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Wahlkampf in Österreich: Vor allem sachliche Kritik von den Facebook-Seiten gelöscht

Der Standard hat im Vorfeld der österreichischen Nationalratswahl die Facebookseiten Spitzenkandidatinnen und ‑kandidaten  untersucht. Ein Teil der Recherche war der Umgang mit Leserkommentaren auf den Seiten. Dabei kam erstaunliches zu Tage: Der Standard hat sich angesehen, welche Postings zwischen 1. August und 30. September von den Facebook-Seiten von Kern, Kurz, Strache, Lunacek und Strolz verschwunden…

  • Markus Reuter
CC-BY-NC 2.0: Vitor Sá Photo

Der Standard hat im Vorfeld der österreichischen Nationalratswahl die Facebookseiten Spitzenkandidatinnen und ‑kandidaten  untersucht.

Ein Teil der Recherche war der Umgang mit Leserkommentaren auf den Seiten. Dabei kam erstaunliches zu Tage:

Der Standard hat sich angesehen, welche Postings zwischen 1. August und 30. September von den Facebook-Seiten von Kern, Kurz, Strache, Lunacek und Strolz verschwunden sind – und festgestellt, dass vor allem kritische, sachliche Postings verschwinden.

Das Löschverhalten richtete sich also mehr gegen Kritik als gegen hasserfüllte Kommentare. Analysen gibt es auch für die Twitter-Nutzung im Wahlkampf. Hier hat Luca Hammer einige Schaubilder erstellt und auf nationalratswall.at gepostet.

Über die Autor:innen

  • Markus Reuter

    Markus Reuter recherchiert und schreibt zu Digitalpolitik, Desinformation, Zensur und Moderation sowie Überwachungstechnologien. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit der Polizei, Grund- und Bürgerrechten sowie Protesten und sozialen Bewegungen. Für eine Recherchereihe zur Polizei auf Twitter erhielt er 2018 den Preis des Bayerischen Journalistenverbandes, für eine TikTok-Recherche 2020 den Journalismuspreis Informatik. Bei netzpolitik.org seit März 2016 als Redakteur dabei. Er ist erreichbar unter markus.reuter | ett | netzpolitik.org, sowie auf Mastodon und Bluesky.

    Kontakt: E-Mail (OpenPGP)


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2 Kommentare zu „Wahlkampf in Österreich: Vor allem sachliche Kritik von den Facebook-Seiten gelöscht“


  1. Schatten

    ,

    Zum Glück ist das in Deutschland anders.


    1. Nicht mehr Lange, der CSU Innenminister und der Grüne Verteidigungsminister Kretschmann, werden dem Terror auf Facebook ebenso Einhalt gebieten, wie es Österreich und China vormachen!
      Der Kampf gegen den Terror und insbesondere der sachlichen Argumente der Agitatoren, dient der inneren Sicherheit!
      Hier in Bayern darf schon jeder präventiv ohne Gerichtsverhandlung weggesperrt werden, der den Großkopferten ein Dorn im Auge sein könnte.
      Ja der internationale Terror durch die eigenen Bürger muss auch in Deutschland mit allen Mitteln und höchster Härte bekämpft werden!

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