseite die Infrastruktur entzogen. Jetzt wird diskutiert: Dürfen marktmächtige Unternehmen in die Inhalte eingreifen oder sollten sie sich neutral verhalten? Unser Überblick zu einer komplizierten Debatte.
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: Facebook spioniert Nutzer seines VPN-Dienstes aus
: Facebook spioniert Nutzer seines VPN-Dienstes aus Der von Facebook betriebene VPN-Dienst Onavo speichert, welche Apps und Internetdienste seine Nutzer wo und wann verwenden. Mit den Informationen erkennt der Konzern frühzeitig mögliche Konkurrenten. Die Privatsphäre bleibt auf der Strecke.
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: Strategiewechsel: Facebook will Fake-News jetzt unauffälliger bekämpfen
: Strategiewechsel: Facebook will Fake-News jetzt unauffälliger bekämpfen Nachdem die auffällige Markierung von Falschmeldungen auf Facebook offenbar gescheitert ist, sollen Richtigstellungen jetzt subtiler als „verwandte Inhalte“ eingeblendet werden.
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: Die Facebook-AGB jetzt als Musical
Aus dem Stück. (v.l.n.r.) Mateng Pollkläsener, Ludmilla Euler, Lena Neckel, Damiaan Veens : Die Facebook-AGB jetzt als Musical Was man nie gelesen hat, kann man jetzt bald hören und sehen – als Musical mit Liebesgeschichte. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Facebook kommen auf die Bühne. In der Mitteilung zum Musical heißt es, dass sehr viele Menschen einst ein Konto bei Facebook erstellt hätten, ohne die Nutzungsbedingungen gebührend zu würdigen. Deshalb hätten sich die Macherinnen und Macher durch dieses gigantische Stück Gegenwartsliteratur gekämpft:
Wir haben einen der legendärsten Texte der Gegenwart, die Nutzungsbedingungen von Facebook, in eine musicalmäßig-herzzerreißende Story gepackt – mit sehr guter Musik, die eingängiger und besser kaum sein könnte – und machen damit die AGB des größten sozialen Netzwerks der Welt endlich für alle erfahrbar.
Facebook AGB – Das Musical ist ab 10. August in Bremen, in der Spedition am Güterbahnhof, zu sehen.
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: Der erfolgreichste Post auf Facebook über Angela Merkel ist eine Fake-News
: Der erfolgreichste Post auf Facebook über Angela Merkel ist eine Fake-News Sieben von zehn der erfolgreichsten Facebook-Postings über Angela Merkel sind Fake-News. Das hat Buzzfeed in einer Analyse herausgefunden. Dabei hat die Redaktion Beiträge auf Facebook über Angela Merkel der letzten fünf Jahre untersucht und sich diejenigen genauer angeschaut, welche die meisten Interaktionen – also Reaktionen, Kommentare und Shares – erzeugten.
In der Recherche heißt es:
Die Analyse von BuzzFeed News zeigt, dass die erfolgreichsten Artikel über Angela Merkel zum Großteil nicht von Journalisten geschrieben wurden und sich oft gegen Angela Merkel richten – oder sogar mit Lügen hetzen. Nur drei der zehn erfolgreichsten Artikel stammen von klassischen Medien. Die Recherche zeigt, dass es Fake News auf Facebook vor allem beim Thema Flüchtlinge offenbar sehr viel leichter haben, als die oft wahrheitsgetreue Arbeit traditioneller Medien. Und dass rechte Facebook-Seiten mittlerweile für eine enorme Verbreitung sorgen können.
Der erfolgreichste Post über Angela Merkel ist ein 7‑sekündiger Videoausschnitt, der rassistische Ressentiments bedient. Er hat 273.000 Interaktionen – und ist damit viraler als der erfolgreichste Beitrag der Bild-Zeitung, der nur auf 230.000 Interaktionen kommt. Der Videoclip wird – auch das eine klassische Methode von Fake-News – mit der irreführenden Überschrift „Deutsche müssen Gewalt von Ausländern akzeptieren“ angepriesen. Im Video sagt die Kanzlerin dann etwas anderes, das jedoch aus dem Zusammenhang gerissen zusammen mit der Überschrift als rechtspopulistischer Aufreger funktioniert. Karsten Schmehl von Buzzfeed geht diesem Video in einer lesenswerten Recherche nach.
